
CARACAS / MOSKAU / PEKING, 05. Januar 2026 – In den frühen Stunden des Wochenendes wurde Venezuela Schauplatz einer militärischen Operation, die die internationale Ordnung erschüttert hat. Während in Caracas Unsicherheit und politische Lähmung herrschen, formiert sich auf der Weltbühne entschiedener Widerstand. Russland und China reagieren mit scharfer Kritik auf das Vorgehen der Vereinigten Staaten – und sprechen von einem gefährlichen Bruch des Völkerrechts.
Der US-Angriff auf Venezuela und die anschließende Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro haben weltweit diplomatische Reaktionen ausgelöst. Washington begründet das militärische Vorgehen mit strafrechtlichen Vorwürfen gegen Maduro, der inzwischen in den Vereinigten Staaten vor Gericht steht. Moskau und Peking hingegen werten die Operation als illegitime Machtdemonstration, die die Souveränität eines Staates missachte und internationale Regeln außer Kraft setze. Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen prallen diese Positionen nun offen aufeinander.
US-Angriff auf Venezuela als geopolitischer Wendepunkt
Der US-Angriff auf Venezuela markiert einen Einschnitt in den ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Washington und Caracas. Nach Angaben der US-Regierung war die militärische Operation präzise geplant und zielte darauf ab, den venezolanischen Staatschef festzunehmen und einer strafrechtlichen Verfolgung zuzuführen. Mehrere militärische Einheiten waren beteiligt, der Einsatz erstreckte sich über mehrere Stunden.
Die venezolanische Regierung wurde faktisch handlungsunfähig. Staatsinstitutionen reagierten mit Notmaßnahmen, während Sicherheitskräfte versuchten, die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. In der Bevölkerung überwogen Verunsicherung und Angst, begleitet von vereinzelten Protesten gegen die US-Intervention.
International löste der US-Angriff auf Venezuela sofortige Reaktionen aus. Besonders Russland und China positionierten sich frühzeitig und eindeutig gegen Washingtons Vorgehen.
Russland spricht von bewaffneter Aggression
Russland verurteilte den US-Angriff auf Venezuela in ungewöhnlich scharfen Worten. Aus Sicht Moskaus handelt es sich um eine bewaffnete Aggression gegen einen souveränen Staat, die weder durch internationales Recht noch durch ein Mandat der Vereinten Nationen gedeckt sei. Die russische Regierung betonte, dass die Anwendung militärischer Gewalt zur Durchsetzung politischer oder juristischer Ziele einen gefährlichen Präzedenzfall darstelle.
In offiziellen Stellungnahmen warnte Moskau davor, dass der US-Angriff auf Venezuela langfristige Folgen für die internationale Sicherheitsordnung haben könne. Die Missachtung der territorialen Integrität eines Staates untergrabe zentrale Prinzipien der Nachkriegsordnung und schwäche multilaterale Institutionen.
Russische Diplomaten forderten den UN-Sicherheitsrat auf, sich klar zu positionieren und den Einsatz zu verurteilen. Schweigen oder Untätigkeit, so die Argumentation, würden die Schwelle für weitere einseitige Militäraktionen senken.
China fordert Freilassung und Deeskalation
Auch China reagierte mit deutlicher Kritik auf den US-Angriff auf Venezuela. Peking sprach von einem klaren Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen und stellte die Rechtmäßigkeit der militärischen Aktion grundsätzlich infrage. Die chinesische Regierung forderte die Vereinigten Staaten auf, die persönliche Sicherheit von Nicolás Maduro und seiner Ehefrau zu gewährleisten und beide unverzüglich freizulassen.
China betonte, dass innere Angelegenheiten eines Staates nicht durch militärische Mittel von außen geregelt werden dürften. Gewalt schaffe keine Stabilität, sondern vertiefe politische und gesellschaftliche Gräben. Der US-Angriff auf Venezuela sei daher nicht nur ein regionales Problem, sondern eine Herausforderung für das gesamte internationale System.
Peking unterstrich zudem seine wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Venezuela. Als wichtiger Partner, insbesondere im Energiesektor, sieht sich China in der Verantwortung, die staatliche Souveränität und politische Unabhängigkeit des Landes zu verteidigen.
Debatte im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen
Der US-Angriff auf Venezuela rückte die Vereinten Nationen rasch in den Mittelpunkt der internationalen Auseinandersetzung. Auf Antrag Venezuelas und mit Unterstützung Russlands und Chinas trat der Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung zusammen. Die Beratungen offenbarten tiefe Gräben zwischen den ständigen Mitgliedern.
Während die Vereinigten Staaten ihr Vorgehen als rechtmäßige Maßnahme zur Durchsetzung von Recht und Ordnung darstellten, widersprachen Russland und China entschieden. Sie verwiesen auf das Gewaltverbot der UN-Charta und warnten vor einer Erosion des Völkerrechts.
Eine einheitliche Resolution zeichnete sich zunächst nicht ab. Die Sitzung endete ohne verbindliches Ergebnis, doch weitere Beratungen wurden angekündigt. Diplomaten sprechen von schwierigen Verhandlungen, bei denen grundlegende Fragen der internationalen Ordnung verhandelt werden.
Völkerrechtliche Einordnung des US-Angriffs auf Venezuela
Der US-Angriff auf Venezuela hat eine intensive Debatte über die Grenzen militärischer Gewalt ausgelöst. Völkerrechtler betonen, dass militärische Einsätze gegen souveräne Staaten grundsätzlich eines Mandats des Sicherheitsrates bedürfen oder der Selbstverteidigung dienen müssen. Beides wird im vorliegenden Fall von Kritikern bestritten.
Russland und China argumentieren, dass strafrechtliche Vorwürfe gegen einen amtierenden Präsidenten kein Recht auf militärische Intervention begründen. Die Festnahme Maduros auf fremdem Staatsgebiet stelle eine Verletzung staatlicher Immunität dar und widerspreche etablierten diplomatischen Gepflogenheiten.
Die Vereinigten Staaten hingegen verweisen auf nationale Rechtsgrundlagen und die Schwere der erhobenen Vorwürfe. Diese Argumentation stößt international jedoch auf Skepsis und Widerstand.
Internationale Reaktionen jenseits der Großmächte
Auch über Russland und China hinaus stieß der US-Angriff auf Venezuela auf gemischte Reaktionen. Mehrere Staaten Lateinamerikas äußerten Sorge über die Stabilität der Region und warnten vor einer weiteren Eskalation. Sie forderten Dialog und politische Lösungen unter Einbindung internationaler Organisationen.
Europäische Regierungen reagierten zurückhaltender, betonten jedoch die Bedeutung des Völkerrechts und multilateraler Verfahren. Der militärische Alleingang Washingtons werde mit Blick auf die internationale Ordnung kritisch gesehen.
Zugleich verwiesen einige Staaten auf die innenpolitische Lage Venezuelas und die langjährige politische Krise. Dennoch überwog die Auffassung, dass militärische Interventionen keine nachhaltige Lösung darstellen.
Proteste und gesellschaftliche Reaktionen
Der US-Angriff auf Venezuela löste auch auf zivilgesellschaftlicher Ebene Reaktionen aus. In mehreren europäischen Städten kam es zu Demonstrationen gegen militärische Interventionen und für die Wahrung des Völkerrechts. Die Proteste spiegeln eine wachsende Skepsis gegenüber militärischer Machtpolitik wider.
In Venezuela selbst blieb die Lage angespannt. Öffentliche Versammlungen wurden teils eingeschränkt, während politische Gruppierungen die Ereignisse unterschiedlich bewerteten. Die Unsicherheit über die künftige politische Führung verstärkte die Nervosität in der Bevölkerung.
Machtvakuum und politische Übergangsphase in Caracas
Nach der Festnahme Nicolás Maduros übernahmen Übergangsgremien die Verwaltung zentraler Staatsfunktionen. Eine Interimspräsidentin wurde benannt, die den US-Angriff auf Venezuela scharf verurteilte und die sofortige Freilassung des Präsidenten forderte. Sie sprach von einer Verletzung der nationalen Souveränität und lehnte eine Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten ab.
Die politische Übergangsphase ist von Unsicherheit geprägt. Verwaltungsabläufe funktionieren nur eingeschränkt, internationale Kontakte werden neu bewertet. Die wirtschaftliche Lage des Landes bleibt angespannt, nicht zuletzt aufgrund bestehender Sanktionen und der aktuellen politischen Instabilität.
Geopolitische Folgen über Lateinamerika hinaus
Der US-Angriff auf Venezuela wird von Beobachtern als Signal für eine härtere Gangart Washingtons gewertet. Russland und China sehen darin eine Bestätigung ihrer Warnungen vor einer zunehmend unilateral ausgerichteten Außenpolitik der Vereinigten Staaten. Die Ereignisse könnten bestehende geopolitische Spannungen weiter verschärfen.
Insbesondere im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen drohen neue Blockaden. Die Frage, wie mit militärischen Interventionen ohne UN-Mandat umzugehen ist, dürfte die internationale Diplomatie in den kommenden Monaten intensiv beschäftigen.
Eine internationale Ordnung unter Druck
Der US-Angriff auf Venezuela und die entschiedene Verurteilung durch Russland und China verdeutlichen, wie fragil die internationale Ordnung geworden ist. Zwischen Machtansprüchen, rechtlichen Grauzonen und geopolitischen Interessen geraten etablierte Regeln zunehmend ins Wanken. Ob es der internationalen Gemeinschaft gelingt, aus der Eskalation einen neuen Konsens über die Grenzen militärischer Gewalt zu entwickeln, bleibt offen. Sicher ist nur: Der Konflikt um Venezuela reicht weit über die Landesgrenzen hinaus und wird die Weltpolitik noch lange beschäftigen.