
Am Dienstag, 27. Januar 2026, zwingt anhaltendes Winterwetter zahlreiche Schulen in Bayern dazu, den Präsenzunterricht auszusetzen. Die Entscheidungen fallen regional unterschiedlich aus – mit spürbaren Folgen für Familien, Schüler und Lehrkräfte.
In mehreren Regionen Bayerns fällt am Dienstag, 27. Januar 2026, der Präsenzunterricht an Schulen aus. Grund sind erhebliche Beeinträchtigungen durch Schnee und Glätte, die vielerorts einen sicheren Schulweg unmöglich machen. Betroffen sind vor allem Städte und Landkreise in Franken. Die zuständigen Stellen haben den Unterrichtsausfall auf Basis aktueller Wetter- und Verkehrslagen beschlossen, um Risiken für Schülerinnen und Schüler zu minimieren.
Der Ausfall des Präsenzunterrichts ist Teil eines abgestimmten Verfahrens, das in Bayern bei extremen Witterungsbedingungen greift. Regionale Koordinierungsgruppen bewerten Lageberichte von Wetterdiensten, Polizei, Straßenmeistereien und Verkehrsunternehmen. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob der Unterricht vor Ort stattfinden kann oder nicht.
Winterwetter bestimmt den Schulalltag
Die Wetterlage präsentiert sich am 27. Januar weiterhin winterlich. In Teilen Nordbayerns haben anhaltende Schneefälle, gefrierender Regen und nächtliche Minusgrade zu glatten Straßen und Gehwegen geführt. Besonders in den frühen Morgenstunden ist die Situation angespannt. Schulbusse können Strecken teils nicht sicher befahren, Nebenstraßen bleiben vereist, Räumdienste stoßen an Kapazitätsgrenzen.
Der Deutsche Wetterdienst warnt in diesem Zusammenhang vor erhöhter Glättegefahr, insbesondere in Regionen nördlich der Donau. Die Kombination aus Neuschnee und überfrierender Nässe erschwert nicht nur den Individualverkehr, sondern auch den planmäßigen Betrieb des öffentlichen Nahverkehrs. Diese Faktoren flossen maßgeblich in die Entscheidungen zum Ausfall des Präsenzunterrichts ein.
Diese Regionen sind vom Unterrichtsausfall betroffen
Nach aktuellem Stand entfällt der Präsenzunterricht am 27. Januar in folgenden Städten und Landkreisen vollständig:
- Stadt und Landkreis Fürth
- Stadt und Landkreis Erlangen
- Landkreis Erlangen-Höchstadt
- Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Stadt und Landkreis Bamberg
- Landkreis Forchheim
- Stadt Nürnberg
- Landkreis Kitzingen
Diese Übersicht basiert auf den offiziellen Meldungen der zuständigen Schulbehörden. Sie wird regelmäßig aktualisiert, da sich die Wetter- und Verkehrslage kurzfristig ändern kann. Eltern und Schülerinnen und Schüler wurden gebeten, sich über die bekannten Informationskanäle der Schulen auf dem Laufenden zu halten.
Warum der Präsenzunterricht ausgesetzt wird
Der Ausfall des Präsenzunterrichts dient in erster Linie der Sicherheit. In ländlichen Regionen sind viele Schülerinnen und Schüler auf Schulbusse angewiesen. Können diese nicht zuverlässig fahren, steigt das Unfallrisiko erheblich. Auch Fußwege und Radstrecken gelten bei Glatteis als gefährlich. Die Verantwortlichen betonen, dass der Unterrichtsausfall kein Automatismus ist, sondern stets eine Abwägung zwischen Bildungsauftrag und Fürsorgepflicht.
Gerade in Franken, wo Topografie und Nebenstraßennetze eine Rolle spielen, wirken sich winterliche Wetterlagen besonders stark aus. Hinzu kommen früh einsetzende Dunkelheit und eingeschränkte Sichtverhältnisse, die den Schulweg zusätzlich erschweren.
Was der Ausfall des Präsenzunterrichts konkret bedeutet
Auch wenn der Präsenzunterricht entfällt, steht der schulische Betrieb nicht vollständig still. Die Umsetzung variiert je nach Schule und organisatorischer Möglichkeit:
- Distanzunterricht: Einige Schulen verlagern den Unterricht kurzfristig in digitale Formate. Lernplattformen, Videokonferenzen oder digitale Aufgaben kommen zum Einsatz.
- Lernaufgaben für zu Hause: Lehrkräfte stellen Materialien bereit, die eigenständig bearbeitet werden können.
- Notbetreuung: Für Kinder, deren Eltern keine Betreuungsmöglichkeit haben, bieten viele Schulen eine Notbetreuung an – abhängig von Personal- und Sicherheitslage.
Die Verantwortung für die konkrete Ausgestaltung liegt bei den jeweiligen Schulleitungen. Ziel ist es, den Bildungsprozess trotz Ausfalls des Präsenzunterrichts möglichst stabil zu halten, ohne zusätzliche Risiken einzugehen.
Unterschiedliche Entscheidungen innerhalb Bayerns
Nicht überall im Freistaat bleibt der Unterricht am 27. Januar aus. In großen Teilen Oberbayerns, Niederbayerns, der Oberpfalz und Schwabens findet der Präsenzunterricht regulär statt oder nur mit geringfügigen Einschränkungen. Dort sind die Straßenverhältnisse vielerorts besser, Räumdienste kommen zügiger voran, und der Schulbusverkehr kann aufrechterhalten werden.
Diese regionalen Unterschiede verdeutlichen, wie kleinteilig die Entscheidungen getroffen werden. Bayern setzt bewusst auf ein dezentrales Modell, um den lokalen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Ein landesweiter Unterrichtsausfall ist nur in Ausnahmefällen vorgesehen.
Verkehrslage verschärft die Situation
Parallel zum Ausfall des Präsenzunterrichts berichten viele Kommunen von erheblichen Verkehrsbehinderungen. Schneeverwehungen, blockierte Fahrbahnen und liegengebliebene Fahrzeuge führten in den Morgenstunden zu Verzögerungen. Der öffentliche Nahverkehr war stellenweise eingeschränkt, einzelne Buslinien mussten vorübergehend eingestellt werden.
Polizei und Straßenmeistereien appellierten an Autofahrer, nicht notwendige Fahrten zu vermeiden. Diese Hinweise richteten sich ausdrücklich auch an Eltern, die ihre Kinder sonst mit dem Auto zur Schule bringen würden. Die angespannte Verkehrslage war ein weiterer Faktor bei der Entscheidung gegen den Präsenzunterricht.
Winterliche Wetterlage mit Signalwirkung
Die Situation am 27. Januar zeigt exemplarisch, wie sensibel der Schulbetrieb auf extreme Wetterlagen reagiert. In Zeiten zunehmend wechselhafter Witterung gewinnen flexible Unterrichtsmodelle an Bedeutung. Der kurzfristige Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht ist für viele Schulen inzwischen organisatorisch machbar, bleibt jedoch eine Herausforderung für alle Beteiligten.
Eltern stehen vor der Aufgabe, Betreuung und Beruf miteinander zu vereinbaren, Schülerinnen und Schüler müssen sich auf wechselnde Lernformate einstellen, Lehrkräfte reagieren binnen Stunden auf neue Rahmenbedingungen. Der Ausfall des Präsenzunterrichts ist damit nicht nur eine logistische, sondern auch eine gesellschaftliche Frage.
Zwischen Sicherheit und Bildungsauftrag
Der Präsenzunterricht gilt als zentrale Säule des schulischen Lernens. Gleichzeitig steht die Sicherheit der Kinder an oberster Stelle. Die Entscheidungen zum 27. Januar verdeutlichen diesen Spannungsbogen. Sie zeigen, dass der Schulbetrieb in Bayern flexibel reagieren kann, ohne pauschal vorzugehen.
Während der Winter in Franken weiterhin den Takt vorgibt, bleibt abzuwarten, wie sich die Wetterlage in den kommenden Tagen entwickelt. Für den Moment jedoch gilt in mehreren Regionen: Klassenzimmer bleiben leer – und der Präsenzunterricht pausiert zugunsten der Sicherheit.