Geehrt in Baden-Baden Deutschland hat einen neuen Sportler des Jahres 2025

22. Dezember 2025 | 07:20 Uhr |

Bild: Erik van Leeuwen, attribution: Erik van Leeuwen (bron: Wikipedia)., GFDL, via Wikimedia Commons

Baden-Baden, 22. Dezember 2025 – Wenn sich das Kurhaus mit festlichem Licht füllt, Champagnergläser leise klirren und der rote Teppich zum Treffpunkt der Sportnation wird, dann ist es wieder so weit. Baden-Baden wird für einen Abend zum Zentrum des deutschen Sports. Die Wahl der Sportler des Jahres 2025 bündelt Erfolge, Emotionen und Erinnerungen – und setzt zugleich Maßstäbe für das, was sportliche Exzellenz in diesem Land bedeutet.

Seit Jahrzehnten gilt die Veranstaltung als Gradmesser eines Sportjahres. Nicht Einschaltquoten oder Social-Media-Reichweiten entscheiden hier, sondern das Urteil der Fachwelt. Mehrere Hundert Sportjournalistinnen und Sportjournalisten aus ganz Deutschland haben abgestimmt – und damit ein Jahr bewertet, das von Weltmeistertiteln, internationaler Anerkennung und bemerkenswerter Konstanz geprägt war. Die Ergebnisse der Wahl spiegeln nicht nur Medaillen wider, sondern auch Haltung, Entwicklung und Strahlkraft.

Sportler des Jahres 2025: Ein Jahr der klaren Entscheidungen

Die Wahl zum Sportler des Jahres 2025 brachte in allen Hauptkategorien deutliche Signale. In einem Jahr ohne große Kontroversen, aber mit außergewöhnlichen Leistungen, setzten sich Athletinnen und Athleten durch, deren Erfolge international Bestand haben. Die Ehrungen für Leo Neugebauer, Franziska Preuß und die deutsche Basketball-Nationalmannschaft markieren Höhepunkte eines Sportjahres, das in seiner Breite und Qualität bemerkenswert war.

Die Gala selbst blieb dabei bewusst zurückhaltend. Keine Effekthascherei, keine überzogenen Inszenierungen. Stattdessen lag der Fokus auf den sportlichen Leistungen, auf den Geschichten hinter den Erfolgen – und auf der gemeinsamen Würdigung eines Jahres, das viele Disziplinen geprägt hat.

Leo Neugebauer – Sportler des Jahres 2025 und Gesicht der Leichtathletik

Mit 2.343 Punkten gewann Leo Neugebauer die Wahl zum Sportler des Jahres 2025 so deutlich wie kaum ein anderer Athlet in den vergangenen Jahren. Der Zehnkämpfer steht exemplarisch für eine Disziplin, die Vielseitigkeit, Disziplin und mentale Stärke verlangt. Neugebauer hat diese Eigenschaften im Jahr 2025 in einer Konsequenz gezeigt, die ihn an die Spitze der internationalen Leichtathletik führte.

Sein Weltmeistertitel im Zehnkampf bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio war der sportliche Höhepunkt einer Saison, die bereits zuvor von Stabilität und Präzision geprägt war. Nach seiner olympischen Silbermedaille im Jahr 2024 bestätigte Neugebauer seine Ausnahmestellung und ließ keinen Zweifel daran, dass er zur absoluten Weltelite gehört. In einem Wettbewerb, der zehn Disziplinen umfasst und kaum Raum für Schwächen lässt, überzeugte er durch Konstanz und taktische Reife.

In der Abstimmung verwies Neugebauer den Schwimm-Weltmeister Florian Wellbrock und den Radprofi Florian Lipowitz deutlich auf die Plätze. Die Entscheidung der Sportjournalistinnen und Sportjournalisten fiel dabei nicht allein wegen einzelner Wettkämpfe, sondern aufgrund der Gesamterscheinung eines Athleten, der über Monate hinweg Leistung auf höchstem Niveau abrief.

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Der Titel Sportler des Jahres 2025 ist für Neugebauer mehr als eine persönliche Auszeichnung. Er steht auch für die Renaissance der deutschen Leichtathletik, die sich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt wieder an die internationale Spitze herangearbeitet hat.

Franziska Preuß – Sportlerin des Jahres 2025 nach einer Saison der Konstanz

Die Wahl zur Sportlerin des Jahres 2025 entschied Franziska Preuß für sich – knapp, aber verdient. Mit 1.748 Punkten setzte sich die Biathletin gegen starke Konkurrenz durch und krönte ein Jahr, das sportlich wie mental außergewöhnlich fordernd war. Preuß überzeugte nicht durch einzelne Glanzmomente, sondern durch eine Saison, die von Stabilität, Präzision und Nervenstärke geprägt war.

Bei der Biathlon-Weltmeisterschaft gewann sie mehrere Medaillen, darunter Gold in der Verfolgung, sowie weitere Podestplätze in Einzelrennen. Hinzu kam der Gesamtsieg im Weltcup, eine Auszeichnung, die nur Athletinnen erreichen, die über den gesamten Winter hinweg konstant auf höchstem Niveau performen. In einer Sportart, in der Wind, Schnee und Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden können, ist diese Konstanz besonders hoch zu bewerten.

Dass Preuß bei der Gala in Baden-Baden nicht persönlich anwesend sein konnte, verlieh ihrer Auszeichnung eine zusätzliche Note. Während im Kurhaus applaudiert wurde, stand sie zeitgleich im französischen Annecy im Weltcup-Massenstart am Start. Ihre per Liveschalte übermittelte Dankesbotschaft wirkte ruhig, reflektiert und betont sachlich – ganz im Stil einer Athletin, die ihre Karriere stets über das Rampenlicht gestellt hat.

Der Titel Sportlerin des Jahres 2025 würdigt damit nicht nur Medaillen, sondern auch die Professionalität und Ausdauer einer Sportlerin, die über Jahre hinweg zur festen Größe im internationalen Biathlon geworden ist.

Mannschaft des Jahres 2025 – Basketball-Nationalteam setzt Maßstäbe

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft wurde zur Mannschaft des Jahres 2025 gewählt und bestätigte damit ihren außergewöhnlichen Status im deutschen Sport. Nach dem Weltmeistertitel und dem Gewinn der Europameisterschaft setzte das Team seine Erfolgsgeschichte fort und etablierte sich endgültig als internationale Spitzenmannschaft.

Die Auszeichnung ist Ausdruck einer Entwicklung, die über Jahre hinweg aufgebaut wurde: klare Rollenverteilungen, taktische Disziplin und ein starkes Mannschaftsgefüge. Angeführt von Kapitän Dennis Schröder überzeugte das Team nicht nur durch individuelle Klasse, sondern vor allem durch Geschlossenheit. In der Abstimmung ließ die Mannschaft andere erfolgreiche Teams deutlich hinter sich.

Die Anreise zur Gala geriet dabei fast zur Randnotiz einer intensiven Saison. Erst wenige Minuten vor der Ehrung traf das Team in Baden-Baden ein – ein logistischer Kraftakt, der sinnbildlich für ein Jahr stand, in dem sportliche Verpflichtungen stets Vorrang hatten.

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Mit dem Titel Mannschaft des Jahres 2025 wird der Basketball in Deutschland endgültig als eine der prägenden Teamsportarten etabliert. Die Wahl dokumentiert den Wandel von einer Randsportart zu einem sportlichen Aushängeschild.

Inklusion im Fokus: Premiere bei den Special Olympics

Erstmals wurde im Rahmen der Wahl der Sportler des Jahres auch ein Special-Olympics-Titel vergeben. Die 18-jährige Shorttrackerin Sophie Dziadek erhielt die Auszeichnung für ihre Leistungen bei den Special Olympics World Winter Games 2025 in Turin. Dort gewann sie Gold über 333 Meter und Silber über 500 Meter.

Die Ehrung markiert einen wichtigen Schritt in der öffentlichen Wahrnehmung des inklusiven Sports. Sie erweitert den Blick auf Leistung und Erfolg – und macht sichtbar, dass sportliche Exzellenz viele Gesichter hat. Die Aufnahme dieser Kategorie in die traditionsreiche Veranstaltung wurde im Kurhaus mit langem Applaus aufgenommen.

Besondere Würdigungen und stille Momente

Neben den Hauptpreisen bot der Abend Raum für Rückblicke und Anerkennung. Der langjährige Tischtennis-Nationalspieler Timo Boll wurde für sein sportliches Lebenswerk geehrt. Seine Karriere, geprägt von internationalem Respekt und sportlicher Fairness, wurde von vielen Gästen als beispielhaft hervorgehoben.

Zu den stillen Momenten der Gala zählte das Gedenken an die verstorbene Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier. Ohne große Worte, aber mit spürbarer Anteilnahme erinnerte die Veranstaltung an eine Athletin, die den deutschen Wintersport nachhaltig geprägt hat.

Warum der Titel Sportler des Jahres 2025 mehr ist als eine Auszeichnung

Die Wahl der Sportler des Jahres 2025 ist mehr als ein Rückblick auf Medaillen und Platzierungen. Sie ist ein Stimmungsbild des deutschen Sports, gezeichnet von Fachleuten, die Leistungen über das gesamte Jahr hinweg bewerten. Die Ergebnisse zeigen, welche Disziplinen prägen, welche Persönlichkeiten tragen – und welche Werte zählen.

Mit Leo Neugebauer, Franziska Preuß und der Basketball-Nationalmannschaft wurden Athleten ausgezeichnet, die für Beständigkeit, internationale Klasse und professionelle Haltung stehen. Die Premiere der Special-Olympics-Kategorie erweitert diesen Blick und unterstreicht den Anspruch, sportliche Leistung in all ihren Facetten sichtbar zu machen.

Baden-Baden bleibt damit nicht nur Austragungsort einer Gala, sondern Symbol für die kontinuierliche Selbstvergewisserung des deutschen Sports. Ein Abend, der nicht laut sein muss, um Wirkung zu entfalten – und der den Sportler des Jahres 2025 in einen größeren Zusammenhang stellt: als Ausdruck eines leistungsfähigen, vielfältigen und zukunftsorientierten Sportsystems.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.