Mit einem öffentlichen Radfrühstück auf dem Friedrichsplatz startet Karlsruhe in die diesjährige STADTRADELN-Kampagne. Noch vor dem offiziellen Beginn des Aktionszeitraums setzt die Stadt damit ein sichtbares Zeichen für klimafreundliche Mobilität und die stärkere Nutzung des Fahrrads im Alltag. Die Veranstaltung markiert den Auftakt zu drei Wochen, in denen tausende Menschen in Karlsruhe wieder möglichst viele Kilometer auf zwei Rädern zurücklegen sollen – und sie zeigt zugleich, welche Rolle der Radverkehr künftig in der Stadt spielen könnte.
Karlsruhe, 18. Juni 2026 – Die Vorbereitungen für das diesjährige STADTRADELN laufen auf Hochtouren. Mit einem Radfrühstück auf dem Friedrichsplatz lädt die Stadt wenige Tage vor dem offiziellen Start der bundesweiten Aktion Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich über die Kampagne zu informieren, Kontakte zu knüpfen und das eigene Fahrrad für die kommenden Wochen fit zu machen.
Die Veranstaltung bildet den öffentlichen Auftakt einer Aktion, die längst zu einem festen Bestandteil des Karlsruher Mobilitätskalenders geworden ist. Jahr für Jahr beteiligen sich mehrere tausend Menschen an STADTRADELN und sammeln gemeinsam Kilometer für ihre Teams, ihre Stadt und ein Verkehrssystem, das zunehmend auf nachhaltige Mobilität setzt.
Ein Frühstück als Startsignal für STADTRADELN in Karlsruhe
Am Donnerstag, 25. Juni, wird der Friedrichsplatz zum Treffpunkt für Radfahrerinnen und Radfahrer. Zwischen 7 und 9 Uhr steht dort das Radfrühstück im Mittelpunkt. Die Veranstaltung richtet sich an Pendler ebenso wie an Freizeitfahrer, Familien oder Menschen, die das Fahrrad künftig häufiger im Alltag nutzen möchten.
Die Stadt verbindet den Auftakt bewusst mit praktischen Angeboten. Wer mit dem Rad zum Friedrichsplatz kommt, kann sein Fahrrad direkt überprüfen lassen. Von 10 bis 16 Uhr findet ein kostenloser RadCheck statt, bei dem Fachleute sicherheitsrelevante Komponenten kontrollieren und Hinweise zu Wartung sowie Pflege geben.
Ergänzt wird das Angebot durch Fahrradcodierungen am Nachmittag. Diese dienen dazu, Fahrräder eindeutig zu kennzeichnen und im Fall eines Diebstahls eine spätere Zuordnung zu erleichtern. Damit verbindet die Stadt Informationsangebote mit konkreten Serviceleistungen für den Radverkehr.
Der Aktionstag soll zugleich Aufmerksamkeit für den bevorstehenden STADTRADELN-Zeitraum schaffen. Denn wenige Tage später beginnt die eigentliche Kampagne.
Drei Wochen im Zeichen des Fahrrads
Vom 28. Juni bis zum 18. Juli beteiligt sich Karlsruhe erneut an STADTRADELN. Während dieser drei Wochen sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, möglichst viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen und ihre Kilometer zu erfassen.
Das Grundprinzip der Kampagne ist einfach: Teilnehmende schließen sich einem bestehenden Team an oder gründen ein eigenes. Anschließend werden alle gefahrenen Strecken dokumentiert. Ob Arbeitsweg, Schulweg, Einkaufsfahrt oder Freizeittour – jeder Kilometer zählt.
Hinter der Aktion steht das Klima-Bündnis, ein europaweites Netzwerk von Kommunen, das sich für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung engagiert. STADTRADELN verfolgt dabei mehrere Ziele gleichzeitig: Menschen sollen motiviert werden, das Fahrrad häufiger zu nutzen, Kommunen erhalten Hinweise zur tatsächlichen Nutzung ihrer Radinfrastruktur, und die Bedeutung des Radverkehrs im Alltag wird sichtbar gemacht.
Gerade in Städten wie Karlsruhe, die seit Jahren verstärkt in den Ausbau des Radverkehrs investieren, dient die Kampagne auch als Gradmesser dafür, wie stark das Fahrrad bereits im Alltag verankert ist.
Karlsruhe zählt seit Jahren zu den aktiven Kommunen
Die Beteiligung an STADTRADELN hat sich in Karlsruhe in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt. Die Aktion erreicht längst nicht mehr nur eingefleischte Radfahrer. Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Vereine und öffentliche Einrichtungen beteiligen sich regelmäßig mit eigenen Teams.
Dadurch entsteht jedes Jahr ein breites gesellschaftliches Engagement, das weit über den eigentlichen Wettbewerb hinausgeht. Während die einen versuchen, möglichst viele Kilometer zu sammeln, nutzen andere die Aktion als Anlass, erstmals häufiger auf das Fahrrad umzusteigen.
Die Ergebnisse der vergangenen Jahre zeigen, dass STADTRADELN in Karlsruhe eine beachtliche Reichweite entwickelt hat. Mehr als 1,5 Millionen gefahrene Kilometer wurden zuletzt registriert. Mehrere tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten sich an der Kampagne und machten deutlich, welchen Stellenwert der Radverkehr inzwischen besitzt.
Zu den besonders aktiven Gruppen zählen traditionell Bildungseinrichtungen. Hochschulen und Schulen nutzen STADTRADELN häufig, um nachhaltige Mobilität praktisch erlebbar zu machen. Auch zahlreiche Unternehmen integrieren die Aktion inzwischen in ihre betrieblichen Mobilitätskonzepte.
Warum die Aktion weit über einen Wettbewerb hinausgeht
Auf den ersten Blick wirkt STADTRADELN wie ein klassischer Kilometerwettbewerb. Tatsächlich steckt jedoch ein deutlich umfassenderer Ansatz dahinter.
Die Kampagne soll zeigen, wie viele Wege im Alltag ohne Auto möglich sind. Gerade in urbanen Räumen lassen sich zahlreiche Strecken schnell und effizient mit dem Fahrrad zurücklegen. Gleichzeitig rücken Fragen der Verkehrssicherheit, der Infrastruktur und der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum stärker in den Fokus.
Darüber hinaus liefert die Aktion wichtige Erkenntnisse für die kommunale Verkehrsplanung. Wer die Kilometer über die offizielle App erfasst, stellt anonymisierte Bewegungsdaten zur Verfügung. Diese können dabei helfen, stark genutzte Routen zu erkennen oder mögliche Schwachstellen im Radwegenetz sichtbar zu machen.
Für Kommunen sind solche Daten von wachsender Bedeutung. Sie liefern zusätzliche Hinweise darauf, welche Verbindungen besonders häufig genutzt werden und an welchen Stellen Verbesserungen sinnvoll sein könnten.
Radverkehr als Baustein der Mobilitätsstrategie
Karlsruhe verfolgt seit Jahren das Ziel, den Anteil des Radverkehrs weiter zu stärken. Neue Radwege, zusätzliche Abstellmöglichkeiten und eine bessere Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel gehören zu den Maßnahmen, die die Stadt in den vergangenen Jahren vorangetrieben hat.
STADTRADELN ergänzt diese infrastrukturellen Entwicklungen um einen gesellschaftlichen Impuls. Die Aktion macht sichtbar, wie viele Menschen bereits regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind, und schafft zugleich Anreize für diejenigen, die bislang noch überwiegend auf andere Verkehrsmittel setzen.
Gerade im Alltag entscheidet häufig nicht allein die Infrastruktur über die Verkehrsmittelwahl. Gewohnheiten, Komfort und persönliche Erfahrungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Aktionen wie STADTRADELN setzen genau an dieser Stelle an und verbinden praktische Mobilität mit gemeinschaftlichem Engagement.
Anmeldung weiterhin möglich
Wer an STADTRADELN teilnehmen möchte, kann sich weiterhin registrieren. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Teams können neu gegründet oder bestehende Gruppen verstärkt werden.
Auch Einzelpersonen müssen nicht auf eine Teilnahme verzichten. Für sie stehen offene Teams zur Verfügung, sodass jeder ohne organisatorischen Aufwand mitmachen kann.
Während des gesamten Aktionszeitraums werden die gesammelten Kilometer fortlaufend ausgewertet. Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Überblick über die Entwicklung der Kampagne und die Leistungen der einzelnen Teams.
Karlsruhe richtet den Blick auf die kommenden Wochen
Mit dem Radfrühstück auf dem Friedrichsplatz beginnt für Karlsruhe die unmittelbare Vorbereitung auf STADTRADELN 2026. Die Kombination aus Informationsangeboten, kostenfreien Serviceleistungen und öffentlicher Aufmerksamkeit soll möglichst viele Menschen dazu bewegen, in den kommenden Wochen häufiger auf das Fahrrad umzusteigen.
Wenn am 28. Juni der offizielle Startschuss fällt, wird sich erneut zeigen, welche Bedeutung der Radverkehr inzwischen für die Stadt hat. Die vergangenen Jahre haben bereits deutlich gemacht, dass STADTRADELN in Karlsruhe weit mehr ist als ein Wettbewerb um Kilometer. Die Aktion ist zu einem sichtbaren Ausdruck einer Mobilitätsentwicklung geworden, die das Fahrrad zunehmend in den Mittelpunkt des städtischen Alltags rückt.













