
Während tausende Menschen am Donnerstag in Köln Weiberfastnacht feierten, ermittelt die Polizei Köln wegen des Verdachts einer Vergewaltigung im Zülpicher Viertel. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Mann einen anderen Mann zu einem sexuellen Akt gezwungen haben. Die Ermittlungen laufen, weitere Details sind bislang nicht bekannt.
Köln, 13. Februar 2026. Weiberfastnacht gilt als der lauteste Auftakt des rheinischen Straßenkarnevals – ein Tag, an dem die Stadt früh am Morgen in Ausnahmezustand gerät. Zwischen Altstadt, Ringen und Zülpicher Viertel füllen sich Plätze, Kneipen und Straßen mit Feiernden. Doch während die meisten kostümiert und ausgelassen unterwegs waren, musste die Polizei Köln am Donnerstag auch schwerwiegende Straftaten aufnehmen. Im Mittelpunkt der aktuellen Ermittlungen steht der Verdacht einer Vergewaltigung im Bereich der Zülpicher Straße.
Verdacht der Vergewaltigung im Zülpicher Viertel
Nach Angaben der Polizei Köln ermittelt die Kriminalpolizei gegen einen Mann, der einen anderen Mann zum Oralverkehr gezwungen haben soll. Der Vorfall ereignete sich im Zülpicher Viertel – jenem dicht bebauten Ausgehviertel nahe der Universität zu Köln, das an Karneval zu den zentralen Hotspots zählt. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts einer Vergewaltigung.
Konkrete Details zum Ablauf des mutmaßlichen Sexualdelikts veröffentlichten die Ermittler bislang nicht. Weder zur genauen Tatzeit noch zum Ort innerhalb des Viertels oder zu möglichen Zeugen liegen öffentlich bestätigte Angaben vor. Auch zu Alter, Herkunft oder möglichem Beziehungsstatus der beteiligten Personen äußerte sich die Polizei nicht. Die Identität der Beteiligten bleibt aus ermittlungstaktischen Gründen geschützt.
Fest steht: Die Anzeige wurde aufgenommen, die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Ob der Tatverdächtige vorläufig festgenommen wurde oder sich auf freiem Fuß befindet, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei Köln bittet mögliche Zeugen, die im Bereich des Zülpicher Viertels Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden.
Ein Feier-Hotspot unter besonderer Beobachtung
Das Zülpicher Viertel ist seit Jahren einer der Brennpunkte des Kölner Straßenkarnevals. Enge Straßen, zahlreiche Bars und Clubs, dazu tausende Feiernde auf engem Raum – eine Mischung, die polizeiliche Präsenz erforderlich macht. Auch in diesem Jahr war die Polizei Köln mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Straftaten frühzeitig zu unterbinden und auf Zwischenfälle schnell reagieren zu können.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Vergewaltigung stehen dabei im Kontext eines insgesamt arbeitsreichen Tages für die Einsatzkräfte. Zwar blieb die Lage nach ersten Einschätzungen weitgehend kontrollierbar, doch mehrere Straftaten beschäftigten die Polizei bis in die Abendstunden.
Polizeiliche Bilanz der Weiberfastnacht
Bis zum frühen Abend registrierte die Polizei Köln mehrere Anzeigen im Zusammenhang mit den Karnevalsfeierlichkeiten. Neben dem mutmaßlichen Sexualdelikt erfassten die Beamten Fälle von sexueller Belästigung, Körperverletzung und Diebstahl. Zwölf Personen wurden bis etwa 19 Uhr in Gewahrsam genommen, nachdem sie Platzverweisen nicht nachgekommen waren oder die öffentliche Sicherheit gefährdet hatten.
Im Vergleich zu Vorjahren waren nach Angaben der Polizei weniger Menschen unterwegs – das wechselhafte und teilweise regnerische Wetter dürfte hierzu beigetragen haben. Dennoch blieb das Einsatzgeschehen dynamisch. Vor allem in den typischen Feierbereichen – Zülpicher Straße, Barbarossaplatz, Ringe – musste die Polizei immer wieder einschreiten.
Raub mit Bedrohung – weitere Ermittlungen laufen
Unabhängig vom Verdacht der Vergewaltigung ermittelt die Polizei Köln auch wegen eines Raubdelikts. In der Weidengasse soll ein Mann einer Frau ein Mobiltelefon entwendet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die Frau dem Tatverdächtigen das Gerät zuvor geliehen. Als sie es zurückforderte, soll der Mann sie mit einer Machete bedroht und sich anschließend entfernt haben. Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen dauert an.
Auch ein tätlicher Angriff auf einen Polizeibeamten wurde angezeigt. Ein Zivilpolizist soll bei einem Einsatz von einem Mann mit einem Kopfstoß verletzt worden sein. Der Beamte war danach nicht mehr dienstfähig und musste ärztlich behandelt werden. Gegen den mutmaßlichen Angreifer wird ermittelt.
Sicherheitslage zwischen Feierlaune und Kontrolle
Die Polizei Köln bewertet den Verlauf der Weiberfastnacht insgesamt als weitgehend ruhig – trotz einzelner gravierender Straftaten. Der Straßenkarneval bringe naturgemäß eine hohe Einsatzdichte mit sich, insbesondere bei großen Menschenansammlungen und erhöhtem Alkoholkonsum, erklärten Verantwortliche. Ziel sei es gewesen, frühzeitig Präsenz zu zeigen und Eskalationen zu verhindern.
Mehr als tausend Einsatzkräfte waren im Stadtgebiet unterwegs. Neben uniformierten Streifenbeamten waren auch Zivilkräfte im Einsatz, um Taschendiebstähle, Übergriffe oder Gewaltdelikte zu verhindern. Die strategische Ausrichtung: sichtbare Präsenz, schnelle Intervention, konsequente Verfolgung von Straftaten.
Im Fall des mutmaßlichen Sexualdelikts im Zülpicher Viertel steht nun die genaue Rekonstruktion des Geschehens im Vordergrund. Die Ermittler sichern Spuren, prüfen Aussagen und werten mögliche Videoaufnahmen aus. Ob der Verdacht der Vergewaltigung sich im weiteren Verlauf bestätigt, bleibt Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Öffentliche Wahrnehmung und Sensibilität für Sexualdelikte
Der Verdacht einer Vergewaltigung an Weiberfastnacht lenkt den Blick erneut auf das Thema Sicherheit bei Großveranstaltungen. Gerade während des Karnevals steigt das Risiko für übergriffiges Verhalten – nicht zuletzt durch Alkoholkonsum und dicht gedrängte Menschenmengen. Die Polizei Köln betont seit Jahren die Bedeutung von Prävention und Sensibilisierung.
Sexualdelikte werden konsequent verfolgt, unabhängig vom Geschlecht der Beteiligten. Der aktuelle Fall, bei dem ein Mann als mutmaßliches Opfer eines sexuellen Übergriffs angezeigt wurde, unterstreicht, dass sexualisierte Gewalt jede Person treffen kann. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Vergewaltigung erfolgen nach den geltenden strafrechtlichen Maßstäben und unter Einbindung spezialisierter Ermittler.
Ermittlungen stehen noch am Anfang
Zum jetzigen Zeitpunkt sind viele Fragen offen. Wann genau sich der Vorfall im Zülpicher Viertel ereignete, ob es unmittelbare Zeugen gibt und welche Beweismittel vorliegen – all das ist Teil der laufenden Untersuchungen. Die Polizei Köln kündigte an, weitere Informationen zu veröffentlichen, sobald der Stand der Ermittlungen dies zulässt.
Für die Einsatzkräfte bedeutet das: Auswertung von Anzeigen, Befragung von Beteiligten, Spurensicherung. Gerade bei Sexualdelikten ist eine sorgfältige Beweisaufnahme entscheidend. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Vergewaltigung werden daher mit besonderer Priorität geführt.
Zwischen Tradition und Verantwortung
Weiberfastnacht markiert jedes Jahr den Auftakt zu einer Reihe von Karnevalstagen, die Köln wirtschaftlich wie kulturell prägen. Gastronomie, Veranstalter und Stadtverwaltung setzen auf ein friedliches Fest. Gleichzeitig steht die Polizei Köln vor der Herausforderung, Sicherheit in einem dichten und emotional aufgeladenen Umfeld zu gewährleisten.
Der aktuelle Fall zeigt, wie eng Feierkultur und Sicherheitsfragen miteinander verknüpft sind. Während viele Jecke ausgelassen feiern, müssen Ermittler Straftaten nachgehen, Anzeigen aufnehmen und Opfer schützen. Ob sich der Verdacht der Vergewaltigung bestätigt, wird sich erst nach Abschluss der Ermittlungen zeigen. Bis dahin bleibt der Fall ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig Wachsamkeit und konsequente Strafverfolgung gerade an Tagen mit hohem Besucheraufkommen sind.
Die Polizei Köln setzt ihre Arbeit fort. Weitere Informationen zur Weiberfastnacht und zu den laufenden Ermittlungen sollen in den kommenden Tagen folgen.



