„Star Wars Zero Company“ erscheint am 27. August 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S und überträgt die vertraute „XCOM“-Formel in die späte Phase der Klonkriege. Erste Tests loben die taktischen Gefechte, die Inszenierung und das Zusammenspiel der Figuren, sehen aber auch Grenzen bei Spieltiefe und Technik. Entscheidend dürfte sein, ob das neue Star-Wars-Taktikspiel langfristig mehr bietet als eine sehr kompetente Variation seines offensichtlichen Vorbilds.

Online, 26. August 2026. Bei „Star Wars Zero Company“ ist die Verwandtschaft nicht zu übersehen. Rundenbasierte Gefechte, Deckungsmechaniken, individuell spezialisierte Einheiten, ein eigenes Hauptquartier und die Möglichkeit, Teammitglieder dauerhaft zu verlieren: Vieles erinnert an „XCOM“. Dass diese Nähe gewollt ist, zeigt schon der Blick auf das Entwicklerteam.

Hinter dem Spiel steht Bit Reactor. Das Studio beschäftigt Entwickler mit Erfahrung bei Firaxis, dem Unternehmen hinter den modernen „XCOM“-Titeln. Auch Creative Director und CEO Greg Foertsch war an diesen Spielen beteiligt. Die Parallelen sind deshalb nicht bloß eine Einordnung von außen, sondern tief in der Entstehung von „Star Wars Zero Company“ verankert.

Star Wars Zero Company setzt auf bewährte Taktik

Die Handlung spielt in der späten Phase der Klonkriege. Im Zentrum steht Hawks, ein ehemaliger Offizier der Galaktischen Republik, dessen Aussehen und Kampfausrichtung angepasst werden können. Um diese Figur formiert sich die namensgebende Zero Company, eine Einheit aus sehr unterschiedlichen Charaktertypen.

Zum Team gehören unter anderem Jedi, Droiden und Figuren aus dem kriminellen Umfeld des Star-Wars-Universums. Zwischen den Einsätzen kehrt die Gruppe in ihre Basis zurück, „The Den“ auf dem Ring von Kafrene. Dort werden Missionen vorbereitet, Figuren entwickelt und Entscheidungen für die nächsten Einsätze getroffen.

Dieser strategische Überbau gehört zu den Elementen, die „Star Wars Zero Company“ besonders deutlich mit „XCOM“ verbinden. Die Entwickler belassen es jedoch nicht bei der bloßen Übertragung. Electronic Arts hebt zusätzlich ein Beziehungssystem hervor: Charaktere, die regelmäßig gemeinsam kämpfen, können sogenannte Bonds entwickeln. Diese Verbindungen schalten neue Synergien für die Gefechte frei.

NADR Überblick

Das Wichtigste zusammengefasst

Star Wars Zero Company erscheint am 27. August 2026 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Erste Tests bewerten das rundenbasierte Taktikspiel überwiegend positiv, nennen aber auch technische Schwächen und eine starke Nähe zu XCOM.

Wann?
Der Verkaufsstart ist für den 27. August 2026 vorgesehen.
Was ist bestätigt?
„Star Wars Zero Company“ erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S.
Was ist passiert?
PCGamesN bewertet das Spiel mit acht von zehn Punkten und hebt vor allem Präsentation und Geschichte hervor.

Das verschiebt den Schwerpunkt. Wo klassische Taktikspiele häufig vor allem auf Zahlen, Reichweiten und Wahrscheinlichkeiten setzen, versucht „Star Wars Zero Company“, den Squad stärker über seine Figuren zu definieren. Aus einer taktischen Einheit soll zugleich eine Gruppe mit Beziehungen und wiederkehrenden persönlichen Konstellationen werden.

Die ersten Tests loben vor allem das Grundgerüst

Die bislang veröffentlichten Rezensionen fallen überwiegend positiv aus. PCGamesN bewertet das Spiel mit acht von zehn Punkten und hebt vor allem Präsentation und Geschichte hervor. Gleichzeitig fällt die taktische Tiefe nach Einschätzung des Magazins geringer aus als bei den stärksten Genre-Vertretern.

Auch GameSpot sieht in „Star Wars Zero Company“ ein gelungenes Taktikspiel, bemängelt aber eine sehr vorsichtige Herangehensweise. Das Spiel greife auf bekannte Strukturen zurück, ohne sie grundlegend neu zu erfinden. Genau darin liegt derzeit die zentrale Spannung der Testberichte: Die Nähe zu „XCOM“ funktioniert, sie kann dem Spiel aber auch Eigenständigkeit kosten.

PC Gamer ordnet „Star Wars Zero Company“ ebenfalls klar als Nachfahren von „XCOM“ ein. Zugleich verweist das Magazin auf Einflüsse, die eher an „Marvel's Midnight Suns“ erinnern. Gemeint sind vor allem die stärkere Konzentration auf Figuren, Beziehungen und erzählerische Elemente zwischen den taktischen Einsätzen.

Der Vergleich mit „XCOM“ ist deshalb mehr als ein griffiges Etikett. Er erklärt das Spielprinzip ziemlich präzise. Zugleich greift er zu kurz, wenn er den Eindruck vermittelt, Bit Reactor habe lediglich bekannte Mechaniken in ein Star-Wars-Szenario versetzt.

Permadeath macht Fehler dauerhaft

Zu den bestätigten Mechaniken gehört auch der dauerhafte Tod von Figuren. Wer mit entsprechenden Einstellungen spielt, kann Mitglieder der eigenen Einheit endgültig verlieren. Damit verändert sich nicht nur die taktische Lage für den nächsten Einsatz. Auch die Zusammensetzung des Teams kann im weiteren Verlauf eine andere werden.

Gerade dieser Verlustdruck gehört seit Jahren zu den prägendsten Merkmalen des „XCOM“-Prinzips. Ein misslungener Zug ist dort nicht einfach nach wenigen Sekunden vergessen. Er kann Konsequenzen für eine ganze Kampagne haben. „Star Wars Zero Company“ übernimmt diese Idee und verknüpft sie mit seinem stärkeren Fokus auf Beziehungen innerhalb des Squads.

Wie hart das Spiel tatsächlich ausfällt, beurteilen die Tester allerdings unterschiedlich. Manche beschreiben „Star Wars Zero Company“ als zugänglicher als klassische Genre-Vorbilder, andere berichten von deutlich fordernden Gefechten. Eine pauschale Aussage über den Schwierigkeitsgrad lässt sich daraus nicht ableiten. Einstellungen, Teamzusammenstellung und Spielweise dürften eine große Rolle spielen.

Technische Schwächen tauchen in mehreren Tests auf

Weniger uneinheitlich sind die Hinweise auf technische Probleme. PC Games berichtete in einer Vorabfassung unter anderem von Rucklern in Zwischensequenzen, aufpoppenden Texturen, Tearing und gelegentlichen Schwierigkeiten mit der Kamera. Das Magazin stellte zugleich klar, dass der getestete Build nicht zwingend dem finalen Stand zum Veröffentlichungstag entspricht.

Auch ein aktueller Test von news.com.au nennt Performance-Probleme auf der PlayStation 5. Damit sind technische Schwächen aus mehr als einer Quelle belegt. Daraus folgt allerdings nicht, dass die Verkaufsversion dauerhaft unter denselben Problemen leiden muss.

Genau hier bleibt kurz vor dem Start ein Vorbehalt. Test- und Vorabversionen können sich von der endgültigen Fassung unterscheiden, Fehler lassen sich mit Patches beheben. Ob Bit Reactor und Electronic Arts die beobachteten Probleme zum Release vollständig ausräumen, lässt sich auf Grundlage der bislang vorliegenden Berichte nicht sicher sagen.

Die Star-Wars-Lizenz ist mehr als Kulisse

Für „Star Wars Zero Company“ spricht, dass die bekannte Lizenz nicht nur über Schauplätze und Figuren funktioniert. Das Szenario der Klonkriege passt zum gewählten Spielprinzip: kleine Einheiten, unterschiedliche Spezialisierungen, Einsätze hinter wechselnden Fronten und ein militärischer Rahmen, der taktische Entscheidungen plausibel macht.

Dazu kommt eine deutlich cineastischere Präsentation als bei vielen klassischen Rundentaktikspielen. Die ersten Tests sehen gerade in dieser Verbindung eine Stärke: Das strategische Grundgerüst ist vertraut, die Inszenierung und die Figuren sollen ihm aber einen eigenen Rhythmus geben.

Das reicht bislang nicht allen Kritikern für einen vollständigen Bruch mit dem Vorbild. Wiederholt fällt der Hinweis, dass „Star Wars Zero Company“ auf Sicherheit spielt. Wer eine radikale Weiterentwicklung von „XCOM“ erwartet, könnte deshalb enttäuscht werden. Wer dagegen genau diese taktische Schule vermisst und sie in einem anderen Universum erleben möchte, bekommt ein klar umrissenes Angebot.

Release für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S

Der Verkaufsstart ist für den 27. August 2026 vorgesehen. „Star Wars Zero Company“ erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Electronic Arts nennt für die PC-Version 50 Gigabyte Speicherplatz. Für die empfohlene Konfiguration werden unter anderem 32 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie eine Grafikkarte auf dem Niveau einer GeForce RTX 3080 oder Radeon RX 7800 XT angegeben.

Die PC-Fassung soll zudem eine deutsche Benutzeroberfläche, deutsche Untertitel und deutsche Sprachausgabe bieten. Damit wird das Spiel auch für den deutschen Markt vollständig lokalisiert veröffentlicht.

Die Stärke des Spiels liegt bislang gerade in seiner Nähe zu XCOM

Schon vor dem Release zeichnet sich ab, woran „Star Wars Zero Company“ gemessen werden wird. Das Spiel steht deutlich in der Tradition von „XCOM“ und macht daraus kein Geheimnis. Die taktischen Systeme, die Entwicklerbiografien und die Einschätzungen der Fachpresse weisen in dieselbe Richtung.

Das muss kein Nachteil sein. Die ersten Tests bescheinigen dem Spiel ein solides bis sehr gutes Fundament, eine starke Star-Wars-Inszenierung und interessante Ansätze bei Figuren und Beziehungen. Gleichzeitig bleibt die Frage, ob diese Ergänzungen ausreichen, um dem bekannten Genre-Gerüst langfristig eine eigene Identität zu geben.

Die bisherige Testlage liefert darauf noch keine eindeutige Antwort. „Star Wars Zero Company“ scheint vieles von dem zu beherrschen, was Fans rundenbasierter Taktik erwarten. Ob daraus ein eigenständiger Dauerbrenner wird oder vor allem ein sehr gutes Star-Wars-Spiel im Schatten von „XCOM“, dürfte sich erst nach vollständigen Kampagnen und dem endgültigen technischen Zustand der Verkaufsversion zeigen.