Ein Wahrzeichen im Nordschwarzwald unter Druck
Der 40 Meter hohe Aussichtsturm Hohe Warte, 2002 errichtet und seitdem ein beliebtes Ausflugsziel, ist ein wichtiger Anziehungspunkt für Wanderer und Naturfreunde. Von seiner Plattform aus bietet er einen Panoramablick über den Schwarzwald bis hin zu den Vogesen. Bereits in der Vergangenheit musste der Turm mehrfach wegen Sicherheitsbedenken gesperrt werden – doch das nun vorliegende Gutachten zeigt erstmals das volle Ausmaß der Schäden.
Gutachten zeigt tiefgreifende Schäden
Die Untersuchung von Fachingenieuren offenbarte massive Mängel an der Holzkonstruktion. Pilzbefall und Fäulnis haben tragende Verbindungen so stark geschwächt, dass die Standsicherheit des Aussichtsturms Hohe Warte nicht mehr gewährleistet ist. Besonders kritisch sei, dass die Schäden nicht nur oberflächlich, sondern tief in die tragenden Strukturen vorgedrungen sind. Experten warnten, dass es im schlimmsten Fall zu Verformungen oder sogar zu einem Einsturz kommen könnte.
„Die Sicherheit unserer Besucher hat oberste Priorität. Eine Öffnung des Turmes ist unter den aktuellen Bedingungen nicht zu verantworten“, erklärte die Stadtverwaltung Pforzheim.
Sanierung oder Abriss? Die schwierige Entscheidung
Ursprünglich war die Stadt von kleineren Reparaturen ausgegangen, doch die Gutachter stellten klar: Eine einfache Instandsetzung reicht nicht mehr aus. Der Sanierungsaufwand ist deutlich höher als erwartet. Nun müssen Ingenieure und Fachfirmen klären, ob eine umfassende Sanierung wirtschaftlich tragbar ist oder ob ein Abriss die einzige Lösung bleibt. Besucher und Anwohner müssen sich darauf einstellen, dass der Aussichtsturm Hohe Warte für längere Zeit nicht zugänglich sein wird.Die Bedeutung für die Region
Der Aussichtsturm Hohe Warte liegt zwischen Unterreichenbach und Hohenwart im nördlichen Schwarzwald. Seit seiner Eröffnung war er ein Magnet für Touristen, Wandergruppen und Einheimische. Mit seiner Höhe ist er der zweithöchste Aussichtsturm im Nordschwarzwald und gilt als Wahrzeichen der Region. Die Sperrung trifft daher nicht nur Ausflügler, sondern auch die lokale Wirtschaft, die von den Besuchern profitiert.Mögliche Szenarien für die Zukunft
- Umfassende Sanierung: Erhalt der bestehenden Struktur durch den Austausch tragender Holzelemente. Hoher Kostenaufwand und lange Dauer.
- Teilweiser Rückbau: Abtragen der gefährdeten Bereiche und Neuaufbau mit stabileren Materialien.
- Kompletter Abriss: Abriss des Turmes und eventueller Neubau mit moderner Konstruktion.













