Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht zum 20. August 2026 mit Raketen und Drohnen angegriffen. Nach dem jüngsten belastbaren Stand wurden mindestens sechs Menschen getötet und 33 verletzt, mehrere Wohngebäude und zivile Einrichtungen wurden beschädigt. Noch am Morgen liefen Rettungsarbeiten, die endgültige Bilanz der russischen Angriffe auf Kiew stand deshalb zunächst nicht fest.
Kiew, 20. August 2026. In der ukrainischen Hauptstadt hat eine schwere russische Angriffswelle zahlreiche Schäden verursacht. Explosionen wurden aus mehreren Bezirken gemeldet, Feuer brachen aus, Gebäude wurden getroffen oder durch Trümmer beschädigt. Die Behörden korrigierten die Zahl der Opfer im Laufe des Morgens mehrfach nach oben.
Zunächst hatte Bürgermeister Vitali Klitschko von mindestens drei Toten und 20 Verletzten gesprochen. Später berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press unter Berufung auf den ukrainischen Katastrophenschutz von mindestens sechs Toten und 33 Verletzten. Weil Einsatzkräfte weiter beschädigte Gebäude absuchten, galt auch diese Bilanz als vorläufig.
Russische Angriffe auf Kiew treffen mehrere Stadtteile
Die russischen Angriffe auf Kiew trafen nach den vorliegenden Berichten mehrere Teile der Hauptstadt. Schäden oder Explosionen wurden unter anderem aus den Bezirken Darnyzkyj, Swjatoschynskyj und Solomjanskyj gemeldet. Besonders schwer betroffen war ein mehrstöckiges Wohnhaus im Solomjanskyj-Bezirk.
Dort brach ein Feuer aus, die oberen Etagen des Gebäudes wurden erheblich beschädigt. Rettungskräfte durchsuchten das Haus nach Menschen, die sich noch in den betroffenen Bereichen befinden könnten. Wie groß der Schaden an dem Gebäude insgesamt war, ließ sich am Morgen zunächst nicht abschließend beziffern.
Auch andere zivile Einrichtungen wurden beschädigt. Nach Angaben der Associated Press gehörten dazu eine medizinische Einrichtung und eine Bildungseinrichtung. Klitschko berichtete zudem von Schäden an einem Kinderkrankenhaus, wo unter anderem Fenster zerstört worden seien.
Das Wichtigste zusammengefasst
Russland griff Kiew in der Nacht zum 20. August 2026 mit Raketen und Drohnen an. Mindestens sechs Menschen wurden nach dem jüngsten belastbaren Stand getötet und 33 verletzt, während die Rettungsarbeiten noch liefen.
- Was ist passiert?
- Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht zum 20. August 2026 mit Raketen und Drohnen angegriffen.
- Wer ist betroffen?
- Nach dem jüngsten belastbaren Stand wurden mindestens sechs Menschen getötet und 33 verletzt, mehrere Wohngebäude und zivile Einrichtungen wurden beschädigt.
- Was ist bestätigt?
- Ein Reuters-Reporter in Kiew berichtete von mehr als einem Dutzend Explosionen.
- Was ist noch offen?
- Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftabwehr abgefangenen Flugkörper war am Morgen noch nicht abschließend gesichert.
- Was bedeutet das?
- Die aktuelle Angriffswelle fügt sich damit in eine Serie wiederkehrender Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ein.
Bei einzelnen Schadensorten blieb zunächst offen, ob direkte Treffer oder Trümmer abgefangener Flugkörper die Zerstörungen verursacht hatten. Diese Unterscheidung ist für die Einordnung des Angriffs wesentlich, ließ sich aber am Morgen nicht für jeden Ort verlässlich treffen.
Raketen und Drohnen lösen zahlreiche Explosionen aus
Die ukrainische Luftwaffe hatte während der Nacht vor mehreren Waffentypen gewarnt. Demnach waren ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen im Anflug. Ein Reuters-Reporter in Kiew berichtete von mehr als einem Dutzend Explosionen.
Damit war früh klar, dass es sich nicht um einen einzelnen Angriff handelte. Eine vollständige Bilanz darüber, wie viele Raketen und Drohnen Russland in dieser Nacht gegen Kiew und andere Teile der Ukraine einsetzte, lag zunächst jedoch nicht vor. Auch die Zahl der von der ukrainischen Luftabwehr abgefangenen Flugkörper war am Morgen noch nicht abschließend gesichert.
In mehreren Stadtteilen wurden Brände gemeldet. Hinzu kamen zeitweise Stromausfälle. Wie viele Haushalte oder Einrichtungen davon betroffen waren und wie lange die Unterbrechungen dauerten, war zunächst unklar.
Angriffe betreffen auch das Umland der Hauptstadt
Die russischen Angriffe auf Kiew waren Teil einer größeren nächtlichen Angriffslage. Auch im Umland der Hauptstadt wurden Opfer gemeldet. Im Bezirk Browary in der Region Kiew kam nach Angaben des Regionalgouverneurs mindestens ein Mensch ums Leben, ein weiterer wurde verletzt.
Diese Angaben beziehen sich auf die Region außerhalb des eigentlichen Stadtgebiets und müssen deshalb von der Opferbilanz für Kiew selbst getrennt betrachtet werden. Während der Nacht herrschte zudem in weiten Teilen der Ukraine Luftalarm.
Welche militärischen Ziele Russland mit den eingesetzten Raketen und Drohnen verfolgte, ließ sich aus den bis zum Morgen verfügbaren Informationen nicht verlässlich ableiten. Belegt ist dagegen, dass Wohnhäuser und andere zivile Einrichtungen beschädigt wurden.
Eine weitergehende Aussage darüber, ob einzelne zivile Einrichtungen gezielt angegriffen wurden, geben die gesicherten Informationen nicht her. Für eine solche Bewertung wären zusätzliche belastbare Angaben zur Zielauswahl und zu den konkreten Einschlagsorten notwendig.
Polen verstärkt vorsorglich den Schutz seines Luftraums
Die Angriffswelle hatte auch Auswirkungen auf die militärische Bereitschaft im benachbarten Polen. Nach Angaben der polnischen Streitkräfte wurden vorsorglich Maßnahmen zum Schutz des eigenen Luftraums aktiviert.
Eine bestätigte Verletzung des polnischen Luftraums durch russische Flugkörper während dieser Nacht wurde zunächst nicht gemeldet. Die polnische Reaktion war damit zunächst eine Schutzmaßnahme angesichts der umfangreichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine.
Kiew bleibt Ziel wiederkehrender russischer Luftangriffe
Die Angriffe in der Nacht zum 20. August stehen nicht isoliert. Kiew war bereits in den Wochen zuvor mehrfach Ziel schwerer russischer Luftangriffe. Anfang Juli meldete die Stadtverwaltung nach einer nächtlichen Attacke zahlreiche Tote und Verletzte, wenige Tage später folgte ein weiterer Angriff mit erneut hohen Opferzahlen.
Die aktuelle Angriffswelle fügt sich damit in eine Serie wiederkehrender Attacken auf die ukrainische Hauptstadt ein. Trotz bestehender Luftverteidigung bleibt Kiew für russische Langstreckenwaffen erreichbar. Gleichzeitig stehen die ukrainischen Abwehrsysteme unter anhaltendem Druck.
Auch außerhalb der Hauptstadt wurden zuletzt wiederholt Städte, Energieanlagen und andere Infrastruktureinrichtungen angegriffen. Internationale Nachrichtenagenturen berichteten in diesem Zusammenhang über die hohe Belastung der ukrainischen Luftverteidigung.
Für die Bevölkerung Kiews bedeutet dies, dass Luftalarm und nächtliche Angriffe weiterhin zum Kriegsalltag gehören. Welche Folgen die jüngste Angriffswelle langfristig für beschädigte Gebäude und die lokale Infrastruktur hat, war unmittelbar nach den Angriffen noch nicht absehbar.
Die endgültige Opferbilanz steht noch aus
Am Donnerstagmorgen war vor allem eines deutlich: Die Lage blieb in Bewegung. Innerhalb weniger Stunden mussten die ukrainischen Behörden die zunächst gemeldeten Opferzahlen nach oben korrigieren. Weitere Änderungen waren angesichts der laufenden Rettungsarbeiten möglich.
Gesichert ist bislang, dass die russischen Angriffe auf Kiew mehrere Bezirke trafen, mindestens sechs Menschen töteten und Dutzende verletzten. Hinzu kommen erhebliche Schäden an Wohnhäusern und weiteren zivilen Einrichtungen. Wie groß das gesamte Ausmaß der Zerstörungen ist, wird sich erst nach Abschluss der Such- und Sicherungsarbeiten genauer bestimmen lassen.





















