Großangelegte Suche nach zwei Jungen Vermisste Kinder in Barßel: Polizei sucht im Landkreis Cloppenburg nach zwei Jungen auf dem Weg zum Fußballtraining

24. Februar 2026 | 13:21 Uhr |

Barßel, 24. Februar 2026Im niedersächsischen Barßel sind zwei Jungen im Alter von neun und zehn Jahren verschwunden. Die Kinder wollten am Montagnachmittag zum Fußballtraining gehen und kamen dort nie an. Die Polizei im Landkreis Cloppenburg sucht seither mit einem Großaufgebot nach den Vermissten – bislang ohne Ergebnis. Hinweise auf eine Straftat liegen nach Behördenangaben derzeit nicht vor, die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.

Es ist ein Weg von kaum einem Kilometer. Ein gewöhnlicher Trainingsnachmittag. Zwei Cousins, wie so oft gemeinsam unterwegs. Doch am späten Montagnachmittag endet die Routine abrupt. Die vermissten Kinder aus Barßel erreichen die Sporthalle nicht. Seitdem fehlt von ihnen jede Spur.

Vermisste Kinder in Barßel: Letztes Lebenszeichen am Montagnachmittag

Amir Rezayi (9) und sein zehnjähriger Cousin Nawid Rezayi verließen gegen 16.30 Uhr eine Wohngruppe in Barßel, um zum Fußballtraining zu gehen. Der Weg zur Halle ist überschaubar, vertraut, häufig gegangen. Doch die Jungen kamen nicht an. Als sie auch nach Trainingsbeginn nicht erschienen, begannen Mitarbeitende der Einrichtung, selbst nach ihnen zu suchen. Erst als klar wurde, dass die Kinder nirgends auffindbar waren, wurde am Abend die Polizei alarmiert.

Seitdem bestimmt ein Begriff die Lage in der Gemeinde: vermisste Kinder. Die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta reagierte mit einem umfangreichen Einsatz. Mehrere Streifenwagen durchkämmten Wohngebiete, Feldwege und angrenzende Straßenzüge. Ein Polizeihubschrauber kreiste über Barßel und den Ortsteil Barßelermoor. Auch in der Nacht setzten die Einsatzkräfte ihre Suche fort.

Großaufgebot der Polizei im Landkreis Cloppenburg

Die Polizei spricht von einer großangelegten Suchaktion. Neben regulären Streifen waren spezialisierte Kräfte eingebunden. Spürhunde kamen zum Einsatz, um mögliche Fährten aufzunehmen. Die Ermittlungen übernahm inzwischen der Kriminal- und Ermittlungsdienst.

Nach Angaben der Behörden wird „in alle Richtungen“ ermittelt. Das ist eine Formulierung, die in frühen Phasen von Vermisstenfällen üblich ist – sie signalisiert Offenheit, aber auch das Fehlen konkreter Anhaltspunkte. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen gebe es derzeit nicht, heißt es von Polizeisprechern. Gleichwohl bleibt das Verschwinden der beiden Jungen ungeklärt.

Beschreibung der vermissten Jungen

Um die Suche nach den vermissten Kindern zu unterstützen, veröffentlichte die Polizei detaillierte Personenbeschreibungen. Sie sollen helfen, mögliche Sichtungen einzuordnen und Hinweise präzise zu prüfen.

Amir Rezayi (9 Jahre)

  • Braune Augen, kurze braune Haare
  • Silberne oder graue Jacke
  • Gelbe Warnweste
  • Blaues oder rotes Trikot
  • Dunkelblaue Regenhose
  • Lange Fußballsocken
  • Schwarze oder rote Sneaker
  • Turnbeutel bei sich
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Nawid Rezayi (10 Jahre)

  • Braune Augen, kurze braune Haare
  • Schwarze lange Hose
  • Dunkelblaue Regenhose
  • Schwarzer Pullover
  • Dunkelgraue Winterjacke
  • Gelbe Warnweste

Die auffälligen Warnwesten könnten ein zentrales Merkmal sein. Wer am Montagnachmittag oder Abend zwei entsprechend gekleidete Jungen gesehen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Ermittlungen ohne konkreten Hinweis

Was geschah auf dem Weg zur Sporthalle? Diese Frage treibt die Ermittler um – und mit ihnen die Gemeinde. Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse darüber, ob die Kinder ihren üblichen Weg einschlugen oder diesen verließen. Auch zu möglichen Sichtungen liegen nach Polizeiangaben keine belastbaren Informationen vor.

Die vermissten Kinder lebten in einer Wohngruppe. Nach bisherigen Erkenntnissen gab es im Vorfeld keine Hinweise auf Konflikte oder ein geplantes Weglaufen. Die Jungen gelten nicht als typische Ausreißer. Gerade deshalb wiegt ihr plötzliches Verschwinden schwer.

Die Polizei prüft systematisch alle eingehenden Hinweise. Dazu gehören auch Beobachtungen aus dem näheren Umfeld, aus dem Straßenverkehr oder aus angrenzenden Gemeinden. Jeder Anruf, jede Meldung wird dokumentiert und bewertet. Bislang führte keine Spur zum Aufenthaltsort der Jungen.

Suchmaßnahmen rund um Barßel und Barßelermoor

Die Region um Barßel ist geprägt von Wohngebieten, landwirtschaftlichen Flächen und Wasserläufen. Suchmaßnahmen in solchem Gelände sind aufwendig. Neben der klassischen Streifentätigkeit spielen Luftaufklärung und Hundestaffeln eine wichtige Rolle. Der Einsatz eines Polizeihubschraubers unterstreicht die Dringlichkeit der Lage.

Auch zivile Kräfte sind unterwegs, um unauffällig mögliche Hinweise aufzunehmen. Die Koordination liegt bei erfahrenen Ermittlern, die Vermisstenfälle routiniert bearbeiten. Dennoch bleibt jeder Fall individuell – besonders, wenn es um vermisste Kinder geht.

Öffentlichkeit als entscheidender Faktor

In Vermisstenfällen ist die Mithilfe der Bevölkerung oft entscheidend. Die Polizei im Landkreis Cloppenburg setzt daher auf breite Unterstützung. Medienberichte, Social-Media-Veröffentlichungen und behördliche Mitteilungen sollen die Reichweite erhöhen und mögliche Zeugen erreichen.

Wer die beiden Jungen gesehen hat oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen kann, soll sich unverzüglich bei der Polizei melden. Dabei kommt es nicht darauf an, ob eine Beobachtung sicher oder nur vage erscheint. Auch vermeintlich nebensächliche Details können in der Gesamtschau Bedeutung gewinnen.

Belastungsprobe für Angehörige und Gemeinde

Für die Angehörigen und die Mitarbeitenden der Wohngruppe sind es Stunden der Ungewissheit. Jeder Anruf, jede neue Information könnte eine Wende bringen. Auch in Barßel selbst ist die Verunsicherung spürbar. Wenn vermisste Kinder im Mittelpunkt stehen, verschiebt sich der Fokus einer Gemeinde abrupt.

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Eltern fragen sich, wie sicher die alltäglichen Wege ihrer Kinder sind. Nachbarn halten Ausschau, tauschen Beobachtungen aus. Das Verschwinden der beiden Jungen wirkt weit über den engeren Kreis hinaus.

Vermisstenfall ohne erkennbare Spur

Bis zum jetzigen Zeitpunkt fehlt jede konkrete Spur, die den Ermittlern eine klare Richtung vorgibt. Keine gesicherte Sichtung, kein bestätigter Aufenthaltsort, kein Hinweis auf ein Fahrzeug oder eine Begleitperson. Der Begriff „vermisste Kinder“ beschreibt nüchtern, was die Lage ausmacht: Zwei Jungen sind nicht auffindbar, obwohl sie sich in einem überschaubaren Umfeld bewegten.

Die Ermittlungen werden mit Hochdruck fortgesetzt. Dazu gehört die Auswertung möglicher technischer Hinweise ebenso wie die erneute Überprüfung bekannter Wege und Orte. Die Polizei betont, dass sie alle verfügbaren Ressourcen einsetzt.

Ein Fall mit vielen offenen Fragen

Warum erreichten die Jungen ihr Ziel nicht? Haben sie den Weg verlassen? Gab es eine spontane Entscheidung, die sie von der geplanten Route abbrachte? Derzeit bleibt all das Spekulation – und Spekulationen vermeiden die Ermittler bewusst. Maßgeblich sind allein überprüfbare Fakten.

Fakt ist: Zwei vermisste Kinder aus Barßel werden seit Montagnachmittag gesucht. Fakt ist auch: Hinweise auf ein Verbrechen liegen bislang nicht vor. Und ebenso klar ist: Die Suche dauert an.

Hoffen auf einen entscheidenden Hinweis

Mit jedem weiteren Tag steigt der Druck, Klarheit zu gewinnen. Die Polizei im Landkreis Cloppenburg setzt ihre Maßnahmen fort, prüft neue Hinweise und hält die Öffentlichkeit informiert. Die Gemeinde Barßel wartet auf Nachrichten, die Entlastung bringen.

In Fällen wie diesem entscheidet oft ein einzelner Hinweis über den Fortgang der Ermittlungen. Ein Augenzeuge, der sich erinnert. Eine Beobachtung, die zunächst unwichtig schien. Bis dahin bleibt die Lage von Unsicherheit geprägt – und von der Hoffnung, dass die vermissten Kinder bald wohlbehalten gefunden werden.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.