Das Duell kehrt zurück Mayweather vs. Pacquiao 2: Rematch am 19. September 2026 in Las Vegas bestätigt

24. Februar 2026 | 06:58 Uhr |

Las Vegas erlebt die Neuauflage eines der größten Boxereignisse der vergangenen Jahrzehnte. Floyd Mayweather und Manny Pacquiao steigen am 19. September 2026 erneut in den Ring. Mehr als elf Jahre nach ihrem ersten Aufeinandertreffen wird der Rückkampf im Sphere ausgetragen und weltweit über Netflix übertragen – ein sportliches wie mediales Großereignis mit Signalwirkung für den Profiboxsport.

Las Vegas, 24. Februar 2026 – Es ist eine jener Ankündigungen, die selbst in einem an Superlativen gewöhnten Geschäft noch einmal für spürbare Bewegung sorgen. Floyd Mayweather Jr. und Manny Pacquiao, zwei Namen, die den Profiboxsport der 2000er- und 2010er-Jahre geprägt haben wie kaum andere, treffen am 19. September 2026 erneut aufeinander. Der Ort ist bewusst gewählt: das Sphere in Las Vegas, ein technologisch aufgerüstetes Symbol moderner Eventkultur. Die Übertragung übernimmt Netflix – weltweit, live.

Das Rematch Mayweather vs. Pacquiao kommt mehr als elf Jahre nach jenem Kampf, der im Mai 2015 als „Fight of the Century“ vermarktet wurde. Damals gewann Mayweather durch einstimmige Punktentscheidung. Sportlich blieb der Abend hinter den Erwartungen vieler Beobachter zurück, ökonomisch jedoch setzte er Maßstäbe. Nun folgt die zweite Begegnung – unter völlig anderen Vorzeichen, aber mit denselben Protagonisten.

Mayweather vs. Pacquiao: Die Rückkehr zweier Ausnahmeathleten

Floyd Mayweather beendete seine offizielle Profikarriere 2017 mit einer makellosen Bilanz von 50 Siegen ohne Niederlage. Seitdem trat er mehrfach in Exhibition-Kämpfen an, inszenierte Showevents, pflegte sein Image als ungeschlagener Champion. Der Rückkampf gegen Manny Pacquiao markiert nun die formale Rückkehr in den Profiring. Damit steht nicht nur ein weiterer Eintrag im Kampfrekord auf dem Spiel, sondern auch die Bewahrung eines sportlichen Vermächtnisses.

Manny Pacquiao wiederum hatte 2021 seinen Rücktritt erklärt, kehrte jedoch im Sommer 2025 überraschend zurück. Im Juli desselben Jahres boxte er gegen WBC-Weltmeister Mario Barrios und erreichte ein mehrheitliches Unentschieden. Für viele Beobachter war das Ergebnis mehr als eine Randnotiz: Es belegte, dass Pacquiao auch jenseits der sportlichen Hochphase noch konkurrenzfähig sein kann. Im April 2026 plant er zudem einen weiteren Kampf gegen Ruslan Provodnikov. Der Weg zum Rematch ist also sportlich eingebettet – nicht bloß inszeniert.

Der erste Kampf 2015 – sportlich umstritten, wirtschaftlich historisch

Das erste Duell zwischen Mayweather und Pacquiao fand am 2. Mai 2015 in der MGM Grand Garden Arena in Las Vegas statt. Wochenlang war der Kampf vorbereitet, jahrelang hatte man auf ihn gewartet. Als er schließlich stattfand, dominierte Mayweather taktisch, kontrollierte die Distanz, punktete mit Präzision. Die Punktrichter entschieden einstimmig zu seinen Gunsten.

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Doch der sportliche Ertrag blieb Gegenstand kontroverser Debatten. Pacquiao verwies nach dem Kampf auf eine Schulterverletzung, die seine Schlagfrequenz eingeschränkt habe. Unabhängig davon wurde das Event zu einem der finanziell erfolgreichsten Kämpfe der Boxgeschichte – ein Maßstab für Pay-per-View-Einnahmen und globale Aufmerksamkeit. Mayweather vs. Pacquiao war nicht nur ein Kampf, sondern ein wirtschaftliches Phänomen.

Austragungsort Sphere: Inszenierung auf neuem Niveau

Die Wahl des Sphere in Las Vegas ist kein Zufall. Das Veranstaltungszentrum steht für eine neue Dimension audiovisueller Präsentation. Großflächige LED-Technik, immersive Projektionen, eine Arenaarchitektur, die mehr an ein Hightech-Theater erinnert als an eine klassische Sporthalle – all das bildet den Rahmen für das Rematch Mayweather vs. Pacquiao.

Mit dieser Entscheidung verschiebt sich der Fokus erkennbar: Der Kampf ist Sportereignis und Medieninszenierung zugleich. Während frühere Mega-Fights vor allem auf Pay-per-View-Strukturen setzten, übernimmt diesmal Netflix die weltweite Ausstrahlung. Der Streamingdienst hat sein Engagement im Live-Sport zuletzt ausgebaut; das Duell zweier Boxlegenden ist dabei ein Prestigeprojekt.

Netflix und der Profiboxsport

Die Übertragung über Netflix verändert die Distributionslogik. Statt klassischer Pay-per-View-Modelle setzt man auf eine globale Streamingplattform mit bestehender Abonnentenbasis. Für den Profiboxsport bedeutet das eine neue Reichweite, möglicherweise auch eine andere Zuschauerstruktur. Mayweather vs. Pacquiao 2 wird so nicht nur als Rematch, sondern als Experiment in der Medienökonomie wahrgenommen.

  • Datum: 19. September 2026
  • Ort: Sphere, Las Vegas
  • Übertragung: weltweit live über Netflix
  • Erster Kampf: 2. Mai 2015, Sieg Mayweather nach Punkten

Alter, Erfahrung, Erwartung

Floyd Mayweather ist 48 Jahre alt, Manny Pacquiao 47. Zahlen, die im Schwergewicht unspektakulär wirken mögen, im Weltergewicht jedoch eine andere Bedeutung haben. Die physische Dynamik, die Explosivität, das Reaktionsvermögen – all das verändert sich mit den Jahren. Zugleich bringen beide Athleten eine Erfahrung mit, die in keiner Trainingshalle der Welt zu simulieren ist.

Mayweather steht für defensive Perfektion, für Ringintelligenz und strategische Kontrolle. Pacquiao verkörpert Aggressivität, Schlagvolumen und unorthodoxe Bewegungsmuster. Diese stilistische Gegenüberstellung war schon 2015 das zentrale Narrativ – und sie ist es erneut. Das Rematch Mayweather vs. Pacquiao lebt von dieser Kontrastierung.

Vermächtnis und Motivation

Für Mayweather geht es um die Bewahrung einer ungeschlagenen Karriere. Jeder zusätzliche Profikampf birgt ein Risiko – auch für einen Boxer, der über Jahre hinweg kaum klare Treffer zuließ. Für Pacquiao eröffnet sich die Möglichkeit, das Kapitel von 2015 neu zu schreiben. Ein Sieg würde die historische Bewertung ihrer Rivalität verschieben; eine Niederlage würde die bestehende Ordnung bestätigen.

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Beide Seiten betonen die Bedeutung des Kampfes für die Fans und für den Sport. Gleichzeitig ist offenkundig, dass ein Event dieser Größenordnung nur zustande kommt, wenn wirtschaftliche, mediale und organisatorische Faktoren ineinandergreifen. Mayweather vs. Pacquiao ist längst mehr als ein sportlicher Vergleich – es ist eine Marke.

Die ökonomische Dimension eines Rematch

Schon der erste Kampf war ein Lehrstück in Sachen Vermarktung. Sponsorenverträge, internationale Medienrechte, globale Werbekampagnen – all das begleitete das Event 2015. Mit dem Rematch unter dem Dach von Netflix verschiebt sich die Gewichtung: Streaming, digitale Reichweite, Plattformbindung. Der Profiboxsport steht damit exemplarisch für eine Branche im Wandel.

Die Wahl von Las Vegas als Austragungsort bleibt dennoch ein Konstantenfaktor. Die Stadt gilt weiterhin als Epizentrum großer Boxveranstaltungen. Mit dem Sphere erhält sie nun eine Arena, die technologische Innovation mit sportlicher Tradition verbindet. Mayweather vs. Pacquiao 2 ist somit auch ein Statement über die Zukunft des Event-Boxens.

Zwischen Nostalgie und Gegenwart

Der Reiz des Rematch speist sich aus mehreren Quellen. Da ist die Erinnerung an 2015, an die monatelange Erwartungshaltung. Da ist die anhaltende Popularität beider Boxer, deren Namen weltweit Bekanntheit genießen. Und da ist die Frage, wie sich zwei Athleten mit jahrzehntelanger Karriere unter heutigen Bedingungen präsentieren.

Im Zentrum steht jedoch weiterhin der sportliche Vergleich. Trotz aller medialen Inszenierung bleibt Boxen ein Zweikampf. Zwei Männer, zwölf Runden, klare Regeln. Die Rahmenbedingungen mögen sich verändert haben – die Essenz bleibt.

Ein Kampf, der über den Ring hinausweist

Das Rematch Mayweather vs. Pacquiao ist mehr als eine nostalgische Neuauflage. Es zeigt, wie sehr sich der Profiboxsport zwischen Tradition und Digitalisierung bewegt. Zwei Ikonen ihrer Generation betreten noch einmal die Bühne – in einer Arena, die sinnbildlich für eine neue Ära steht, übertragen über eine Plattform, die klassische Sportübertragungen neu definiert.

Ob der Kampf sportlich jene Intensität erreicht, die sich viele erhoffen, wird sich erst am 19. September 2026 entscheiden. Sicher ist bereits jetzt: Die Neuauflage von Mayweather vs. Pacquiao wird weltweit verfolgt werden – als Duell zweier Legenden, als wirtschaftliches Großereignis und als Prüfstein für die Zukunft des Boxens.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.