
Bergamo, 16. Februar 2026. Der italienische Nachwuchsradprofi Francesco Mazzoleni ist am Sonntagnachmittag bei einer Trainingsfahrt in der Lombardei von einem Auto erfasst worden und noch am Unfallort gestorben. Der 18-Jährige galt als vielversprechendes Talent im italienischen Radsport. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen, während Teamkollegen, Verbände und Weggefährten um den jungen Athleten trauern.
Es war eine Trainingsrunde auf vertrauten Straßen – eine Ausfahrt, wie sie für junge Leistungssportler zum Alltag gehört. Gegen 14.30 Uhr kam es nahe der Gemeinde Barzana, nördlich von Bergamo, zu dem folgenschweren Zusammenstoß. Francesco Mazzoleni, Radprofi im Nachwuchsbereich des GoodShop Team Yoyogurt, wurde von einem entgegenkommenden Fahrzeug erfasst. Wenig später war klar: Der 18-Jährige hat keine Chance mehr.
Ein Trainingsunfall mit tödlichen Folgen
Der Unfall ereignete sich auf einer Landstraße, wie sie in Norditalien von Radsportlern häufig genutzt wird. Mazzoleni war nach Angaben seines Teams allein unterwegs, als es zur Kollision kam. Das Auto, das ihm entgegenfuhr, stieß frontal mit dem jungen Fahrer zusammen. Details zur exakten Unfallursache werden derzeit von den zuständigen Behörden geprüft.
Rettungskräfte trafen rasch am Ort des Geschehens ein. Sanitäter versuchten, den schwer verletzten Radprofi zu stabilisieren. Doch die Verletzungen waren so gravierend, dass jede Hilfe zu spät kam. Francesco Mazzoleni starb noch an der Unfallstelle – nur wenige Kilometer von seinem Trainingsumfeld entfernt.
Ermittlungen laufen – Fahrer negativ auf Alkohol getestet
Die Polizei leitete unmittelbar nach dem Vorfall Ermittlungen ein. Sowohl das Fahrrad des 18-Jährigen als auch das beteiligte Fahrzeug wurden sichergestellt, um den Hergang zu rekonstruieren. Der Fahrer des Autos, ein etwa 30-jähriger Mann, wurde auf Alkohol am Steuer überprüft. Nach bisherigen Angaben fiel der Test negativ aus.
Untersuchungen zur Geschwindigkeit, zur Einhaltung der Verkehrsregeln und möglichen weiteren Einflussfaktoren dauern an. Ob es sich um einen Moment der Unachtsamkeit, eine Fehleinschätzung oder andere Ursachen handelte, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Offizielle Ergebnisse stehen noch aus.
Francesco Mazzoleni – Ein Talent des italienischen Radsports
Mit dem Tod von Francesco Mazzoleni verliert der italienische Radsport einen jungen Athleten, der am Beginn seiner Laufbahn stand. Der 18-jährige Radprofi war Teil des GoodShop Team Yoyogurt, eines Nachwuchsteams, das junge Fahrer im Übergang vom Jugend- in den Elitebereich begleitet. Innerhalb der Mannschaft galt Mazzoleni als engagiert, ehrgeizig und diszipliniert – Eigenschaften, die im leistungsorientierten Radsport unverzichtbar sind.
Für viele Nachwuchsfahrer bedeutet der Schritt in ein solches Team den ersten ernsthaften Zugang zum professionellen Umfeld: strukturierte Trainingspläne, Wettkampfeinsätze, sportwissenschaftliche Betreuung. Auch Mazzoleni bewegte sich in diesem System – mit klarer Perspektive auf weitere sportliche Entwicklung.
Reaktionen des Teams
Das GoodShop Team Yoyogurt veröffentlichte am Sonntag eine Stellungnahme in den sozialen Netzwerken. Darin heißt es, es sei ein „sehr trauriger Sonntag“ für die gesamte Mannschaft. Der Verein würdigte Mazzoleni als leidenschaftlichen Sportler, der auf den Straßen trainierte, die er kannte und liebte.
Besonders hervorgehoben wurden sein Lächeln, seine Entschlossenheit und sein Einsatz im Training. „Du bist und wirst immer einer von uns sein“, schrieb das Team. In diesen Worten spiegelt sich die enge Bindung innerhalb kleiner Nachwuchsmannschaften, in denen Trainer, Betreuer und Fahrer oft über Jahre zusammenarbeiten.
Trainingsfahrten auf öffentlichen Straßen – ein strukturelles Risiko
Der tödliche Trainingsunfall von Francesco Mazzoleni lenkt den Blick erneut auf ein Problem, das den Radsport seit Jahrzehnten begleitet: das Training im öffentlichen Straßenverkehr. Anders als viele andere Sportarten sind Radprofis und Nachwuchsfahrer auf asphaltierte Straßen angewiesen – dort, wo sie sich den Raum mit Autos, Lastwagen und Motorrädern teilen.
Gerade in Italien, einem Land mit großer Radsporttradition, gehören Trainingsfahrten auf Landstraßen zum Alltag. Die Strecken rund um Bergamo, in der Lombardei und in anderen Regionen bieten anspruchsvolle Profile und verkehrsarme Abschnitte. Doch selbst vermeintlich ruhige Straßen bergen Risiken.
Wiederkehrende Debatten über Sicherheit
- Radsportverbände fordern seit Jahren mehr Sensibilisierung im Straßenverkehr.
- Diskutiert werden ausgewiesene Trainingskorridore oder zeitlich begrenzte Sperrungen bestimmter Strecken.
- Immer wieder kommt es zu schweren oder tödlichen Unfällen bei Trainingsfahrten.
Nach ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit wurden Forderungen nach verbesserten Infrastrukturen laut. Dazu zählen breitere Seitenstreifen, klar markierte Radspuren oder strengere Kontrollen bei riskantem Überholen. Die Umsetzung solcher Maßnahmen ist jedoch komplex – sie erfordert Abstimmungen zwischen Kommunen, Regionen und staatlichen Stellen.
Der Fall Francesco Mazzoleni wird diese Diskussion erneut befeuern. Denn wenn ein 18-jähriger Radprofi bei einer Trainingsfahrt ums Leben kommt, betrifft das nicht nur eine Familie oder ein Team – es berührt die Grundfrage, wie sicher Leistungssport im öffentlichen Raum sein kann.
Betroffenheit in der Radsportgemeinschaft
Die Nachricht vom Tod des jungen Radprofis verbreitete sich binnen Stunden über soziale Medien und Fachportale. Fahrer anderer Teams, ehemalige Trainer und lokale Vereine äußerten ihre Anteilnahme. Auch außerhalb Italiens wurde der tödliche Trainingsunfall registriert – als weiterer schmerzhafter Hinweis auf die Verwundbarkeit von Radsportlern im Straßenverkehr.
Im Nachwuchsbereich sind die Bindungen oft besonders eng. Trainingslager, gemeinsame Wettkämpfe, lange Autofahrten zu Rennen – all das schafft Nähe. Entsprechend groß ist die emotionale Erschütterung, wenn ein so junger Sportler plötzlich fehlt.
Ein Schock für Familie und Umfeld
Für die Familie von Francesco Mazzoleni bedeutet der Unfall einen unermesslichen Verlust. Angehörige verlieren nicht nur einen Sohn oder Bruder, sondern auch die Perspektive, die mit seiner sportlichen Entwicklung verbunden war. Der Radsport war für den 18-Jährigen mehr als Freizeitbeschäftigung – er war Teil seiner Identität.
Im Umfeld des Teams wird nun über Formen des Gedenkens beraten. Nachwuchsmannschaften reagieren in solchen Situationen häufig mit Schweigeminuten vor Rennen oder mit Gedenkfahrten. Offizielle Ankündigungen dazu stehen noch aus.
Der Tod eines 18-jährigen Radprofis als Mahnung
Der tödliche Trainingsunfall nahe Bergamo zeigt die Zerbrechlichkeit sportlicher Karrieren. Francesco Mazzoleni stand am Beginn eines Weges, den viele junge Athleten träumen: Schritt für Schritt in Richtung Profikarriere. Stattdessen endet seine Laufbahn abrupt – auf einer Landstraße, im Rahmen einer routinemäßigen Trainingseinheit.
Im Leistungssport ist Risiko ein ständiger Begleiter. Im Radsport kommt ein weiteres Element hinzu: die Abhängigkeit vom öffentlichen Verkehrsraum. Anders als auf abgesperrten Rennstrecken oder in Hallen lassen sich äußere Faktoren nicht vollständig kontrollieren. Jeder Trainingskilometer ist auch eine Begegnung mit anderen Verkehrsteilnehmern.
Zwischen Leidenschaft und Gefährdung
Radfahren ist in Italien tief verwurzelt – kulturell, historisch, emotional. Namen großer Champions prägen das kollektive Gedächtnis. Nachwuchsfahrer wie Francesco Mazzoleni wachsen in diesem Umfeld auf, mit Vorbildern, die sie antreiben. Sie trainieren früh, investieren Zeit, Disziplin und Verzicht.
Der tödliche Unfall macht schmerzhaft deutlich, dass selbst junge, durchtrainierte Sportler den Risiken des Straßenverkehrs ausgesetzt sind. Technische Ausrüstung, Helme und Trainingsplanung können viel leisten – absolute Sicherheit bieten sie nicht.
Ein offenes Kapitel
Die Ermittlungen der Behörden werden klären müssen, wie es zu dem Zusammenstoß kam. Erst dann wird sich zeigen, ob individuelle Fehler, strukturelle Defizite oder unglückliche Umstände zum Unfall führten. Bis dahin bleibt der Tod des 18-jährigen Radprofis Francesco Mazzoleni ein tiefer Einschnitt – für seine Familie, sein Team und den italienischen Radsport.
Zurück bleibt die Erinnerung an einen jungen Athleten, dessen Karriere gerade erst begonnen hatte. Und die drängende Frage, wie Trainingsfahrten sicherer gestaltet werden können, damit aus Leidenschaft für den Sport nicht erneut eine Tragödie wird.



