Bilal El Khannouss rückt erneut in den Fokus eines Premier-League-Klubs. Newcastle United beschäftigt sich offenbar mit dem Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart, nachdem bereits andere Vereine Interesse gezeigt hatten. Noch ist die Lage allerdings deutlich weniger konkret, als es die Dynamik auf dem Transfermarkt vermuten lässt: Ein Angebot aus Newcastle ist bislang nicht bekannt.
Stuttgart, 26. August 2026. Wenige Tage vor dem Ende des Transferfensters bleibt Bilal El Khannouss einer der Namen, bei denen sich beim VfB Stuttgart noch etwas bewegen könnte. Der 22-Jährige hat Interessenten, ein erstes Angebot aus der Türkei wurde bereits abgelehnt – und nun führt eine weitere Spur nach England.
Nach Informationen von FussballTransfers beschäftigt sich Newcastle United erneut mit El Khannouss. Der Premier-League-Klub prüft den marokkanischen Nationalspieler demnach als mögliche Alternative, sollte eine Verpflichtung von Matias Fernandez-Pardo vom OSC Lille nicht zustande kommen.
Das ist der neue Stand. Mehr aber zunächst auch nicht. Weder ein Angebot von Newcastle an den VfB noch konkrete Verhandlungen zwischen den Vereinen sind bislang bekannt. Ebenso wenig gibt es Hinweise auf eine Einigung zwischen dem englischen Klub und El Khannouss.
Von einem bevorstehenden Transfer kann deshalb keine Rede sein. Bemerkenswert ist die Entwicklung trotzdem. Denn Newcastle wäre nicht der erste Klub, der in diesem Sommer Interesse an dem offensiven Mittelfeldspieler zeigt.
Bilal El Khannouss war bereits Thema in der Premier League
Schon Anfang August hatte Sky von ersten Anfragen zweier Vereine aus der Premier League berichtet. Welche Klubs dahinterstanden, blieb damals offen. Ein konkretes Angebot lag nach den damaligen Informationen nicht vor.
Das Wichtigste zusammengefasst
Newcastle United beschäftigt sich offenbar mit Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart. Ein konkretes Angebot des Premier-League-Klubs ist bislang nicht bekannt.
- Was ist passiert?
- Nach Informationen von FussballTransfers beschäftigt sich Newcastle United erneut mit El Khannouss.
- Was ist noch offen?
- Weder ein Angebot von Newcastle an den VfB noch konkrete Verhandlungen zwischen den Vereinen sind bislang bekannt.
- Was ist bestätigt?
- Nach Angaben des VfB bestritt El Khannouss 41 Pflichtspiele, erzielte neun Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor.
- Was gilt konkret?
- Der VfB bestätigte den dauerhaften Transfer am 25. Mai.
Ob Newcastle United zu diesen beiden Interessenten gehörte, ist nicht belegt. Die erneute Verbindung nach England zeigt jedoch, dass sich um Bilal El Khannouss seit Wochen ein Transfermarkt entwickelt. Der VfB Stuttgart muss sich mit der Möglichkeit eines Abgangs zumindest beschäftigen, obwohl der Spieler langfristig gebunden ist.
Auch die Frage, wie El Khannouss selbst seine Zukunft sieht, lässt sich nicht mit einem einzigen Satz beantworten. Im Frühjahr hatte Sky berichtet, der Mittelfeldspieler wolle beim VfB bleiben. Im Juli änderte sich das Bild: Demnach dachte der Spieler in seinem persönlichen Umfeld über einen möglichen Abschied nach. Einen formellen Wechselwunsch hatte er beim Verein zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht hinterlegt.
Anfang August wurde El Khannouss schließlich als grundsätzlich offen für einen Transfer beschrieben. Eine aktuelle öffentliche Erklärung des Spielers, in der er einen Abschied aus Stuttgart fordert oder einen bestimmten Verein als Ziel nennt, gibt es nicht.
Gerade deshalb ist die Unterscheidung wichtig: Interesse anderer Klubs ist belegt, ein unmittelbar bevorstehender Wechsel nicht.
Galatasaray ist mit einem ersten Angebot gescheitert
Wie groß das Interesse an Bilal El Khannouss tatsächlich werden kann, zeigte sich zuletzt in der Türkei. Galatasaray Istanbul beließ es nicht bei einer unverbindlichen Anfrage. Nach Informationen von Foot Mercato legte der Klub dem VfB Stuttgart ein Angebot vor.
Das französische Portal bezifferte die Offerte auf 22 Millionen Euro ohne Bonuszahlungen. Der VfB lehnte dem Bericht zufolge ab.
Damit liegt zumindest für Galatasaray ein wesentlich konkreterer Vorgang vor als derzeit für Newcastle. Zugleich machte die Absage deutlich, dass Stuttgart El Khannouss nicht zu jedem Preis ziehen lassen würde.
Wie hoch die tatsächliche Schmerzgrenze des VfB liegt, ist offen. In verschiedenen Medienberichten werden Beträge zwischen etwa 50 und 60 Millionen Euro genannt, teilweise ergänzt um mögliche Bonuszahlungen. Eine offizielle Ablöseforderung hat der VfB Stuttgart nicht öffentlich gemacht. Die kursierenden Summen sind deshalb nicht mit einem vom Verein bestätigten Preisschild gleichzusetzen.
Fest steht dagegen: Der VfB befindet sich bei El Khannouss in einer komfortableren Vertragsposition als bei einem Spieler, dessen Vertrag bald ausläuft.
VfB Stuttgart hat El Khannouss erst dauerhaft verpflichtet
Bilal El Khannouss kam am 1. September 2025 von Leicester City nach Stuttgart. Zunächst handelte es sich um ein Leihgeschäft. Nach der Saison ging dieses vertragsgemäß in eine feste Verpflichtung über. Der VfB bestätigte den dauerhaften Transfer am 25. Mai.
Seine erste Saison in Stuttgart lieferte genügend Argumente dafür, warum andere Klubs aufmerksam geworden sind. Nach Angaben des VfB bestritt El Khannouss 41 Pflichtspiele, erzielte neun Tore und bereitete sieben weitere Treffer vor.
Der Verein sprach bei der festen Verpflichtung von einer langfristigen Bindung. Sky berichtete über einen Vertrag bis 2030. Eine offizielle Ablösesumme für den Transfer von Leicester City veröffentlichte der VfB nicht. Auch hierzu kursieren unterschiedliche Angaben, die sich deshalb nicht als gesicherte Summe darstellen lassen.
Sportlich hat sich El Khannouss mit seiner ersten Saison jedenfalls einen festen Platz in der Stuttgarter Kaderplanung erarbeitet. Wirtschaftlich gehört er zugleich zu jenen Spielern, für die auf dem Transfermarkt hohe Summen möglich erscheinen. Genau diese Kombination macht seine Personalie in den letzten Tagen des Transferfensters interessant.
Ein Verkauf könnte für den VfB wirtschaftlich relevant werden
Der SWR hatte El Khannouss Mitte August als möglichen Verkaufskandidaten eingeordnet. Nach mehreren Verpflichtungen in diesem Transfersommer könnten Spielerverkäufe dem VfB zusätzliche Einnahmen verschaffen. Auch die Deutsche Presse-Agentur nannte den Mittelfeldspieler am 22. August im Zusammenhang mit der Stuttgarter Kaderplanung als einen naheliegenden Kandidaten für einen möglichen Abgang.
Das bedeutet nicht, dass Stuttgart den Spieler verkaufen muss. Es erklärt aber, weshalb Angebote für El Khannouss in dieser Phase des Transfersommers besondere Bedeutung bekommen könnten.
Der VfB kann dabei auf eine langfristige Vertragsbindung verweisen und muss einen Transfer nicht aus Zeitdruck akzeptieren. Das bereits abgelehnte Galatasaray-Angebot passt in dieses Bild. Ob ein finanzstarker Premier-League-Klub eine andere Dynamik erzeugen könnte, hängt zunächst davon ab, ob aus dem Interesse überhaupt ein konkreter Vorstoß wird.
Sportlich bleibt El Khannouss Teil des VfB-Kaders
Während über seine Zukunft gesprochen wird, gehört Bilal El Khannouss weiterhin zum Stuttgarter Aufgebot. Beim 4:0 im DFB-Pokal gegen Hansa Rostock am 21. August kam der 22-Jährige als Einwechselspieler zum Einsatz.
Seine Rolle in diesem einzelnen Spiel liefert keinen belastbaren Hinweis auf einen bevorstehenden Transfer. Gerade in einer Phase mit laufender Kaderplanung wäre es zu weitgehend, aus einer Startelfentscheidung Rückschlüsse auf einen möglichen Verkauf zu ziehen.
Für die Bewertung der Personalie sind andere Punkte aussagekräftiger: El Khannouss besitzt einen langfristigen Vertrag, hat eine produktive erste Saison beim VfB hinter sich und stößt nach übereinstimmenden Berichten auf Interesse anderer Vereine. Mindestens ein Klub hat bereits ein Angebot abgegeben – und ist damit in Stuttgart abgeblitzt.
Newcastle United kommt nun als möglicher weiterer Interessent hinzu. Der Unterschied zu Galatasaray ist allerdings entscheidend: Ein konkretes Angebot der Engländer ist bislang nicht bekannt.
Bei Newcastle fehlt noch der entscheidende Schritt
Die nächsten Tage dürften zeigen, ob aus der neuen Spur tatsächlich ein Transferfall wird. Bislang prüft Newcastle Bilal El Khannouss nach Informationen von FussballTransfers als mögliche Option. Das reicht für ein ernstzunehmendes Transfergerücht, aber nicht für die Annahme, dass ein Wechsel bereits nähergerückt ist.
Für den VfB Stuttgart ändert sich damit vorerst wenig. El Khannouss steht im Kader, ist langfristig gebunden und kann sportlich weiterhin eingeplant werden. Gleichzeitig weiß der Verein spätestens seit dem Galatasaray-Angebot, dass das Interesse an dem 22-Jährigen über unverbindliche Beobachtungen hinausgehen kann.
Die entscheidende Frage ist nun nicht, ob Bilal El Khannouss einen Markt hat. Den hat er offenkundig. Entscheidend wird sein, ob Newcastle oder ein anderer Interessent bereit ist, aus diesem Interesse ein Angebot zu machen, das auch den VfB zum Nachdenken bringt. Genau dieser Schritt steht bislang aus.





















