
Am Bahnhof von Pfaffenhofen an der Ilm soll ein 30-jähriger Mann eine 42-jährige Frau vergewaltigt und verletzt haben. Die Tat ereignete sich in der Nacht zum Dienstag, nachdem sich beide zuvor in einem Bus und einem Regionalzug begegnet waren. Wenige Tage später nahm die Polizei den Tatverdächtigen in einer Asylunterkunft in Manching fest. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf dauern an.
Pfaffenhofen an der Ilm, 26. Februar 2026 – Der Bahnhof wirkt um diese Uhrzeit verlassen. Fahrradständer, Bahnsteige, das matte Licht der Laternen. In der Nacht zum Dienstag wurde dieser Ort zum Schauplatz einer mutmaßlichen Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen. Eine 42-jährige Frau soll dort von einem Mann angegriffen, misshandelt und vergewaltigt worden sein. Der Tatverdächtige: ein 30-jähriger nigerianischer Staatsbürger, der in einer Asylunterkunft in Manching lebt. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Von Ingolstadt nach Pfaffenhofen: Der Weg zur Tat
Nach bisherigen Erkenntnissen begann der Vorfall bereits in Ingolstadt. Gegen 22.50 Uhr stiegen die Frau und der spätere Tatverdächtige am Rathausplatz in einen Nachtbus der Linie N14. Während der Fahrt soll der Mann die 42-Jährige erstmals sexuell belästigt haben. Beide standen im Bus, die Situation eskalierte offenbar schrittweise. Konkrete Details zum Ablauf nennen die Ermittler aus ermittlungstaktischen Gründen nicht, doch die Schilderungen der Geschädigten zeichnen ein klares Bild zunehmender Übergriffe.
Am Hauptbahnhof Ingolstadt verließen beide den Bus. Kurz darauf bestiegen sie einen Zug in Richtung Pfaffenhofen an der Ilm beziehungsweise München. Zwischen etwa 23.12 Uhr und 0.45 Uhr setzte sich die Fahrt fort – und nach Darstellung der Frau auch die sexuelle Belästigung. Noch im Zug soll der Mann die körperlichen Annäherungen intensiviert haben. Spätestens mit dem Aussteigen in Pfaffenhofen erreichte die Situation ihren dramatischen Höhepunkt.
Gewalt am Fahrradabstellplatz
Nach Mitternacht, am Bahnhof Pfaffenhofen, verlagerte sich das Geschehen in den Bereich der Fahrradabstellplätze. Dort soll der Mann die Frau angegriffen, geschlagen und vergewaltigt haben. Die 42-Jährige gab an, sie habe sich schließlich leblos gestellt, um weiteren Angriffen zu entgehen. Erst daraufhin habe der Täter von ihr abgelassen und sei geflüchtet.
Die Frau konnte wenig später einen vorbeifahrenden Autofahrer auf sich aufmerksam machen. Dieser alarmierte umgehend die Polizei. Rettungskräfte versorgten das Opfer medizinisch. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden erlitt die Frau leichte körperliche Verletzungen. Über mögliche psychische Folgen äußerten sich die Behörden nicht, doch bei Sexualdelikten gehören weiterführende Betreuungsangebote regelmäßig zum Standard.
Ermittlungen nach der Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen
Die Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt übernahm die Ermittlungen zur mutmaßlichen Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen. Unterstützt wurde sie vom Bayerischen Landeskriminalamt. Von Beginn an konzentrierten sich die Beamten auf eine lückenlose Rekonstruktion der Wege: Bus, Hauptbahnhof Ingolstadt, Regionalzug, schließlich der Tatort am Bahnhof Pfaffenhofen.
Überwachungskameras spielten dabei eine zentrale Rolle. Bilder aus dem öffentlichen Raum, Aufnahmen aus dem Zug und Hinweise aus dem Umfeld führten die Ermittler schließlich zu einem 30-jährigen Mann. Er lebt in einer Asylunterkunft in Manching. Am Mittwoch nahmen Einsatzkräfte ihn dort fest. Einen Tag später ordnete ein Ermittlungsrichter auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt Untersuchungshaft an.
Die Vorwürfe gegen den Tatverdächtigen
Dem Beschuldigten werden mehrere Straftaten vorgeworfen:
- Vergewaltigung
- Körperverletzung
- Diebstahl von Gegenständen aus der Handtasche des Opfers
Die Staatsanwaltschaft leitete ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ein. Der Mann gilt bislang als Tatverdächtiger. Ein rechtskräftiges Urteil liegt nicht vor, die Unschuldsvermutung gilt. Ob und wann Anklage erhoben wird, hängt vom Fortgang der Ermittlungen und der Beweislage ab.
Zeugenaufruf und Täterbeschreibung
Unmittelbar nach der mutmaßlichen Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen veröffentlichten die Behörden eine detaillierte Täterbeschreibung und baten die Bevölkerung um Hinweise. Gesucht wurden insbesondere Personen, die sich am späten Montagabend am Rathausplatz in Ingolstadt, im Nachtbus der Linie N14 oder im Regionalzug Richtung Pfaffenhofen aufgehalten hatten.
Nach Angaben der Polizei trug der Mann zur Tatzeit einen weißen Hoodie mit dunklem Aufdruck, eine Jeansjacke, eine schwarze Jogginghose, weiße Turnschuhe sowie ein grau-oranges Baseball-Cap. Solche Details sind für Ermittler wichtig, um Bewegungen zuzuordnen und mögliche weitere Zeugen zu identifizieren.
Auch Beobachtungen im Bereich des Bahnhofs Pfaffenhofen sind weiterhin von Interesse. Die Polizei prüft, ob sich weitere Personen in unmittelbarer Nähe des Tatortes aufhielten und bislang noch nicht vernommen wurden. Gerade bei Sexualdelikten im öffentlichen Raum hängt die Beweissicherung oft von zeitnahen Zeugenaussagen ab.
Bahnhof als Tatort – Sicherheit im öffentlichen Raum
Der Bahnhof ist ein Ort des Kommens und Gehens, tagsüber belebt, nachts oft menschenleer. Die mutmaßliche Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen lenkt den Blick erneut auf die Frage nach Sicherheit im öffentlichen Raum. Konkrete Hinweise auf strukturelle Sicherheitsmängel nannten die Behörden bislang nicht. Dennoch werden im Zuge solcher Taten regelmäßig Beleuchtung, Videoüberwachung und Präsenz von Sicherheitspersonal überprüft.
Für die Ermittler steht jedoch zunächst der konkrete Einzelfall im Mittelpunkt. Entscheidend ist die gerichtsfeste Aufarbeitung der Tat: Spurensicherung, Auswertung digitaler Aufnahmen, Vernehmungen, forensische Gutachten. Erst wenn diese Schritte abgeschlossen sind, lässt sich die Beweislage abschließend bewerten.
Untersuchungshaft und weitere Verfahrensschritte
Die Anordnung der Untersuchungshaft deutet auf einen dringenden Tatverdacht hin. Zudem prüft das Gericht bei solchen Entscheidungen Flucht- oder Verdunkelungsgefahr. Der 30-Jährige befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt. Von dort aus wird er dem weiteren Verfahren zugeführt.
Ob der Beschuldigte sich zu den Vorwürfen eingelassen hat, teilten die Behörden nicht mit. Ebenso wenig wurden Details zu möglichen Vorstrafen oder zum Aufenthaltsstatus veröffentlicht. Solche Angaben sind Teil der laufenden Ermittlungen und unterliegen datenschutz- sowie verfahrensrechtlichen Grenzen.
Das Opfer im Zentrum
Bei aller juristischen Einordnung bleibt die 42-jährige Frau die zentrale Figur dieses Geschehens. Nach dem Übergriff am Bahnhof Pfaffenhofen suchte sie Hilfe und erstattete Anzeige. Dass sie nach eigenen Angaben in der Extremsituation versuchte, sich durch regungsloses Verhalten zu schützen, verdeutlicht die Dynamik solcher Gewalttaten.
Sexualdelikte gehören zu den schwerwiegendsten Straftaten im Strafgesetzbuch. Neben körperlichen Verletzungen hinterlassen sie häufig langfristige psychische Spuren. Die Strafverfolgung ist daher nicht nur eine juristische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe. Unterstützungsangebote, Opferhilfeeinrichtungen und spezialisierte Beratungsstellen stehen Betroffenen in solchen Fällen zur Seite.
Ein Fall mit regionaler Wirkung
Pfaffenhofen an der Ilm ist eine Kreisstadt in Oberbayern, rund 50 Kilometer nördlich von München. Gewalttaten wie diese sind dort seltene Ereignisse. Entsprechend groß ist die öffentliche Aufmerksamkeit. Zugleich mahnen Polizei und Staatsanwaltschaft zu Sachlichkeit: Maßgeblich sind die Ergebnisse der Ermittlungen, nicht Spekulationen.
Die mutmaßliche Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen wird nun die Justiz beschäftigen. In den kommenden Wochen werden weitere Beweise ausgewertet, Zeugen erneut befragt, Gutachten erstellt. Erst danach entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob Anklage erhoben wird und ein Gerichtsprozess folgt.
Was jetzt entscheidend ist
Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Für die Strafverfolgungsbehörden steht im Vordergrund, den Tathergang lückenlos zu rekonstruieren und die Beweislage gerichtsfest zu sichern. Für die Öffentlichkeit bleibt die Frage, wie es zu der mutmaßlichen Vergewaltigung am Bahnhof Pfaffenhofen kommen konnte – und welche Lehren daraus zu ziehen sind.
Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung gilt die Unschuldsvermutung. Zugleich zeigt der Fall, wie rasch aus einer alltäglichen Begegnung im öffentlichen Nahverkehr eine schwere Straftat werden kann. Der Bahnhof Pfaffenhofen ist inzwischen wieder ein Ort des Durchgangs. Doch die juristische Aufarbeitung dieses Falls steht erst am Anfang.



