Tödlicher Zusammenstoß B173 bei Selbitz: Polizist stirbt bei Frontal-Crash zwischen Naila und Selbitz

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Januar 01, 2026

Selbitz/Naila, 10. Februar 2022 – Blaulicht spiegelt sich auf nassem Asphalt, Motoren sind verstummt, die Bundesstraße liegt still. Zwischen Selbitz und Naila endet am frühen Morgen eine Fahrt abrupt – und für einen Menschen endgültig. Was als gewöhnlicher Weg durch Oberfranken begann, wird binnen Sekunden zu einem tödlichen Verkehrsunfall.

Ein Frontalzusammenstoß auf der Bundesstraße 173 im Landkreis Hof hat am Donnerstagmorgen ein Todesopfer gefordert. Ein 55-jähriger Polizist kam bei dem Unfall ums Leben, nachdem sein Pkw aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten war und mit einem entgegenkommenden Kleintransporter kollidierte. Trotz des schnellen Einsatzes von Rettungskräften erlag der Mann wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich gegen 6.50 Uhr auf dem Streckenabschnitt zwischen Selbitz und Naila, einer vielbefahrenen Verbindung im Norden Bayerns. Die Wucht des Zusammenpralls war enorm. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt, Trümmerteile verteilten sich über die Fahrbahn. Für den 55-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Frontal-Crash auf der Bundesstraße 173: Der bekannte Ablauf, die offene Ursache

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war der Mann mit seinem Kleinwagen in Richtung Naila unterwegs, als er auf gerader Strecke nach links in den Gegenverkehr geriet. Dort prallte sein Fahrzeug frontal mit einem Kleintransporter zusammen, der von einer 51-jährigen Frau gesteuert wurde. Warum der Pkw von der Fahrspur abkam, ist bislang nicht geklärt.

Die Fahrerin des Kleintransporters erlitt einen schweren Schock, blieb aber körperlich unverletzt. Sie wurde vor Ort medizinisch betreut. Beide Fahrzeuge waren nach dem Unfall nicht mehr fahrbereit. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt.

Die Polizei Oberfranken leitete noch am Unfallort umfangreiche Ermittlungen ein. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein unabhängiger Gutachter hinzugezogen, der die Spurenlage dokumentierte und den Unfallhergang rekonstruieren soll. Ergebnisse liegen bislang nicht vor.

Großeinsatz der Rettungskräfte in den Morgenstunden

Unmittelbar nach dem Zusammenstoß wurden Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei alarmiert. Einsatzkräfte aus Selbitz und umliegenden Gemeinden rückten aus, um die Unfallstelle abzusichern, Verletzte zu versorgen und die Fahrzeuge zu bergen. Für den 55-jährigen Polizisten begann ein Wettlauf gegen die Zeit.

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Der Mann wurde aus seinem Fahrzeug befreit und unter laufenden Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht. Dort verstarb er kurze Zeit später. Die Nachricht vom Tod des Beamten verbreitete sich noch am Vormittag – und löste Betroffenheit aus, weit über den unmittelbaren Unfallort hinaus.

Die Bundesstraße 173 musste für rund dreieinhalb Stunden vollständig gesperrt werden. Der Verkehr wurde weiträumig umgeleitet, es kam zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr.

Die Bundesstraße 173: Verkehrsader mit hohem Risiko

Die Bundesstraße 173 zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen im nördlichen Oberfranken. Sie verbindet kleinere Städte wie Selbitz und Naila mit dem Raum Hof und stellt eine zentrale Pendlerstrecke dar. Täglich nutzen zahlreiche Berufstätige, Lieferfahrzeuge und Lastwagen diese Route.

Gerade in den frühen Morgenstunden ist das Verkehrsaufkommen hoch. Hinzu kommen Faktoren wie Dunkelheit, tiefstehende Sonne oder wechselnde Witterungsverhältnisse. Frontalkollisionen gehören auf solchen Landstraßen zu den gefährlichsten Unfallarten – oft mit schwersten oder tödlichen Folgen.

Unfallschwerpunkte und bekannte Gefahren

  • Hoher Pendlerverkehr zu Berufsverkehrszeiten
  • Lange, gerade Strecken mit Gegenverkehr
  • Begrenzte Ausweichmöglichkeiten bei Fahrfehlern
  • Erhöhtes Risiko bei Müdigkeit oder Unaufmerksamkeit

Immer wieder kommt es auf der Bundesstraße 173 zu schweren Verkehrsunfällen. Jeder einzelne wirft Fragen nach Prävention, Verkehrsführung und Sicherheit auf – auch wenn die Ursachen im konkreten Fall noch ungeklärt sind.

Ein Polizist stirbt – Betroffenheit über den Einzelfall hinaus

Dass bei dem Frontal-Crash ein Polizist ums Leben kam, verleiht dem Unfall eine zusätzliche Dimension. Der Mann war nach Angaben aus Polizeikreisen nicht im Dienst, sondern privat unterwegs. Dennoch ist der Tod eines Beamten ein Ereignis, das innerhalb der Polizei besondere Betroffenheit auslöst.

Kolleginnen und Kollegen gedachten des Verstorbenen still. In einer kurzen Stellungnahme hieß es, man sei „tief betroffen über den tragischen Verlust“ und spreche den Angehörigen das Mitgefühl aus. Weitere Details zur Person wurden nicht veröffentlicht.

Zwischen Alltag und Ausnahmezustand

Verkehrsunfälle wie dieser markieren die fragile Grenze zwischen Normalität und Katastrophe. Was für die meisten Verkehrsteilnehmer ein routinierter Weg zur Arbeit ist, kann sich innerhalb von Sekunden dramatisch verändern. Die Einsatzkräfte erleben diese Brüche regelmäßig – für Angehörige bleiben sie oft lebenslang.

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Auch Anwohner entlang der Strecke zeigten sich erschüttert. Viele berichten von häufigen Unfällen, von riskanten Überholmanövern und von der Sorge, selbst eines Tages in eine solche Situation zu geraten.

Ermittlungen laufen – Antworten stehen noch aus

Die genaue Unfallursache ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Ob medizinische Gründe, ein technischer Defekt oder ein momentanes Fehlverhalten zum Abkommen von der Fahrbahn führten, ist derzeit offen. Die Polizei betont, dass Spekulationen fehl am Platz seien.

Der hinzugezogene Gutachter wertet Spuren, Fahrzeugpositionen und mögliche Bremsspuren aus. Erst nach Abschluss dieser Analyse kann der Unfallhergang abschließend bewertet werden. Bis dahin bleibt der Frontal-Crash auf der Bundesstraße 173 ein tragisches Ereignis mit offenen Fragen.

Wenn eine Straße zur Zäsur wird

Die Bundesstraße 173 ist nach dem Unfall längst wieder für den Verkehr freigegeben. Autos rollen, Lastwagen passieren den Abschnitt, der Alltag hat zurückgefunden. Doch für die Hinterbliebenen des 55-jährigen Polizisten wird nichts mehr sein wie zuvor.

Der tödliche Frontalzusammenstoß zwischen Selbitz und Naila reiht sich ein in eine Serie schwerer Verkehrsunfälle auf bayerischen Bundesstraßen. Jeder von ihnen mahnt zur Vorsicht – und erinnert daran, wie schnell ein gewöhnlicher Morgen in eine Tragödie münden kann.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.