Attacke am Hauptbahnhof Afghane greift Zeugen Jehovas in Würzburg mit dem Messer an – Drei verletzte

23. Februar 2026 | 12:29 Uhr |

Am Montagmorgen ist es am Würzburger Hauptbahnhof zu einem Messerangriff gekommen. Ein 35-jähriger Mann griff mehrere Personen in der Eingangshalle an und verletzte drei Männer leicht. Passanten und ein Zivilpolizist überwältigten den Täter, die Polizei nahm ihn fest. Hinweise deuten darauf hin, dass der Verdächtige bereits kurz vor der Tat durch auffälliges Verhalten in der Innenstadt aufgefallen war – die Ermittlungen zu Motiv und Hintergründen laufen.

Würzburg, 23. Februar 2026 – Es ist kurz vor acht Uhr, als sich der morgendliche Pendlerstrom durch die Eingangshalle des Würzburger Hauptbahnhofs schiebt. Reisende eilen zu ihren Zügen, Gespräche vermischen sich mit Lautsprecherdurchsagen. In diesem Moment greift ein Mann zum Messer. Binnen Sekunden wird aus Routine ein Polizeieinsatz.

Der 35-Jährige attackiert mehrere Personen, die im Bahnhofsbereich einen Informationsstand betreiben. Drei Männer – 68, 55 und 51 Jahre alt – geraten in das unmittelbare Geschehen. Nach Angaben der Polizei führt der Angreifer mehrere Stichbewegungen aus. Es kommt zu einem Gerangel. Die Betroffenen erleiden leichte Verletzungen, jedoch keine Schnitt- oder Stichwunden. Wenige Augenblicke später ist der Angriff beendet.

Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof: Der Ablauf

Der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof ereignet sich gegen 7.50 Uhr in der zentralen Halle des Gebäudes. Der Tatverdächtige nähert sich nach bisherigen Erkenntnissen gezielt einem Stand, an dem Mitglieder der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas Gespräche anbieten und Informationsmaterial auslegen. Ohne erkennbare Vorwarnung beginnt er, mit einem Messer auf die dort anwesenden Männer einzustechen beziehungsweise einzuwirken.

Die Situation eskaliert schnell, bleibt jedoch räumlich begrenzt. Umstehende reagieren entschlossen. Mehrere Passanten greifen ein, unter ihnen ein Polizeibeamter in Zivil, der sich zufällig in unmittelbarer Nähe aufhält. Gemeinsam gelingt es ihnen, den Mann zu überwältigen und bis zum Eintreffen weiterer Einsatzkräfte festzuhalten. Der Tatverdächtige wird noch vor Ort vorläufig festgenommen.

Schnelles Eingreifen verhindert Schlimmeres

Dass der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof nicht schwerwiegendere Folgen hatte, dürfte vor allem dem schnellen Eingreifen der Zivilcourage zu verdanken sein. Die Polizei betont, dass mehrere Personen beherzt reagierten und so möglicherweise weitere Verletzungen verhinderten. Kurz darauf treffen Streifen der Landes- und Bundespolizei ein, sichern das Messer und sperren den unmittelbaren Tatort ab.

Der Zugverkehr bleibt nach Angaben der Einsatzkräfte unbeeinträchtigt. Der Bahnhofsbetrieb wird fortgesetzt, nachdem die Gefahrenlage unter Kontrolle ist. Für Reisende bleibt der Vorfall dennoch spürbar: Polizeipräsenz, Absperrungen, Befragungen von Zeugen.

Die Verletzten und ihre Versorgung

Die drei betroffenen Männer werden medizinisch versorgt. Nach aktuellem Stand erleiden sie leichte Verletzungen infolge des Gerangels. Schnitt- oder Stichverletzungen stellen die Ermittler nicht fest. Weitere Personen werden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.

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Die Polizei spricht von einem versuchten Tötungsdelikt. Die zuständige Kriminalpolizei Würzburg übernimmt die Ermittlungen. Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhofsbereich werden gesichert, Zeugen befragt, der Ablauf minutiös rekonstruiert.

Verdächtiger bereits zuvor auffällig

Im Fokus steht nun der 35-jährige Tatverdächtige. Nach Angaben der Ermittler war er kurz vor dem Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof bereits in der Innenstadt aufgefallen. Zeugen berichten von lautstarken Äußerungen. Worum es dabei inhaltlich ging, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei prüft entsprechende Hinweise.

Ob ein politisches, religiöses oder persönliches Motiv hinter dem Angriff steht, ist bislang offen. Die Ermittler betonen, dass derzeit in alle Richtungen ermittelt werde. Auch mögliche psychische Auffälligkeiten des Mannes werden überprüft. Konkrete Angaben zu seinem Hintergrund oder zu Vorbelastungen machen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

Ermittlungen in mehrere Richtungen

  • Auswertung von Videoaufzeichnungen aus dem Bahnhofsgebäude
  • Befragung von Augenzeugen zum Verhalten und zu möglichen Äußerungen des Tatverdächtigen
  • Durchsuchung des Wohnumfelds des 35-Jährigen
  • Prüfung möglicher Vorfälle im Vorfeld des Messerangriffs

Die Staatsanwaltschaft wird prüfen, ob gegen den Mann Haftbefehl erlassen wird. Maßgeblich ist dabei unter anderem die Frage nach dem Tatmotiv sowie nach einer möglichen Gefährdung weiterer Personen.

Erinnerungen an frühere Gewalttaten in Würzburg

Der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof weckt in der Stadt unweigerlich Erinnerungen an frühere Gewalttaten. Im Juni 2021 hatte ein Angreifer in der Würzburger Innenstadt mehrere Menschen mit einem Messer attackiert und drei Frauen getötet. Der damalige Täter wurde später aufgrund einer schweren psychischen Erkrankung in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Auch wenn zwischen beiden Taten kein unmittelbarer Zusammenhang besteht, verdeutlicht der erneute Vorfall, wie sensibel öffentliche Räume wie Bahnhöfe wahrgenommen werden. Hauptbahnhöfe sind Knotenpunkte des Alltags – Orte des Durchgangs, der Mobilität, der Anonymität. Sie stehen zugleich für Offenheit und Verletzlichkeit.

Bahnhöfe als sensible Orte

Bundesweit gelten größere Bahnhöfe als besonders überwachte Bereiche. Videoüberwachung, regelmäßige Streifen und gemeinsame Einsatzkonzepte von Landes- und Bundespolizei gehören zum Standard. Dennoch können spontane Gewalttaten nie vollständig ausgeschlossen werden. Der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof zeigt, wie schnell eine Lage eskalieren kann – und wie entscheidend schnelles Handeln ist.

Reaktionen und Sicherheitslage

Unmittelbar nach dem Vorfall verstärken Polizeikräfte die Präsenz im Bahnhofsbereich. Für viele Reisende bleibt die Situation zunächst unübersichtlich. Absperrbänder, Einsatzfahrzeuge, Ermittler in Schutzwesten prägen das Bild. Offizielle Stellen informieren zeitnah über den Stand der Dinge, um Spekulationen zu vermeiden.

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Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden, insbesondere wenn sie vor oder während des Messerangriffs am Würzburger Hauptbahnhof auffällige Beobachtungen gemacht haben. Jede Information könne helfen, das Tatgeschehen vollständig aufzuklären.

Offene Fragen zum Motiv

Im Zentrum der Ermittlungen steht die Frage nach dem Motiv. Handelte es sich um eine gezielte Attacke gegen die Personen am Informationsstand? Gab es eine persönliche Vorgeschichte? Oder war der Angriff Ausdruck einer spontanen Eskalation? Die Behörden halten sich mit Bewertungen zurück. Solange die Hintergründe nicht zweifelsfrei geklärt sind, vermeiden sie jede Spekulation.

Fest steht: Der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof war kein Zufallsereignis im luftleeren Raum. Er fand an einem stark frequentierten Ort statt, zu einer Zeit, in der viele Menschen unterwegs waren. Dass es bei leichten Verletzungen blieb, erscheint im Rückblick als glücklicher Umstand.

Zwischen Alltag und Ausnahmezustand

Für die Betroffenen und Zeugen dürfte der Vorfall weit über den Moment hinauswirken. Wer am Morgen Zeuge eines Angriffs wird, trägt die Bilder mit sich. Für die Stadt bedeutet der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof erneut eine Phase der Aufarbeitung – nüchtern, faktenbasiert, ohne vorschnelle Schlüsse.

Die Ermittlungen werden in den kommenden Tagen weitere Details ans Licht bringen. Bis dahin bleibt ein Ereignis, das den Berufsverkehr jäh unterbrach und die Frage aufwirft, wie verletzlich selbst vermeintlich vertraute Orte sein können.

Eine Stadt im Modus der Aufklärung

Würzburg reagiert mit Besonnenheit. Polizei und Justiz arbeiten an der Klärung des Geschehens, während der Alltag im Bahnhof weitergeht. Züge fahren, Durchsagen hallen durch die Halle, Reisende eilen zu ihren Gleisen. Der Messerangriff am Würzburger Hauptbahnhof ist aufgearbeitet, aber noch nicht abgeschlossen. Entscheidend wird sein, welche Erkenntnisse die Ermittlungen bringen – und welche Konsequenzen daraus folgen.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.