Trainerdiskussion bei Leipzig
RB Leipzig: Julian Nagelsmann als Traineroption im Gespräch – Demichelis unter Druck

Trainerdiskussion bei Leipzig

Bei RB Leipzig steht Trainer Martín Demichelis nach drei Pflichtspielniederlagen in Folge unter verstärkter Beobachtung. Nach Informationen von Sky Sport wird auch eine Rückkehr von Julian Nagelsmann als mögliche Alternative diskutiert. Der frühere Leipziger Erfolgstrainer ist seit seinem Abschied vom DFB ohne neues Engagement – doch wie konkret sind die Überlegungen innerhalb des Vereins?
Leipzig, 9. Oktober 2026. Drei Siege zum Auftakt, danach drei Niederlagen: Bei RB Leipzig ist die anfängliche Zuversicht einer wachsenden Unruhe gewichen. Trainer Martín Demichelis muss nach einem wechselhaften Saisonbeginn um sportliche Stabilität kämpfen. Zugleich rückt ein vertrauter Name in den Mittelpunkt der Diskussion: Julian Nagelsmann, der den Bundesligisten zwischen 2019 und 2021 betreute.
Wie Sky Sport am 8. Oktober berichtete, beschäftigen sich einzelne Verantwortliche mit einer möglichen Rückkehr des 39-Jährigen. Nagelsmann soll einem erneuten Engagement in Leipzig nicht grundsätzlich abgeneigt sein. Von konkreten Verhandlungen oder einer bevorstehenden Verpflichtung kann allerdings keine Rede sein. Demichelis genießt weiterhin Rückendeckung aus der Vereinsführung.
Der Saisonstart hatte zunächst auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Demichelis und seiner Mannschaft hingedeutet. Im DFB-Pokal setzte sich Leipzig mit 6:0 gegen Eintracht Trier durch. Es folgten zwei überzeugende Bundesligasiege: ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach und ein 5:0 gegen den Hamburger SV.
Neun Tore in den beiden Ligaspielen, keines kassiert. Die Ergebnisse ließen wenig Raum für grundsätzliche Zweifel an der sportlichen Entwicklung.
Doch auf den gelungenen Auftakt folgte ein deutlicher Bruch. Gegen Werder Bremen verlor RB mit 1:3, in der Champions League gegen Como mit 1:4. Auch Bayer Leverkusen erwies sich beim 0:2 als zu stark. Innerhalb von drei Pflichtspielen hatte sich die Bilanz erheblich verschlechtert.
Die Niederlagen sind der unmittelbare Hintergrund der aktuellen Trainerdiskussion. Nach Angaben von Sky wird die Arbeit von Demichelis innerhalb des Vereins inzwischen intensiv beobachtet. Die Verantwortlichen halten jedoch vorerst an ihm fest. Ein Beschluss über einen Trainerwechsel ist nicht bekannt.
Viel Zeit, die jüngsten Ergebnisse aufzuarbeiten, bleibt Leipzig nicht. Im Oktober stehen insgesamt sieben Pflichtspiele an. Zu den Gegnern gehören Eintracht Frankfurt, die PSV Eindhoven, Bayern München und Real Madrid.
Die Begegnungen bieten Gelegenheit, die sportliche Entwicklung unter Demichelis über einen längeren Zeitraum zu beurteilen. Nach den jüngsten Rückschlägen wird besonders aufmerksam verfolgt werden, ob die Mannschaft wieder an ihre Leistungen aus den ersten Saisonspielen anknüpfen kann.
Ein konkretes Ultimatum ist nicht bekannt. Ebenso wenig gibt es eine bestätigte Vorgabe, welche Ergebnisse Demichelis erreichen müsste, um seine Position zu sichern. Die kommenden Wochen gelten dennoch als wichtige Phase für die weitere Zusammenarbeit.
Dass ausgerechnet Julian Nagelsmann als mögliche Alternative gehandelt wird, überrascht angesichts seiner Leipziger Vergangenheit kaum. Zwischen 2019 und 2021 führte er den Klub in die Spitzengruppe des deutschen Fußballs. Unter seiner Leitung erreichte RB das Halbfinale der Champions League und wurde deutscher Vizemeister.
Seine Zeit in Leipzig begründete den nächsten Schritt seiner Trainerkarriere. 2021 wechselte Nagelsmann zum FC Bayern München, später übernahm er die deutsche Nationalmannschaft. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft endete seine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund am 3. Juli 2026.
Seither hat Nagelsmann kein neues Traineramt übernommen. Der frühere Leipziger Coach wäre somit grundsätzlich für eine neue Aufgabe verfügbar. Ob er sich tatsächlich eine zweite Amtszeit bei RB vorstellen kann, ist eine andere Frage.
Prüfstatus: partly confirmed
Nach Informationen von Sky Sport wird Nagelsmann von einzelnen Verantwortlichen als denkbarer Nachfolger für Demichelis betrachtet. Der 39-Jährige soll eine Rückkehr nach Leipzig nicht grundsätzlich ausschließen.
Mehr lässt sich daraus bislang nicht ableiten. Weder sind konkrete Verhandlungen bestätigt, noch gibt es Hinweise auf eine bereits getroffene Personalentscheidung. Auch eine öffentliche Zusage Nagelsmanns liegt nicht vor.
Hinzu kommt, dass der ehemalige Bundestrainer seine berufliche Zukunft offenbar nicht vorrangig in der Bundesliga sieht. Laut Sky gilt ein Engagement in der englischen Premier League als seine bevorzugte Perspektive.
Eine Rückkehr nach Leipzig wäre damit zwar eine mögliche Option, keineswegs aber die zwangsläufige Fortsetzung seiner Laufbahn. Entscheidend wäre zunächst, ob der Verein überhaupt einen Trainerwechsel anstrebt und ob Nagelsmann für entsprechende Gespräche zur Verfügung stünde.
Die Spekulationen betreffen nicht allein die sportliche Bilanz von Demichelis. Auch die personellen Verbindungen innerhalb des Red-Bull-Umfelds spielen in der Berichterstattung eine Rolle.
Oliver Mintzlaff, Red-Bull-Geschäftsführer und Aufsichtsratschef von RB Leipzig, kennt Nagelsmann aus dessen erster Amtszeit beim Bundesligisten. Nach Informationen von Sky schätzt Mintzlaff den früheren Trainer weiterhin.
Das erklärt, weshalb Nagelsmann bei möglichen Personalüberlegungen als Kandidat genannt wird. Aus der bestehenden Verbindung lässt sich jedoch keine konkrete Absicht zur Verpflichtung ableiten.
Seit dem 1. Oktober 2026 gehört auch Roger Schmidt in einer Führungsfunktion zu Red Bull Soccer. Der erfahrene Trainer soll nach Angaben von Sky zunächst für Ruhe und eine sachliche Bewertung der Arbeit von Demichelis eintreten.
Damit bleibt die Ausgangslage für den amtierenden Leipziger Coach klar: Seine jüngsten Ergebnisse haben die Aufmerksamkeit auf seine Arbeit erhöht, eine Ablösung ist aber nicht beschlossen.
Die Haltung der Verantwortlichen ist für die Bewertung des Nagelsmann-Gerüchts wesentlich. Solange Demichelis Rückendeckung erhält, handelt es sich bei der Suche nach möglichen Alternativen allenfalls um Überlegungen für den Fall einer späteren Veränderung.
Die Berichte über Julian Nagelsmann und RB Leipzig haben sich innerhalb weniger Tage unterschiedlich entwickelt. Bereits am 7. Oktober griff Goal Deutschland unter Berufung auf Sport Bild entsprechende Spekulationen auf. Damals wurde eine konkrete Grundlage für eine unmittelbar bevorstehende Rückkehr verneint.
Am folgenden Tag berichtete Sky Sport, dass Nagelsmann bei einzelnen Verantwortlichen tatsächlich als mögliche Traineralternative im Gespräch sei. Weitere Medien, darunter n-tv und t-online, griffen diese Informationen auf.
Die beiden Darstellungen müssen sich nicht widersprechen. Ein Trainer kann innerhalb einer Vereinsführung als mögliche Lösung diskutiert werden, ohne dass daraus bereits ein konkreter Plan entsteht. Zwischen einer internen Erwägung und Vertragsverhandlungen liegen mehrere Schritte.
Bislang fehlt eine unabhängige Bestätigung dafür, dass RB Leipzig mit Nagelsmann über ein neues Engagement verhandelt. Die wiederholte Verbreitung der Sky-Informationen durch andere Medien ändert daran nichts.
Die Ausgangslage lässt sich anhand der bislang bekannten Informationen klar eingrenzen:
Damit ist das Interesse an der Personalie nachvollziehbar, die tatsächliche Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr aber nicht seriös zu bestimmen. Entscheidend wäre zunächst eine Veränderung in der Bewertung des amtierenden Trainers.
Die Diskussion um Nagelsmann fällt in eine Phase, in der RB Leipzig seine sportliche Richtung für die laufende Saison festigen muss. Der überzeugende Auftakt und die anschließenden Niederlagen zeigen bislang zwei sehr unterschiedliche Ergebnisbilder.
Demichelis erhält nach den vorliegenden Informationen weiterhin Gelegenheit, die Entwicklung seiner Mannschaft zu beeinflussen. Die kommenden Spiele gegen nationale und internationale Gegner werden dafür zusätzliche Anhaltspunkte liefern.
Die Vereinsführung steht dabei vor keiner öffentlich bestätigten Personalentscheidung. Dass mögliche Alternativen diskutiert werden, bedeutet nicht automatisch, dass die Zusammenarbeit mit dem amtierenden Trainer beendet werden soll.
Auch Nagelsmanns Situation unterscheidet sich von der eines Trainers, der unmittelbar vor einem bereits vereinbarten Wechsel steht. Seine frühere Verbindung zu Leipzig ist dokumentiert, seine aktuelle berufliche Präferenz wird dagegen eher mit England in Verbindung gebracht. Eine Entscheidung für RB ist nicht bekannt.
Julian Nagelsmann bleibt für RB Leipzig ein Name mit besonderer sportlicher Vergangenheit. Seine Erfolge während der ersten Amtszeit und die weiterhin bestehenden Verbindungen zu Verantwortlichen des Vereins erklären, weshalb er in der aktuellen Trainerdiskussion auftaucht.
Die Gegenwart sieht allerdings anders aus als die Jahre seiner ersten Leipziger Tätigkeit. Demichelis steht trotz der jüngsten Niederlagen weiterhin an der Seitenlinie, und die Vereinsführung hat keinen Wechsel angekündigt. Nagelsmann wiederum hat sich öffentlich nicht auf eine Rückkehr festgelegt.
Damit bleibt die Personalie vorerst ein unbestätigtes Szenario. Ob sie an Bedeutung gewinnt, dürfte vor allem von den Ergebnissen und Leistungen der Leipziger Mannschaft in den kommenden Wochen abhängen. Für den Moment ist nicht eine mögliche Rückkehr Nagelsmanns die entscheidende Entwicklung, sondern die Frage, ob Demichelis mit RB Leipzig die sportliche Wende gelingt.
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