So lange dauert es noch Schulausfall in Deutschland: Diese Bundesländer sind betroffen und so lange fällt der Unterricht aus

In Regionales
Januar 12, 2026

Berlin, 12. Januar 2026 – Eisregen auf den Straßen, Schneeverwehungen auf den Schulwegen, Warnmeldungen im Stundentakt: Der Winter hat Deutschland fest im Griff und zwingt Behörden zu weitreichenden Entscheidungen.

In mehreren Bundesländern fällt der Unterricht aus oder wird kurzfristig digital organisiert – mit teils erheblichen Unterschieden bei Dauer und Ausmaß des Schulausfalls.

❄️ Schul-Status Deutschland

Live Update
Nordrhein-Westfalen
Distanzunterricht
Glatteisgefahr • 2 Tage betroffen
Bremen & B'haven
Komplettausfall
Schnee/Sturm • 2 Tage
Niedersachsen
Teils digital
Festland betroffen • Inseln offen
Hamburg
1 Tag Pause
Zentral verordnet
Berlin & Brandenb.
Präsenz aufgehoben
Schulen offen • Elternwahl
Übrige Länder
Lokale Regelung
Keine Landeswarnung

Der Schulausfall in Deutschland gehört in diesen Tagen zu den sichtbarsten Folgen einer außergewöhnlichen Wetterlage. Glatteis, heftige Schneefälle und Sturmwarnungen haben den regulären Schulbetrieb in zahlreichen Regionen zum Erliegen gebracht. Während einige Länder flächendeckend reagierten und den Präsenzunterricht aussetzten, entschieden andere dezentral oder setzten auf eine Mischung aus Eigenverantwortung und Distanzunterricht. Die Dauer des Schulausfalls variiert dabei deutlich – von einzelnen Unterrichtstagen bis hin zu mehreren Ausfalltagen innerhalb einer Woche.

Was nach kurzfristigem Ausnahmezustand klingt, ist in Wahrheit Ausdruck eines föderalen Bildungssystems, das bei extremen Wetterlagen bewusst flexibel bleibt. Anders als Ferien oder Feiertage wird ein Schulausfall in Deutschland nicht langfristig geplant, sondern fast immer auf Basis aktueller Gefahrenlagen entschieden. Maßgeblich sind dabei vor allem Prognosen des Deutschen Wetterdienstes, die Sicherheit der Schulwege und die Einschätzung der zuständigen Schulbehörden.

Wo der Unterricht aktuell ausfällt

Die folgende Übersicht zeigt, in welchen Bundesländern der Schulausfall zuletzt bestätigt wurde und wie lange der Unterricht jeweils ausgesetzt oder umgestellt wurde. Die Angaben beziehen sich auf landesweite oder weitgehend flächendeckende Entscheidungen.

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen wurde der Präsenzunterricht an einem der betroffenen Werktage vollständig ausgesetzt. Die Landesregierung entschied sich angesichts massiver Glatteisgefahr für eine landesweite Umstellung auf Distanzunterricht. Bereits zuvor hatte es in Teilen des Landes Einschränkungen gegeben, bei denen Eltern selbst entscheiden konnten, ob ihre Kinder den Schulweg antreten. In Summe kam es damit innerhalb weniger Tage zu mindestens zwei Unterrichtstagen ohne regulären Präsenzbetrieb. Der Schulausfall in Deutschland zeigte sich hier besonders deutlich, da NRW eines der bevölkerungsreichsten Bundesländer ist.

Bremen

Auch in Bremen und Bremerhaven blieb der Präsenzunterricht an zwei Tagen aus. Sowohl allgemeinbildende als auch berufsbildende Schulen stellten kurzfristig auf Distanzunterricht um. Bereits zuvor hatten Schnee und Sturm den Schulbetrieb beeinträchtigt. Für viele Familien bedeutete dies eine erneute organisatorische Herausforderung – ein Muster, das sich beim Schulausfall in Deutschland immer wieder zeigt, wenn Extremwetter mehrere Tage anhält.

Niedersachsen

In Niedersachsen fiel der Unterricht in weiten Teilen des Landes aus oder wurde digital organisiert. Besonders betroffen waren Regionen mit ausgeprägter Glatteisgefahr. Ausnahmen gab es lediglich in einzelnen Inselgemeinden, wo die Wetterlage stabiler eingeschätzt wurde. Auf dem Festland summierten sich die Ausfälle ebenfalls auf mindestens einen vollständigen Schultag, ergänzt durch lokale Einschränkungen an weiteren Tagen.

Hamburg

Die Hansestadt Hamburg reagierte bereits vor dem Wochenende auf die Winterlage und setzte den Präsenzunterricht für einen Tag aus. Die Entscheidung wurde zentral getroffen und galt für zahlreiche Schulen. Ob weitere Ausfälle notwendig werden, hing von der Entwicklung der Wetterlage ab – ein typisches Vorgehen beim Schulausfall in Deutschland, der häufig nur tageweise beschlossen wird.

Berlin und Brandenburg

In Berlin und Brandenburg wurde die Präsenzpflicht zeitweise aufgehoben. Schulen blieben grundsätzlich geöffnet, Eltern konnten jedoch selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder angesichts der Witterung schicken. Formal betrachtet beschränkte sich der Schulausfall hier auf einen Tag ohne verpflichtenden Präsenzunterricht, was die vergleichsweise moderate Reaktion der Hauptstadtregion unterstreicht.

Übrige Bundesländer

In Bayern, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen-Anhalt gab es keine landesweiten Anordnungen für einen vollständigen Schulausfall. Dennoch kam es auch dort vereinzelt zu Unterrichtsausfällen, die auf kommunaler Ebene entschieden wurden. Diese lokalen Maßnahmen sind typisch für den Schulausfall in Deutschland, da viele Länder bewusst auf regionale Flexibilität setzen.

Warum Schulausfälle meist nur kurz dauern

Der Schulausfall in Deutschland ist in der Regel eng an akute Gefahrenlagen gebunden. Sobald Eisregen nachlässt, Straßen geräumt sind und der öffentliche Nahverkehr wieder stabil läuft, nehmen die Schulen den Präsenzbetrieb wieder auf. Deshalb dauern wetterbedingte Ausfälle meist nur einen Tag oder wenige Tage. Längere flächendeckende Schließungen gelten als Ausnahme und setzen eine anhaltende Gefährdung voraus.

Hinzu kommt, dass viele Schulen inzwischen auf digitale Unterrichtsformen zurückgreifen können. Distanzunterricht wird dabei nicht als vollständiger Ersatz, sondern als Übergangslösung verstanden. Er soll sicherstellen, dass der Unterricht zumindest in Grundzügen fortgesetzt wird, wenn der Schulweg nicht zumutbar ist.

Entscheidungen zwischen Sicherheit und Bildungsauftrag

Die Verantwortung für einen Schulausfall in Deutschland liegt nicht bei einer einzelnen Institution. Kultusministerien, Schulämter, Kommunen und Schulleitungen arbeiten eng zusammen. Grundlage sind Wetterwarnungen, Verkehrslageberichte und Erfahrungswerte aus früheren Extremwetterlagen. Ziel ist es, Risiken zu minimieren, ohne den Bildungsauftrag unnötig zu unterbrechen.

Dieses Zusammenspiel führt zwangsläufig zu regionalen Unterschieden. Während ein Bundesland frühzeitig den Unterricht aussetzt, warten andere zunächst ab oder delegieren Entscheidungen an die lokale Ebene. Für Eltern und Schülerinnen und Schüler bedeutet das zwar Unsicherheit, zugleich aber auch eine passgenaue Reaktion auf die tatsächlichen Bedingungen vor Ort.

Was der aktuelle Winter über den Schulausfall verrät

Die jüngsten Ereignisse zeigen, wie sensibel das Bildungssystem auf extreme Wetterlagen reagiert. Der Schulausfall in Deutschland ist dabei weniger Ausdruck von Übervorsicht als vielmehr Ergebnis eines sicherheitsorientierten Ansatzes. Besonders in dicht besiedelten Regionen mit komplexer Verkehrsinfrastruktur kann bereits ein einzelner Glatteistag erhebliche Risiken bergen.

Zugleich wird deutlich, dass sich die Dauer von Schulausfällen kaum pauschal festlegen lässt. Sie hängt von Wetterdynamik, regionalen Gegebenheiten und organisatorischen Möglichkeiten ab. Während einige Länder mehrere Tage innerhalb kurzer Zeiträume verzeichnen, bleibt es andernorts bei punktuellen Einschränkungen.

Zwischen Ausnahmezustand und neuer Normalität

Der aktuelle Winter macht sichtbar, wie stark äußere Einflüsse den Schulalltag prägen können. Der Schulausfall in Deutschland ist dabei kein Zeichen struktureller Schwäche, sondern Ausdruck eines Systems, das Sicherheit priorisiert und flexibel reagiert. Gleichzeitig stellt jede wetterbedingte Unterbrechung Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler vor neue Herausforderungen.

Ob derartige Situationen künftig häufiger auftreten, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der Umgang mit Schulausfall wird auch in Zukunft ein Balanceakt bleiben – zwischen Schutz, Verlässlichkeit und dem Anspruch, Bildung selbst unter schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.