Schock in Andalusien Zugunglück in Spanien: Züge kollidieren in Andalusien – mindestens 24 Tote

In Ausland
Januar 19, 2026

Adamuz (Andalusien), 19. Januar 2026 – Ein metallisches Kreischen, dann Stille. In der Dunkelheit der andalusischen Landschaft liegen Waggons quer über den Gleisen, Scheiben sind zerborsten, Gepäck verteilt sich zwischen Trümmern. Menschen klettern aus Fenstern, suchen Halt im Schotterbett. Das Zugunglück in Spanien hat binnen Sekunden Dutzende Leben ausgelöscht und ein ganzes Land erschüttert.

Was sich am Sonntagabend nahe der Kleinstadt Adamuz in der Provinz Córdoba ereignete, zählt zu den schwersten Eisenbahnunfällen der jüngeren spanischen Geschichte. Zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidierten, nachdem einer von ihnen entgleist war und auf ein benachbartes Gleis geriet. Mindestens 24 Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Noch während die Rettungskräfte arbeiteten, breitete sich Fassungslosigkeit aus – unter Passagieren, Einsatzkräften und weit darüber hinaus.

Ein Abend, der im Chaos endet

Das Zugunglück in Spanien ereignete sich am 18. Januar gegen 19:39 Uhr auf einer vielbefahrenen Hochgeschwindigkeitsstrecke im Süden des Landes. Ein Zug des privaten Betreibers Iryo war von Málaga in Richtung Madrid unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache entgleiste das Triebfahrzeug auf einem geraden Streckenabschnitt. Der Zug geriet auf das Nachbargleis – genau in dem Moment, als dort ein Hochgeschwindigkeitszug der staatlichen Bahngesellschaft Renfe entgegenkam, der auf dem Weg nach Huelva war.

Die folgende Kollision war verheerend. Mehrere Waggons beider Züge sprangen aus den Schienen, einige kippten um, andere verkeilten sich ineinander. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall, von ruckartigem Stillstand, von Dunkelheit und Schreien. Innerhalb weniger Sekunden verwandelte sich eine routinemäßige Zugfahrt in ein Szenario, das viele der Betroffenen später als surreal beschrieben.

Nach Angaben der Behörden starben mindestens 24 Menschen, darunter auch der Fahrer eines der Züge. Die Zahl der Verletzten ging in die Hunderte, viele von ihnen erlitten schwere Verletzungen. Mehrere Personen mussten noch in der Nacht notoperiert werden. Das Ausmaß des Zugunglücks in Spanien wurde erst nach und nach deutlich, als Rettungskräfte die schwer zugänglichen Waggons erreichten.

Überlebende kämpfen sich ins Freie

In den ersten Minuten nach der Kollision waren es vor allem die Passagiere selbst, die versuchten, sich in Sicherheit zu bringen. Türen ließen sich nicht öffnen, Fenster waren zerborsten oder mussten eingeschlagen werden. Menschen kletterten aus den Waggons, halfen einander über Trümmer, versuchten Verletzte zu versorgen. Einige irrten orientierungslos entlang der Gleise, andere blieben bei den Wracks, aus Angst, Angehörige zurückzulassen.

Diese Bilder – Überlebende, die aus Zugfenstern steigen, Rettungsdecken um die Schultern, Blut im Gesicht – haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Sie stehen sinnbildlich für die Wucht des Zugunglücks in Spanien und für die Ausnahmesituation, in der sich Hunderte Menschen plötzlich wiederfanden.

  • Mindestens 24 bestätigte Todesopfer
  • Hunderte Verletzte, darunter zahlreiche Schwerverletzte
  • Beide Hochgeschwindigkeitszüge stark beschädigt
  • Großangelegter Rettungseinsatz über viele Stunden
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Rettung unter schwierigen Bedingungen

Die Unglücksstelle liegt abseits größerer Ortschaften, umgeben von Feldern und niedrigen Hügeln. Das erschwerte die Rettungsarbeiten erheblich. Feuerwehr, medizinische Notdienste, Polizei und die Militärische Notfalleinheit wurden aus mehreren Provinzen zusammengezogen. Mit schwerem Gerät versuchten die Einsatzkräfte, eingeklemmte Personen aus den deformierten Waggons zu befreien.

Sanitäter errichteten provisorische Behandlungsplätze entlang der Strecke. Verletzte wurden zunächst stabilisiert und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht, unter anderem nach Córdoba, Jaén und Sevilla. Die Behörden richteten zudem Informationszentren an größeren Bahnhöfen ein, um Angehörige zu betreuen und den Strom verzweifelter Nachfragen zu kanalisieren.

Psychologische Betreuung und Notfallhilfe

Neben der medizinischen Versorgung rückte rasch auch die psychologische Betreuung in den Fokus. Viele Überlebende standen unter Schock, hatten Todesangst erlebt oder den Verlust von Mitreisenden mit ansehen müssen. Kriseninterventionsteams wurden hinzugezogen, um erste Gespräche zu führen und langfristige Hilfe anzubahnen. Das Zugunglück in Spanien hinterlässt nicht nur körperliche Verletzungen, sondern tiefe seelische Spuren.

Eine Strecke ohne offensichtliche Schwächen

Besonders beunruhigend: Der betroffene Streckenabschnitt war erst wenige Monate zuvor umfassend modernisiert worden. Er gilt als technisch anspruchslos, verläuft gerade und war zum Zeitpunkt des Unglücks weder durch extreme Witterung noch durch bekannte technische Störungen beeinträchtigt. Genau dieser Umstand macht das Zugunglück in Spanien für Fachleute so schwer erklärbar.

Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass allein der Iryo-Zug entgleiste und dadurch die Kollision auslöste. Warum das Fahrzeug von den Schienen abkam, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Techniker sichern Daten aus den bordeigenen Systemen, untersuchen die Gleisanlagen und analysieren den Zustand des rollenden Materials. Auch menschliche Faktoren werden geprüft – ohne dass bislang Ergebnisse vorliegen.

Ermittlungen unter Hochdruck

Die spanischen Ermittlungsbehörden stehen unter erheblichem Druck. Das Zugunglück in Spanien wirft grundlegende Fragen zur Sicherheit des Hochgeschwindigkeitsnetzes auf, das international als modern und zuverlässig gilt. Experten betonen zugleich, dass voreilige Schlüsse vermieden werden müssen. Erst die vollständige Auswertung aller technischen Daten könne Aufschluss darüber geben, was an diesem Abend schiefgelaufen ist.

Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt der betroffene Streckenabschnitt gesperrt. Der Bahnverkehr zwischen Madrid und Andalusien wurde weiträumig umgeleitet oder eingestellt. Für viele Reisende bedeutet das erhebliche Einschränkungen – doch angesichts der Tragödie tritt die Frage der Mobilität in den Hintergrund.

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Ein Land im Schockzustand

Die Reaktionen auf das Zugunglück in Spanien ließen nicht lange auf sich warten. Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus und dankte den Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz. Auch Vertreter der Regionalregierung Andalusiens äußerten ihre Bestürzung und kündigten umfassende Unterstützung für Betroffene an.

In vielen Städten Spaniens wurden Gedenkminuten abgehalten. An Bahnhöfen legten Menschen Blumen nieder, Kerzen brannten in stiller Erinnerung. Medien berichteten rund um die Uhr, während sich in sozialen Netzwerken Anteilnahme und Entsetzen mischten. Das Zugunglück in Spanien wurde zum dominierenden Thema des öffentlichen Lebens.

Erinnerungen an frühere Katastrophen

Für viele Spanier weckt das aktuelle Unglück schmerzhafte Erinnerungen an frühere Eisenbahnkatastrophen. Auch damals folgten auf die erste Schockstarre lange Phasen der Aufarbeitung, der juristischen Klärung und der politischen Debatte. Ähnlich dürfte es nun verlaufen: Das Zugunglück in Spanien wird nicht nur technisch untersucht werden, sondern auch gesellschaftlich nachhallen.

Fragen nach Verantwortung, nach Sicherheitsstandards und nach der Rolle privater Betreiber im Hochgeschwindigkeitsverkehr werden erneut gestellt werden. Noch aber überwiegt die Trauer um die Opfer und die Sorge um die Verletzten.

Wenn Routine zur Tragödie wird

Hochgeschwindigkeitszüge stehen für Effizienz, für moderne Mobilität, für Sicherheit. Millionen Menschen nutzen sie täglich, oft ohne einen Gedanken an mögliche Risiken zu verschwenden. Das Zugunglück in Spanien zeigt mit brutaler Klarheit, wie schnell diese Gewissheit erschüttert werden kann.

Während an der Unglücksstelle weiterhin Wrackteile geborgen und Spuren gesichert werden, versuchen Angehörige, Gewissheit zu erlangen. Für sie ist das Geschehen nicht abstrakt, sondern zutiefst persönlich. Namen, Gesichter und Geschichten stehen hinter den nüchternen Zahlen.

Ein Ereignis, das bleibt

Das Zugunglück in Spanien wird noch lange nachwirken – in den Ermittlungsakten, in politischen Diskussionen, vor allem aber in den Leben der Menschen, die diesen Abend überlebt haben oder jemanden verloren haben. Antworten auf die offenen Fragen werden Zeit brauchen. Die Erinnerung an das, was geschehen ist, bleibt.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.