Nach einem schweren Unfall auf der A3 bei Passau ist eine 13-Jährige gestorben. Vier weitere Menschen wurden schwer verletzt, als ein BMW von der Fahrbahn abkam und eine Böschung hinunterstürzte. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht nun ein grauer Porsche 911, dessen Fahrer von der Polizei gesucht wird.

Passau, 15. Juli 2026. Der tödliche Unfall auf der A3 beschäftigt Polizei und Gutachter weiter. Am Dienstagabend war ein mit fünf Menschen besetzter BMW auf Höhe der Anschlussstelle Passau-Süd in Fahrtrichtung Österreich von der Autobahn abgekommen. Das Fahrzeug fuhr eine Böschung hinunter und wurde dabei schwer beschädigt.

Eine 13-jährige Insassin erlitt tödliche Verletzungen. Sie starb noch an der Unfallstelle. Der 35 Jahre alte Fahrer und drei weitere Menschen im Wagen wurden schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Über ihren aktuellen Gesundheitszustand liegen keine näheren Angaben vor.

Warum der BMW die Fahrbahn verließ, ist bislang ungeklärt. Die Ermittler prüfen nun, was sich in den Sekunden vor dem Unfall auf der A3 ereignete. Eine wichtige Rolle könnte dabei ein grauer Porsche 911 spielen, der sich zur selben Zeit in dem betreffenden Autobahnabschnitt aufgehalten haben soll.

Polizei sucht grauen Porsche 911 nach Unfall auf der A3

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der Porsche nach dem Unfall in Richtung Österreich weiter. Weil eine Beteiligung zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, leitete die Polizei noch am Abend eine größere Suche ein. Neben zusätzlichen Einsatzkräften wurde auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Ob der Sportwagen tatsächlich in den Unfall auf der A3 verwickelt war, ist offen. Es gibt bislang keine bestätigten Hinweise auf einen Zusammenstoß zwischen dem Porsche und dem BMW. Auch ein Abdrängen, Schneiden oder anderes riskantes Fahrmanöver ist nicht belegt.

Der Fahrer des Porsche gilt daher nach dem veröffentlichten Ermittlungsstand nicht als feststehender Unfallverursacher. Die Polizei will vielmehr klären, ob er das Geschehen beobachtet hat, selbst beteiligt war oder Angaben zur Fahrt des BMW unmittelbar vor dem Unfall machen kann.

Nach den ersten Informationen soll der gesuchte Porsche keine sichtbaren unfallbedingten Schäden aufgewiesen haben. Das spricht gegen eine nachgewiesene direkte Kollision, schließt eine andere Form der Beteiligung jedoch nicht aus.

Das ist über den A3-Unfall bislang bekannt

Zeitpunkt Dienstag, 14. Juli 2026, gegen 18.45 Uhr
Unfallort A3 auf Höhe der Anschlussstelle Passau-Süd in Fahrtrichtung Österreich
Fahrzeug BMW mit insgesamt fünf Insassen
Folgen Eine 13-Jährige starb, vier Menschen wurden schwer verletzt
Gesuchtes Fahrzeug Grauer Porsche 911
Ermittlungsstand Unfallursache und mögliche Rolle des Porsche sind ungeklärt

Gutachter untersucht Spuren auf der A3

Für die Rekonstruktion des Unfalls wurde ein unfallanalytischer Gutachter eingeschaltet. Seine Aufgabe ist es, den Weg des BMW, die Spuren auf der Fahrbahn und mögliche Bewegungen anderer Fahrzeuge auszuwerten.

Im Zentrum steht die Frage, weshalb der Wagen von der Autobahn abkam. Denkbar sind grundsätzlich verschiedene Ursachen, doch zu keiner davon hat die Polizei bislang konkrete Angaben gemacht. Weder ein technischer Defekt noch ein Fahrfehler oder ein Einfluss durch ein anderes Fahrzeug sind derzeit bestätigt.

Gesichert ist nur der äußere Ablauf: Der BMW verließ auf der A3 die Fahrbahn, fuhr eine Böschung hinunter und kam dort schwer beschädigt zum Stehen. Alles Weitere ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Österreich während der Rettungsarbeiten, der Spurensicherung und der Bergung vollständig gesperrt. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit zahlreichen Kräften im Einsatz.

Vier weitere Insassen schwer verletzt

Neben der 13-Jährigen saßen vier weitere Menschen im BMW. Der 35-jährige Fahrer sowie drei Mitfahrer erlitten schwere Verletzungen. Unter den Verletzten soll sich auch ein sechsjähriges Kind befinden.

Zu den familiären Beziehungen der Insassen machten die Behörden keine eindeutigen Angaben. Auch Details zur Art der Verletzungen oder zu möglichen Operationen wurden nicht veröffentlicht. Fest steht lediglich, dass alle vier Überlebenden medizinisch versorgt und in Kliniken gebracht wurden.

Ob und wann die Betroffenen zum Unfall auf der A3 befragt werden können, ist nicht bekannt. Ihre Aussagen könnten für die Ermittler jedoch von großer Bedeutung sein, sofern ihr Gesundheitszustand eine Vernehmung zulässt.

Warum der Begriff Unfallflucht verfrüht wäre

Dass der Porsche nach dem Unfall in Richtung Österreich weiterfuhr, reicht nicht aus, um von Unfallflucht zu sprechen. Dafür müsste zunächst geklärt sein, dass der Fahrer am Unfall beteiligt war, das Geschehen bemerkte und eine rechtliche Pflicht zum Anhalten hatte.

Keiner dieser Punkte ist bislang öffentlich belegt. Ebenso ist offen, ob der Porsche-Fahrer den BMW überhaupt wahrnahm oder lediglich kurz zuvor beziehungsweise danach denselben Abschnitt der A3 passierte.

Auch die Bezeichnung als „Fluchtfahrzeug“ würde den aktuellen Stand der Ermittlungen verzerren. Die Polizei sucht den Fahrer, weil er möglicherweise ein wichtiger Zeuge ist oder weil seine Rolle im Geschehen geklärt werden muss. Ein konkreter strafrechtlicher Vorwurf wurde öffentlich nicht erhoben.

Zeugen des Unfalls auf der A3 gesucht

Die Verkehrspolizei Passau bittet Verkehrsteilnehmer um Hinweise. Gesucht werden Menschen, die den BMW, den grauen Porsche 911 oder auffällige Fahrmanöver im Bereich zwischen Passau-Süd und Pocking beobachtet haben.

  • Von Interesse sind Beobachtungen zur Fahrt des BMW unmittelbar vor dem Unfall.
  • Hinweise zum grauen Porsche 911 könnten den zeitlichen Ablauf präzisieren.
  • Auch mögliche Kamera- oder Dashcam-Aufnahmen können für die Ermittlungen wichtig sein.
  • Der Fahrer des Porsche wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Für die Ermittler zählt nun jedes Detail: die Position der Fahrzeuge, ihre Geschwindigkeit, mögliche Spurwechsel und der Abstand zueinander. Erst aus diesen einzelnen Informationen lässt sich ein belastbares Bild des Unfallhergangs zusammensetzen.

Der Porsche ist dabei nur ein Teil der Untersuchung. Entscheidend bleibt die Frage, was den BMW dazu brachte, die Fahrbahn zu verlassen. Sollte sich herausstellen, dass der Sportwagen keinen Einfluss auf das Geschehen hatte, könnte sein Fahrer dennoch als Zeuge helfen, die letzten Sekunden vor dem Unfall zu rekonstruieren.

Die entscheidenden Sekunden bleiben ungeklärt

Der Unfall auf der A3 hat ein junges Leben gefordert und vier weitere Menschen schwer verletzt. Zugleich fehlen noch immer zentrale Antworten. Es ist nicht bekannt, warum der BMW von der Fahrbahn abkam und ob ein anderes Fahrzeug daran beteiligt war.

Die Suche nach dem Porsche 911 steht deshalb im öffentlichen Fokus, darf aber nicht mit einem Schuldvorwurf verwechselt werden. Erst die Spurenanalyse, mögliche Videoaufnahmen, Zeugenaussagen und das Gutachten können klären, ob zwischen dem Porsche und dem tödlichen Unfall ein Zusammenhang besteht.

Bis dahin bleibt der Fall offen. Fest steht lediglich: Die Polizei sucht einen Fahrer, der möglicherweise mehr über den Ablauf weiß, während die Ermittler versuchen, aus wenigen gesicherten Spuren ein vollständiges Bild des Geschehens zu gewinnen.