Verkehrsknoten an der A93
Unfall bei Klardorf: Drei junge Männer verletzt – Kreuzungs-Umbau weiter offen

Verkehrsknoten an der A93

Bei einem Zusammenstoß zwischen einem Sattelzug und einem Kleinwagen sind an der Kreuzung beim Klardorfer Pendlerparkplatz drei 18-Jährige leicht verletzt worden. Der Verkehrsknoten an der A93-Anschlussstelle Schwandorf-Süd ist seit Längerem Gegenstand einer Sicherheitsdebatte: Mehrere Unfälle sind dokumentiert, verschiedene Umbauvarianten wurden bereits beraten. Der jüngste Zusammenstoß lenkt den Blick erneut auf die Frage, wann und wie die Kreuzung entschärft wird.
Schwandorf, 29. September 2026. An der Kreuzung von SAD2, Klardorfer Straße und der Anschlussstelle Schwandorf-Süd der A93 hat sich am Montagnachmittag erneut ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Sattelzug und ein entgegenkommender Kleinwagen kollidierten im Kreuzungsbereich. Die drei Insassen des Autos, alle 18 Jahre alt, wurden verletzt.
Die Alarmierung erfolgte gegen 16.40 Uhr. Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei war ein 40 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Richtung Klardorf unterwegs. Er wollte mit seinem Sattelzug nach links auf die A93 in Richtung Regensburg abbiegen. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Kleinwagen.
Wie die Mittelbayerische Zeitung unter Berufung auf Polizei und Einsatzkräfte berichtet, ging die Polizei zunächst davon aus, dass der Lkw-Fahrer das entgegenkommende Fahrzeug beim Abbiegen übersehen hatte. Eine abschließende Feststellung zur Unfallursache ist damit nicht verbunden. Maßgeblich ist bislang der erste Ermittlungsstand nach der Kollision.
Der Kleinwagen wurde von einem 18-Jährigen aus Neumarkt gesteuert. Zwei weitere Männer im selben Alter saßen mit im Fahrzeug. Alle drei wurden bei dem Unfall an der Klardorfer Kreuzung verletzt und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Nach Angaben der Einsatzleitung des Rettungsdienstes erlitten die drei jungen Männer leichte Verletzungen. Der 40-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.
Die Wucht des Zusammenstoßes hinterließ dennoch erhebliche Schäden. Sowohl der Kleinwagen als auch der Sattelzug waren nach der Kollision nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Die Polizei bezifferte den Sachschaden zunächst auf mindestens 70.000 Euro.
Während Rettung, Unfallaufnahme und Bergung war die Kreuzung gesperrt. Neben Polizei und Rettungsdienst rückten die Feuerwehren aus Klardorf und Wiefelsdorf an. Rund 20 Feuerwehrkräfte waren nach den veröffentlichten Angaben im Einsatz.
Der Unfall vom Montag steht nicht für sich. Der Verkehrsknoten nahe dem Pendlerparkplatz und der A93-Anschlussstelle Schwandorf-Süd beschäftigt Einsatzkräfte und Kommunalpolitik schon länger. Mehrere Kollisionen an dieser Stelle sind dokumentiert.
Bei einem Verkehrsunfall an der Klardorfer Kreuzung wurden drei 18-Jährige leicht verletzt. Der bereits mehrfach von Unfällen betroffene Verkehrsknoten an der A93 ist seit Längerem Gegenstand einer Debatte über seine Entschärfung.
Bereits im Dezember 2025 berichtete die Mittelbayerische Zeitung, dass an der Klardorfer Kreuzung seit Anfang 2024 sechs Unfälle registriert worden seien. Zu diesem Zeitpunkt ging es längst nicht mehr allein um einzelne Unfallmeldungen. Verschiedene Möglichkeiten für einen Umbau des Verkehrsknotens wurden geprüft und öffentlich diskutiert.
Die Serie riss danach nicht ab. Am 21. Februar 2026 kam es an der A93-Ausfahrt bei Klardorf zu einer weiteren Kollision. Zwei Autofahrer wurden dabei leicht verletzt. Der Sachschaden wurde damals mit rund 20.000 Euro angegeben.
Auch 2025 war die Kreuzung mehrfach betroffen. Ende Juni kollidierte dort eine 90 Jahre alte Autofahrerin mit einem Lastwagen und erlitt mittelschwere Verletzungen. Bereits im Mai hatte sich ein weiterer Vorfahrtsunfall ereignet. Die beteiligten Fahrer blieben dabei unverletzt, der Sachschaden wurde auf rund 30.000 Euro geschätzt.
Vor diesem Hintergrund ist die erneute Diskussion über die Sicherheit der Kreuzung keine unmittelbare Folge des aktuellen Unfalls. Sie läuft bereits seit Monaten. Der Zusammenstoß vom Montag fügt der bekannten Unfallhistorie allerdings einen weiteren Fall hinzu.
Wie der Verkehrsknoten künftig gestaltet werden soll, beschäftigt die zuständigen Stellen schon länger. Ende 2025 standen drei Varianten für einen Umbau im Raum. Im Frühjahr 2026 wurde die Debatte konkreter.
Im April wurde bekannt, dass eine Ampellösung für die Klardorfer Kreuzung bevorzugt wird. Auch politische Gremien befassten sich mit der Frage, wie sich der Knoten zwischen Kreisstraße, Klardorfer Straße und Autobahnanschluss entschärfen lässt.
Ein Umbau ist an dieser Stelle nicht nur eine kommunale Detailfrage. Hier treffen unterschiedliche Verkehrsströme aufeinander: die Kreisstraße SAD2, die Verbindung nach Klardorf und die Zu- und Abfahrt der A93. Genau diese Konstellation steht seit den wiederholten Unfällen im Mittelpunkt der Beratungen.
Über die konkrete Lösung gibt es unterschiedliche Vorstellungen. Nach dem jüngsten Unfall sprach sich der Klardorfer Feuerwehrkommandant laut Mittelbayerischer Zeitung erneut für eine schnelle Entschärfung der Kreuzung aus. Er favorisiert einen Kreisverkehr.
In den vorausgegangenen Beratungen hatte sich dagegen eine andere Variante abgezeichnet. Landratsamt und weitere beteiligte Stellen tendierten zu einer Ampelanlage. Im April wurde die Ampellösung auch im Zusammenhang mit den politischen Beratungen über die Kreuzung genannt.
Damit ist zwar klar, dass Veränderungen an dem Verkehrsknoten geprüft werden. Aus den bislang veröffentlichten Informationen ergibt sich jedoch kein belastbarer Termin, zu dem eine Ampelanlage, ein Kreisverkehr oder eine andere bauliche Lösung tatsächlich fertiggestellt sein wird.
Auch deshalb bekommt der Unfall vom Montag über das unmittelbare Geschehen hinaus Bedeutung. Die Diskussion beginnt nicht wieder bei null. Unfallzahlen liegen vor, Varianten wurden beraten, und die grundsätzliche Notwendigkeit einer Entschärfung ist bereits Gegenstand der politischen Auseinandersetzung. Offen bleibt die Umsetzung.
Am Tag des Unfalls gab es in Klardorf noch eine weitere verkehrliche Besonderheit. Der Bahnübergang war wegen Bauarbeiten an den Schrankenantrieben gesperrt. Die Stadt Schwandorf hatte vorab über die Arbeiten und die vorgesehene Umfahrung informiert. Diese führte unter anderem über die SAD2.
Für die Einordnung des Unfalls ist dabei eine klare Trennung notwendig: Ein Zusammenhang zwischen der Sperrung, dem dadurch veränderten Verkehr und der Kollision an der Kreuzung ist nicht belegt. Aus den bislang bekannten Informationen lässt sich weder ableiten, dass die Umleitung den Unfall verursacht hat, noch dass sie dazu beigetragen hat.
Für den Unfallhergang bleibt deshalb der von der Polizei zunächst festgestellte Ablauf entscheidend: Der Sattelzug wollte nach links auf die A93 in Richtung Regensburg abbiegen und kollidierte dabei mit dem entgegenkommenden Kleinwagen.
Drei leicht verletzte 18-Jährige, zwei nicht mehr fahrbereite Fahrzeuge und ein zunächst auf mindestens 70.000 Euro geschätzter Sachschaden: Die unmittelbaren Folgen des Unfalls vom Montag sind bekannt. Gleichzeitig führt der Zusammenstoß zurück zu einer Frage, die Klardorf schon vor diesem Ereignis beschäftigt hat.
Die Kreuzung an der A93-Anschlussstelle Schwandorf-Süd ist mehrfach als Unfallort dokumentiert. Frühere Kollisionen haben Beratungen über einen Umbau ausgelöst, mehrere Varianten standen zur Diskussion. Zuletzt zeichnete sich eine Präferenz für eine Ampellösung ab, während aus Reihen der Feuerwehr weiterhin ein Kreisverkehr befürwortet wird.
Damit liegt die entscheidende Entwicklung nun jenseits der einzelnen Unfallmeldung. Die Diskussion darüber, ob an der Klardorfer Kreuzung Handlungsbedarf besteht, läuft bereits. Noch offen ist, welche Lösung umgesetzt wird und wann der Verkehrsknoten tatsächlich verändert werden kann. Der jüngste Unfall macht diese bislang unbeantwortete Frage erneut aktuell.
Hinweise zu Fehlern, Ergänzungen oder wichtigen Aktualisierungen können über die im Impressum genannten Kontaktwege eingereicht werden. Bitte nennen Sie dabei nach Möglichkeit die betroffene Beitrags-URL.