
Bei der Rebenland Rallye in der österreichischen Steiermark ist der Unternehmer und Rennfahrer Albert von Thurn und Taxis bei einer Wertungsprüfung von der Strecke abgekommen und einen steilen Abhang hinuntergestürzt. Fahrer und Beifahrerin wurden mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Die genauen Ursachen des Unfalls werden weiterhin untersucht.
Regensburg / Pößnitz, 14. März 2026 – Der Unternehmer und Rennfahrer Albert von Thurn und Taxis ist bei einem schweren Unfall während der Rebenland Rallye in Österreich verletzt worden. Bei einer Wertungsprüfung in der Südsteiermark kam der 42-Jährige mit seinem Fahrzeug von der Strecke ab. Der Wagen stürzte anschließend einen steilen Abhang hinunter und blieb stark beschädigt im Gelände liegen. Der Fahrer und seine Beifahrerin wurden von Rettungskräften geborgen und mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Schwerer Rallye-Unfall bei der Rebenland Rallye in der Steiermark
Der Unfall ereignete sich während einer Sonderprüfung der Rebenland Rallye, einer traditionsreichen Motorsportveranstaltung im Süden Österreichs. Nach Angaben der Rennleitung verlor das Fahrzeug in einer Kurve die Kontrolle und kam von der Fahrbahn ab. In dem unübersichtlichen Streckenabschnitt führte der Fahrfehler dazu, dass der Wagen über die Straßenkante hinausrutschte und mehrere Dutzend Meter eine Böschung hinabstürzte.
Das Fahrzeug überschlug sich beim Sturz und kam erst im steilen Gelände zum Stillstand. Einsatzkräfte erreichten die Unfallstelle kurze Zeit später. Die Strecke wurde sofort gesperrt, damit Rettung und Bergung ohne Verzögerung durchgeführt werden konnten. Die Sonderprüfung musste unterbrochen werden, bis das beschädigte Fahrzeug geborgen und die Strecke gesichert war.
Albert von Thurn und Taxis und Beifahrerin verletzt geborgen
Nach dem Unfall wurden Albert von Thurn und Taxis und seine Beifahrerin aus dem Fahrzeug befreit und vor Ort medizinisch versorgt. Beide waren ansprechbar, klagten jedoch über Schmerzen. Nach der Erstversorgung entschieden die Rettungskräfte, beide Insassen zur weiteren Untersuchung mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus zu bringen.
Aus dem Umfeld des Teams wurde später bekannt, dass der Unternehmer über Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule klagte. Auch seine Beifahrerin erlitt Verletzungen, deren genaue Schwere zunächst unklar blieb. Lebensgefahr bestand nach ersten Informationen nicht, dennoch wurden umfassende Untersuchungen angeordnet, um mögliche innere Verletzungen auszuschließen.
Sicherheitsausstattung verhinderte schwerere Folgen
Nach Einschätzung der Rennleitung verhinderte die Sicherheitsausrüstung des Rallye-Fahrzeugs schwerere Verletzungen. Moderne Rallyeautos verfügen über verstärkte Sicherheitszellen, Überrollkäfige und spezielle Sitze, die bei Unfällen einen Großteil der Aufprallenergie aufnehmen sollen. Auch in diesem Fall dürfte die Konstruktion entscheidend dazu beigetragen haben, dass der Absturz nicht noch dramatischere Folgen hatte.
Das Fahrzeug wurde nach dem Unfall mit schwerem Gerät geborgen. Der stark beschädigte Wagen musste aus dem steilen Gelände herausgezogen werden, bevor die Veranstaltung fortgesetzt werden konnte. Für die nachfolgenden Teilnehmer wurde die Prüfung zunächst neutralisiert.
Albert von Thurn und Taxis: Unternehmer und erfahrener Motorsportler
Albert von Thurn und Taxis ist seit vielen Jahren im Motorsport aktiv und gilt als erfahrener Fahrer. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer nimmt er regelmäßig an nationalen und internationalen Rennveranstaltungen teil. In verschiedenen Serien konnte er in der Vergangenheit Erfolge erzielen, darunter Titel im GT-Sport sowie Platzierungen bei Langstreckenrennen.
Auch bei Rallyes startet der Regensburger seit mehreren Jahren. Die Rebenland Rallye gehört zu den Veranstaltungen, an denen er wiederholt teilgenommen hat. In diesem Jahr zählte sein Team nach mehreren gefahrenen Prüfungen zu den Teilnehmern im vorderen Feld, bevor es zu dem Unfall kam.
Der Unternehmer ist Oberhaupt der Familie Thurn und Taxis, deren Stammsitz sich in Regensburg befindet. Die Familie gehört zu den bekanntesten Adelshäusern Deutschlands und verfügt über umfangreiche Besitzungen sowie wirtschaftliche Beteiligungen. Neben seinen geschäftlichen Aufgaben tritt Albert von Thurn und Taxis regelmäßig auch als Motorsportler in Erscheinung.
Motorsport als persönliches Engagement
Die Teilnahme an Rennen ist für den Unternehmer kein gelegentlicher Auftritt, sondern seit Jahren Teil seiner persönlichen Leidenschaft. Er fährt sowohl Rundstreckenrennen als auch Rallyes und tritt dabei häufig mit professionellen Teams an. Die Kombination aus unternehmerischer Tätigkeit und Motorsportengagement hat ihn zu einer bekannten Persönlichkeit in beiden Bereichen gemacht.
Gerade im Rallyesport gelten die Anforderungen als besonders hoch. Fahrer und Beifahrer müssen sich auf wechselnde Straßenverhältnisse, enge Kurven und große Höhenunterschiede einstellen. Fehler lassen sich oft nicht korrigieren, da Auslaufzonen auf öffentlichen Straßen kaum vorhanden sind.
Rebenland Rallye gilt als anspruchsvolle Veranstaltung
Die Rebenland Rallye wird in der Südsteiermark ausgetragen und zählt zu den festen Terminen im österreichischen Motorsportkalender. Die Strecken führen über schmale Landstraßen, durch Weinberge und über hügeliges Gelände. Gerade diese Kombination macht die Veranstaltung für Fahrer anspruchsvoll und für Zuschauer attraktiv.
Die Sonderprüfungen verlaufen teilweise auf engen Straßen mit steilen Böschungen und wenig Platz neben der Fahrbahn. Schon kleine Fahrfehler können dazu führen, dass ein Fahrzeug von der Strecke abkommt. Deshalb gelten Rallyes dieser Art trotz moderner Sicherheitsstandards weiterhin als risikoreich.
Auch in diesem Jahr nahmen zahlreiche Teams aus verschiedenen Ländern teil. Der Unfall von Albert von Thurn und Taxis war der schwerste Zwischenfall des bisherigen Rennverlaufs. Weitere Teilnehmer blieben nach bisherigen Angaben unverletzt.
Unfallhergang wird durch Rennleitung geprüft
Wie bei schweren Zwischenfällen im Motorsport üblich, wird der genaue Ablauf des Unfalls nun untersucht. Dabei prüfen die Verantwortlichen, ob technische Probleme, äußere Einflüsse oder ein Fahrfehler zum Abkommen von der Strecke geführt haben. Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen zunächst nicht vor.
Die Rennleitung betonte, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten worden seien und die Rettungskräfte schnell reagiert hätten. Auch die medizinische Versorgung vor Ort sei planmäßig erfolgt. Bei Rallyeveranstaltungen stehen Notärzte, Feuerwehr und Bergungsteams entlang der Strecke bereit, um im Ernstfall sofort eingreifen zu können.
Wie es für Albert von Thurn und Taxis weitergeht
Der Gesundheitszustand des Unternehmers wird weiterhin ärztlich überwacht. Ob und wann Albert von Thurn und Taxis wieder an Motorsportveranstaltungen teilnehmen kann, ist derzeit offen. Entscheidungen darüber sollen erst nach Abschluss der medizinischen Untersuchungen getroffen werden.
Auch seine Beifahrerin befindet sich weiterhin in Behandlung. Beide sollen nach ersten Angaben stabil sein, müssen aber noch beobachtet werden. Aussagen über eine mögliche Rückkehr in den Rennsport sind deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Motorsport bleibt trotz moderner Technik ein Risiko
Der Unfall bei der Rebenland Rallye zeigt erneut, dass selbst erfahrene Fahrer im Rallyesport jederzeit in gefährliche Situationen geraten können. Trotz moderner Sicherheitszellen, Helmsysteme und strenger Vorschriften lassen sich Risiken nicht vollständig ausschließen. Gerade auf schmalen Bergstraßen können kleine Fehler große Folgen haben.
Für das Team von Albert von Thurn und Taxis steht nun zunächst die vollständige Aufklärung des Vorfalls im Mittelpunkt. Erst danach wird sich zeigen, wann der Unternehmer wieder ins Cockpit zurückkehren kann – und ob der schwere Rallye-Unfall langfristige Folgen für seine Motorsportkarriere hat.



