
In einem Internat in Berlin-Britz ist am Montagmorgen ein Brand ausgebrochen. Bewohner und Auszubildende verließen das Gebäude eigenständig und suchten Schutz in einer benachbarten Turnhalle. Die Berliner Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, Verletzte gab es nach bisherigen Angaben nicht. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Berlin, 23. Februar 2026 – Dichter Rauch über Britz, Sirenen im Minutentakt, Einsatzfahrzeuge in der Paster-Behrens-Straße: Am Montagmorgen ist im Internat eines Berufsbildungswerks im Süden Berlins ein Brand ausgebrochen. Das Feuer entwickelte sich in einer Wohneinheit des Gebäudekomplexes. Binnen kurzer Zeit stand ein Teil des Internats in Flammen.
Als die ersten Notrufe gegen 9.27 Uhr bei der Leitstelle eingingen, war die Lage bereits ernst. Rauch drang aus Fenstern, Flammen waren sichtbar. Die Feuerwehr alarmierte mehrere Löschzüge, Rettungsfahrzeuge und Führungskräfte. Mehr als 60 Einsatzkräfte rückten aus – ein Großaufgebot für einen Brand in einer sozialen Einrichtung.
Brand im Internat in Britz: Bewohner reagieren besonnen
Entscheidend für den glimpflichen Ausgang war das Verhalten der Bewohner. Das Internat in Britz beherbergt junge Menschen mit besonderem Förderbedarf, die dort wohnen und eine berufliche Ausbildung absolvieren. Als Rauch und Feuer bemerkt wurden, verließen sie das Gebäude selbstständig und sammelten sich in der benachbarten Turnhalle auf dem Gelände.
Diese Sporthalle diente als sicherer Sammelpunkt. Dort warteten die Bewohner, betreut von Mitarbeitenden der Einrichtung, bis die Feuerwehr die Lage unter Kontrolle hatte. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Weder Bewohner noch Personal mussten mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Feuerwehr bestätigte später, dass die Selbstrettung reibungslos verlief. Evakuierungswege seien genutzt worden, Panik habe es nicht gegeben. Für Einrichtungen wie ein Internat mit Wohnbetrieb ist das keine Selbstverständlichkeit – sie gelten im Brandfall als besonders sensibel, weil sich viele Menschen gleichzeitig im Gebäude aufhalten.
Großeinsatz der Feuerwehr in Berlin-Neukölln
Das Internat liegt im Ortsteil Britz, der zum Bezirk Neukölln gehört. Entsprechend schnell trafen Einsatzkräfte aus dem gesamten Berliner Süden ein. Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst auf die Brandbekämpfung im betroffenen Gebäudeteil. Parallel wurde das gesamte Internat kontrolliert, um ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Bereiche auszuschließen.
Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz in das Gebäude vor. Von außen wurden Löschmaßnahmen über Drehleitern vorbereitet. Währenddessen sicherten weitere Kräfte das Gelände und überprüften die Turnhalle, in der sich die Bewohner aufhielten. Ziel war es, jegliche Rauchbelastung in diesem Bereich zu verhindern.
Der Brand konnte nach einiger Zeit unter Kontrolle gebracht werden. Anschließend begannen umfangreiche Nachlöscharbeiten. Glutnester mussten aufgespürt, Decken und Wandverkleidungen geöffnet werden. Solche Maßnahmen sind notwendig, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen – gerade in Wohngebäuden mit komplexer Bausubstanz.
Was bislang über die Brandursache bekannt ist
Zur Ursache des Brandes im Internat in Britz gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse. Die Polizei nahm noch am Vormittag Ermittlungen auf. Brandursachenermittler sicherten Spuren im betroffenen Gebäudeteil. Ob ein technischer Defekt, fahrlässiges Verhalten oder eine andere Ursache hinter dem Feuer steckt, ist offen.
Nach derzeitigem Stand liegen keine Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung vor. Dennoch wird der Brandhergang detailliert rekonstruiert. Dazu gehört die Auswertung möglicher Brandmeldeanlagen ebenso wie die Befragung von Bewohnern und Mitarbeitenden.
Für das Berufsbildungswerk steht zunächst die Betreuung der Bewohner im Vordergrund. Einige Zimmer des Internats sind durch Feuer und Rauch beschädigt worden. Ob Teile des Gebäudes vorübergehend unbewohnbar bleiben, muss nach Abschluss der technischen Begutachtung entschieden werden.
Internat als Wohn- und Ausbildungsort
Das betroffene Internat ist Teil eines Berufsbildungswerks, das junge Menschen mit Behinderung oder besonderem Unterstützungsbedarf auf das Berufsleben vorbereitet. Neben Ausbildungsräumen gehören Wohnbereiche, Gemeinschaftsräume und Freizeitangebote zum Konzept. Viele der Bewohner leben während ihrer Ausbildungszeit dauerhaft auf dem Gelände.
Ein Brand in einem solchen Internat stellt besondere Anforderungen an den Brandschutz. Neben baulichen Maßnahmen sind klare Evakuierungspläne und regelmäßige Übungen entscheidend. Nach Angaben aus dem Umfeld der Einrichtung wurden Sammelpunkte und Notfallabläufe eingehalten – ein Faktor, der offenbar maßgeblich dazu beitrug, dass der Brand ohne Verletzte blieb.
Einsatzlage unter Kontrolle – Gebäude wird geprüft
Nachdem das Feuer gelöscht war, begann die Phase der technischen Kontrolle. Fachleute überprüften die Statik des betroffenen Gebäudeteils. Elektrische Anlagen wurden abgeschaltet, Leitungen kontrolliert, Rauchschäden dokumentiert. Solche Prüfungen sind Standard, bevor Bewohner in ein zuvor brandgeschädigtes Internat zurückkehren dürfen.
Die Feuerwehr setzte Hochleistungslüfter ein, um Rauch aus Fluren und Zimmern zu entfernen. Gerade bei Bränden in Wohngebäuden besteht die Gefahr, dass giftige Rauchgase in andere Gebäudeteile ziehen. Eine gründliche Belüftung ist daher unverzichtbar.
Währenddessen blieb der Einsatzbereich weiträumig abgesperrt. Polizeikräfte sicherten die Straße, um den Rettungsverkehr nicht zu behindern. Anwohner beobachteten das Geschehen aus der Distanz. In sozialen Netzwerken kursierten bereits kurz nach Ausbruch des Brandes erste Fotos und Berichte über den Großeinsatz.
Brand in Internat in Britz: Chronologie des Einsatzes
- Gegen 9.27 Uhr gehen erste Notrufe bei der Feuerwehr ein.
- Mehrere Löschzüge rücken in die Paster-Behrens-Straße aus.
- Bewohner des Internats verlassen das Gebäude selbstständig und sammeln sich in der Turnhalle.
- Die Feuerwehr bringt den Brand unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten folgen.
- Polizei nimmt Ermittlungen zur Brandursache auf.
Sicherheit in sozialen Einrichtungen
Brände in sozialen Einrichtungen wie Internaten oder Wohnheimen werfen regelmäßig Fragen nach Prävention und Schutzkonzepten auf. In Berlin gelten für solche Gebäude besondere brandschutzrechtliche Vorgaben. Dazu zählen Brandmeldeanlagen, gekennzeichnete Fluchtwege, regelmäßige Wartungen technischer Anlagen sowie Evakuierungsübungen.
Ob das Internat in Britz baulich oder organisatorisch nachgerüstet werden muss, ist derzeit nicht absehbar. Vertreter der Einrichtung signalisierten jedoch, man werde den Vorfall sorgfältig auswerten und mit Feuerwehr sowie Behörden eng zusammenarbeiten. Ziel sei es, bestehende Sicherheitskonzepte zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Dass bei diesem Brand niemand verletzt wurde, werten Einsatzkräfte als positives Signal. Dennoch bleibt ein solcher Vorfall ein einschneidendes Ereignis für die Bewohner. Für viele von ihnen ist das Internat nicht nur Ausbildungsstätte, sondern Lebensmittelpunkt.
Zwischen Erleichterung und Aufarbeitung
Am Nachmittag war der Einsatz weitgehend beendet. Die Einsatzfahrzeuge verließen nach und nach das Gelände. Zurück blieb ein teilweise beschädigtes Internat – und die Aufgabe, den Alltag neu zu ordnen.
Für die Bewohner bedeutet der Brand in ihrem Internat zunächst Unsicherheit: Wo können sie schlafen, wenn einzelne Zimmer nicht nutzbar sind? Wie geht der Ausbildungsbetrieb weiter? Antworten darauf werden in den kommenden Tagen erwartet. Klar ist: Der reguläre Betrieb wird nur schrittweise wieder aufgenommen werden können.
Ein Ereignis mit Signalwirkung
Der Brand im Internat in Britz zeigt, wie schnell aus einem alltäglichen Morgen ein Großeinsatz werden kann. Zugleich belegt der Vorfall, dass funktionierende Evakuierungspläne Leben schützen können. Die Bewohner reagierten umsichtig, die Feuerwehr handelte koordiniert, die Polizei sicherte die Ermittlungen.
Was das Feuer letztlich ausgelöst hat, müssen die Untersuchungen klären. Bis dahin bleibt der Brand im Internat in Britz ein Beispiel dafür, wie entscheidend Prävention, Struktur und schnelles Handeln im Ernstfall sind. Für die Betroffenen zählt vor allem eines: dass sie den Tag unverletzt überstanden haben.



