In der Dortmunder Nordstadt Schüsse in Dortmunder Kiosk: Polizei fahndet nach maskiertem Täter auf E-Roller

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Januar 18, 2026

Dortmund, 18. Januar 2026 – Ein kurzer Knall, dann Schreie, Blaulicht und abgesperrte Straßen. In der Dortmunder Nordstadt ist ein Kiosk am späten Abend zum Schauplatz eines schweren Gewaltverbrechens geworden. Ein Mann wird angeschossen, der Täter flüchtet – laut Ermittlern auf einem E-Roller.

Nach Schüssen in einem Kiosk in Dortmund fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einem bislang unbekannten, maskierten Mann. Der Verdächtige soll am Donnerstagabend einen 31-jährigen Mitarbeiter schwer verletzt haben. Die Tat in der Missundestraße beschäftigt seitdem eine Mordkommission, die Öffentlichkeit wird um Mithilfe gebeten.

Schüsse im Kiosk – Tatablauf nach bisherigen Erkenntnissen

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft ereignete sich die Tat am 15. Januar gegen 22.50 Uhr in einem Kiosk in der Missundestraße im Dortmunder Stadtteil Nordstadt. Ein Mann betrat den Verkaufsraum und gab nach bisherigem Ermittlungsstand mehrere Schüsse auf einen 31-jährigen Angestellten ab, der sich hinter dem Tresen aufhielt.

Der Täter verließ den Kiosk unmittelbar nach den Schüssen. Der verletzte Mitarbeiter brach zusammen und wurde von alarmierten Rettungskräften versorgt. Er kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ermittler zu keinem Zeitpunkt, dennoch wurde der Angriff als schweres Gewaltverbrechen eingestuft.

Flucht auf einem E-Roller

Besondere Aufmerksamkeit erregte die Art der Flucht. Nach bisherigen Erkenntnissen entfernte sich der mutmaßliche Täter nicht zu Fuß oder mit einem Auto, sondern nutzte einen E-Scooter. Auf Fahndungsbildern, die die Polizei später veröffentlichte, ist eine Person zu sehen, die kurz nach der Tat auf einem elektrischen Tretroller unterwegs ist.

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei der abgebildeten Person um den flüchtigen Schützen handeln könnte. Ob der E-Roller geliehen oder privat genutzt wurde, ist bislang unklar. Auch der genaue Fluchtweg wird weiterhin rekonstruiert.

Beschreibung des Verdächtigen

Um die Fahndung zu unterstützen, veröffentlichte die Polizei Dortmund detaillierte Angaben zur Kleidung und zum Erscheinungsbild des gesuchten Mannes. Demnach handelt es sich um eine schlanke Person, die zur Tatzeit vollständig dunkel gekleidet war.

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Von der Polizei genannte Merkmale

  • schwarze Jacke und schwarze Hose
  • weiße Schuhe, möglicherweise der Marke Nike
  • schwarze Handschuhe
  • grauer Schal oder graues Tuch im Gesichtsbereich
  • Rucksack mit reflektierenden Streifen
  • Flucht mit einem E-Roller

Die Maskierung erschwert eine eindeutige Identifizierung. Dennoch hofft die Polizei, dass die Kombination aus Kleidung, Rucksack und E-Scooter jemandem aufgefallen sein könnte – entweder am Tatabend oder bereits zuvor.

Mordkommission ermittelt – Motiv unklar

Die Dortmunder Polizei hat eine Mordkommission eingesetzt. Ermittelt wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Beamte sicherten am Tatort umfangreich Spuren, darunter Patronenhülsen und weitere kriminaltechnisch relevante Hinweise. Auch ein Spürhund kam zum Einsatz, um mögliche Fluchtrouten zu überprüfen.

Zu den Hintergründen der Tat halten sich die Ermittler bislang bedeckt. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit keine gesicherten Hinweise auf ein Motiv. Auch eine Beziehung zwischen Täter und Opfer konnte bislang nicht festgestellt werden. Der 31-jährige Verletzte konnte den Ermittlern keine Erklärung liefern, warum er Ziel des Angriffs wurde.

Verunsicherung im Viertel

Die Schüsse in der Dortmunder Nordstadt haben im Viertel spürbare Unruhe ausgelöst. Die Missundestraße, sonst geprägt von kleinen Geschäften und nächtlichem Publikumsverkehr, war nach der Tat weiträumig abgesperrt. Anwohner und Passanten beobachteten den Einsatz, viele reagierten erschüttert.

Die Nordstadt steht immer wieder im Fokus polizeilicher Einsätze, dennoch wird die Tat von vielen als Eskalation wahrgenommen. Dass ein bewaffneter Täter mitten in einem Kiosk das Feuer eröffnet, hat bei Anwohnern Fragen nach Sicherheit und Ursachen aufgeworfen.

Öffentliche Fahndung und Zeugenaufruf

Die Polizei setzt nun auch auf die Mithilfe der Bevölkerung. Zeugen, die den Mann auf dem E-Roller gesehen haben oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen können, werden gebeten, sich zu melden. Auch Hinweise auf verdächtige Personen oder ungewöhnliche Beobachtungen im Umfeld der Missundestraße könnten für die Ermittlungen von Bedeutung sein.

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Die Beamten betonen, dass selbst scheinbar nebensächliche Details wichtig sein können. Die Kriminalwache Dortmund ist rund um die Uhr erreichbar.

Ein Tatort, viele offene Fragen

Warum der Täter ausgerechnet diesen Kiosk aufsuchte, warum er gezielt auf den Mitarbeiter schoss und weshalb er anschließend auf einem E-Roller flüchtete – all das ist Gegenstand laufender Ermittlungen. Öffentlich bekannt ist bislang nur, dass es sich um eine gezielte Gewalttat handelte, nicht um einen Zufall.

Die Polizei prüft derzeit, ob es Zusammenhänge zu anderen Straftaten in Dortmund oder der Region geben könnte. Entsprechende Erkenntnisse wurden bislang nicht bestätigt.

Zwischen Angst und Hoffnung auf Aufklärung

Der Angriff in der Dortmunder Nordstadt zeigt, wie schnell alltägliche Orte zu Tatorten schwerer Gewalt werden können. Für die Anwohner bleibt vorerst ein Gefühl der Unsicherheit, während die Ermittler weiter nach Antworten suchen. Die Fahndung nach dem maskierten Mann auf dem E-Roller läuft, getragen von der Hoffnung, dass Hinweise aus der Bevölkerung den entscheidenden Schritt zur Aufklärung bringen. Bis dahin bleibt der Kiosk in der Missundestraße ein Symbol für eine Tat, deren Hintergründe noch im Dunkeln liegen.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.