126 views 6 mins 0 Kommentare

Schockmoment im Becken Thorsten Legat verletzt sich beim „TV total Turmspringen“ – Aus nach Unfall im Training

In Aktuelles
Januar 11, 2026

Berlin, 11. Januar 2026 – Es sind Sekunden, die den Ton einer ganzen Fernsehshow verändern. Ein falscher Moment, ein Aufprall, dann Stille. Als Thorsten Legat beim „TV total Turmspringen“ im Training verunglückt, rückt die Leichtigkeit des Events schlagartig in den Hintergrund.

Aus Unterhaltung wird Ernst: Der frühere Fußballprofi muss verletzt aufgeben – vor laufenden Kameras, sichtbar getroffen und medizinisch ausgebremst.

Das „TV total Turmspringen“ gilt als eines der spektakulärsten Unterhaltungsformate im deutschen Fernsehen. Prominente wagen sich vom Sprungturm, trainieren wochenlang, kämpfen gegen Respekt und Schwerkraft. Am Samstagabend jedoch wurde deutlich, wie schmal der Grat zwischen Show und Verletzungsrisiko ist. Thorsten Legat, ehemaliger Bundesliga-Profi und Reality-TV-erprobter Teilnehmer, verletzte sich beim Training so schwer, dass eine Teilnahme am eigentlichen Wettkampf ausgeschlossen werden musste.

Der Unfall im Trainingsbecken

Der Zwischenfall ereignete sich nicht während der Live-Wettkämpfe, sondern bereits in der Vorbereitungsphase. Legat trainierte einen Rückwärtssalto mit halber Schraube vom Drei-Meter-Brett – ein technisch anspruchsvoller Sprung, der präzise Körperkontrolle erfordert. In der Ausführung verlor der 57-Jährige jedoch die Stabilität, kam seitlich auf dem Wasser auf und schlug mit dem Ohr auf der Wasseroberfläche auf.

Die Folgen waren unmittelbar spürbar. Noch im Becken zeigte sich, dass es sich nicht um eine harmlose Blessur handelte. Die medizinische Diagnose: eine akute Trommelfellverletzung. Diese zog eine klare ärztliche Anweisung nach sich – striktes Sprungverbot, absolute Wasserkarenz. Damit war der Abend für Legat sportlich beendet, noch bevor er richtig begonnen hatte.

Klare Entscheidung der Ärzte

In der Sendung wurde der Vorfall transparent thematisiert. Moderatorin Sonya Kraus informierte das Publikum offen über den medizinischen Befund und die Konsequenzen. Eine Teilnahme unter diesen Umständen sei ausgeschlossen, hieß es. Das Risiko weiterer Schäden sei zu groß, insbesondere durch den Wasserdruck beim Eintauchen.

Thorsten Legat selbst äußerte sich in den gezeigten Bildern sichtlich mitgenommen. Er sprach davon, die Konzentration verloren zu haben – ein kurzer Moment, der ausgereicht habe, um den Sprung kippen zu lassen. Das Resultat: ein geplatztes Trommelfell und das abrupte Aus für seine geplante Teilnahme.

Das ist auch interessant:  Krefeld: Zwei Teenager verirren sich bei Minusgraden im Wald – Feuerwehr rettet Jugendliche

Geplantes Synchronspringen fällt aus

Besonders bitter war der Vorfall, weil Legat gemeinsam mit seinem Sohn Nico im Synchronspringen antreten wollte. Die Konstellation Vater und Sohn galt im Vorfeld als emotionaler Höhepunkt der Show. Nach der ärztlichen Entscheidung musste das Team jedoch kurzfristig umdisponieren.

Als Ersatz sprang Kim Tränka ein, bekannt aus dem Format „Prince Charming“. Gemeinsam mit Nico Legat absolvierte er den Wettbewerb. Für Thorsten Legat blieb nur die Zuschauerrolle – sichtbar enttäuscht, aber ohne Diskussion über die medizinische Entscheidung.

Eine Geschichte mit Vorgeschichte

Der erneute Unfall reiht sich in eine persönliche Historie ein, die das Thema Turmspringen für Thorsten Legat besonders sensibel macht. Bereits im Jahr 2022 hatte er sich bei Proben zu einer ähnlichen Show schwer verletzt. Damals kam es nach einem missglückten Sprung zu gravierenden Verletzungen im Intimbereich, die einen operativen Eingriff notwendig machten.

Diese frühere Verletzung wurde in den Jahren danach immer wieder öffentlich thematisiert – auch von Legat selbst, der offen und teilweise selbstironisch damit umging. Der erneute Zwischenfall unterstreicht jedoch, dass die Risiken real sind und sich nicht vollständig kontrollieren lassen, selbst bei intensiver Vorbereitung und professioneller Betreuung.

Das Format zwischen Show und Leistungssport

„TV total Turmspringen“ ist mehr als eine klassische Unterhaltungssendung. Seit seiner Einführung verbindet das Format sportliche Herausforderungen mit Fernsehinszenierung. Die Sprünge erfordern Körperbeherrschung, Mut und Technik – Eigenschaften, die viele Teilnehmer erst mühsam erlernen müssen.

Auch wenn Sicherheitsvorkehrungen, medizinische Betreuung und Trainingsphasen fester Bestandteil der Produktion sind, bleibt ein Restrisiko. Wasser wird bei hoher Geschwindigkeit zur harten Oberfläche, Fehlhaltungen wirken unmittelbar auf Gelenke, Wirbelsäule oder Sinnesorgane. Der Unfall von Thorsten Legat macht diese Realität erneut sichtbar.

Der Wettbewerb ohne Legat

Sportlich wurde die Show trotz des Ausfalls fortgesetzt. Im Synchronspringen sicherten sich Moderator Peter Imhof und Schauspieler Steffen Groth den Sieg. Bronze ging an die Influencer Flying Uwe und LetsHugo. Im Einzelspringen dominierte erneut der ehemalige Kunstturner Fabian Hambüchen, der seinen Titel erfolgreich verteidigte.

Das ist auch interessant:  Neue Lungenkrebs-Medikamente: Druchbruch zur Verännderung der Behandlung

Die sportlichen Leistungen standen am Ende des Abends im Fokus – doch der Zwischenfall mit Thorsten Legat blieb das prägendste Ereignis der Sendung. Er verlieh dem Wettbewerb eine Ernsthaftigkeit, die sonst nur selten so deutlich spürbar wird.

Fernsehshows leben von Dynamik, Humor und spektakulären Bildern. Doch es sind Momente wie dieser, die den Blick schärfen. Der Sturz von Thorsten Legat beim „TV total Turmspringen“ erinnert daran, dass hinter jeder Inszenierung echte Menschen stehen – mit Körpern, die verletzlich sind, und Grenzen, die nicht verhandelbar sind.

Für Legat bedeutet der Vorfall erneut eine Zäsur in einem Format, das ihm bereits zuvor gesundheitlich zugesetzt hat. Für das Publikum bleibt ein Abend, der nicht nur unterhalten, sondern auch nachdenklich gemacht hat. Und für das „TV total Turmspringen“ ein stiller Beleg dafür, dass selbst routinierte Kämpfer nicht gegen die Physik gewinnen.

Avatar
Redaktion / Published posts: 3483

Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.