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Grippe-Alarm in Europa Neue Grippeimpfung 2025/26 – was Sie jetzt wissen müssen

In Aktuelles
November 30, 2025

30. November 2025 – Die Wintersaison beginnt, und mit ihr die Sorge vor einer kräftigen Grippewelle. Eine neue Virusvariante breitet sich rasch aus, die Behörden warnen vor steigenden Fallzahlen – und der passende Impfschutz steht bereits bereit.

Noch nie wurden erste Grippefälle so früh registriert wie in dieser Saison. Grund dafür ist eine Mutante, die Fachleute beunruhigt: Der Subtyp A(H3N2) Subklade K breitet sich aktuell besonders schnell aus. Fachleute raten daher zu einer zeitnahen Impfung. Doch wie gut ist der Schutz, und wer sollte sich jetzt impfen lassen?

Warum ist die neue Grippeimpfung jetzt besonders wichtig?

Die Grippesaison 2025/26 hat deutlich früher begonnen als in den Vorjahren. Diagnosen stieg in vielen Ländern der EU und des EWR bereits drei bis vier Wochen früher an als üblich. Die neue Subvariante A(H3N2) Subklade K dominiert das Infektionsgeschehen – und Experten sehen ein erhöhtes Risiko schwerer Verläufe.

Positiv ist: Deutschland verfügt in dieser Saison über eine größere Auswahl an Impfstoffen. Bereits Mitte Oktober standen rund 18,5 Millionen Dosen zur Verfügung. Die Palette reicht von altersangepassten Präparaten über klassische Split- und Subunit-Impfstoffe bis hin zu Lebendimpfstoffen, die insbesondere für Kinder relevant sind.

Neue Impfstoffe – mehr Optionen für Risikogruppen

Die Zusammensetzung der diesjährigen Impfstoffe folgt den globalen Empfehlungen der WHO. Enthalten sind Varianten der Stämme H1N1, H3N2 sowie Influenza B. Besonders für ältere Menschen wurden die Optionen erweitert: Neben dem bekannten Hochdosispräparat steht ein Impfstoff mit dem Wirkverstärker MF-59 bereit, der die Immunreaktion verstärken soll – ein entscheidender Vorteil in einer Altersgruppe mit natürlicherweise schwächerer Immunantwort.

Hier gibt es weitere Infos zu den Influenza Sub Typen auf NADR News

Neuer Influenza-Subtyp: Was in dieser Grippesaison 2025/2026 zu erwarten ist

Wie gut wirkt die Impfung angesichts der neuen Virusvariante?

Die verfügbaren Studien zeigen ein differenziertes Bild: Die Wirksamkeit liegt insgesamt etwas niedriger als in Jahren, in denen der Impfstoff optimal auf die zirkulierenden Viren abgestimmt ist. Dennoch konnten Analysen aus dem Vorjahr zeigen, dass die Impfung schwere Verläufe deutlich reduziert. Während der Schutz vor milden Infektionen begrenzt blieb, zeigte sich insbesondere bei Hospitalisierungen ein deutlicher Nutzen.

Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern stützen diese Einschätzung. Dort weisen Auswertungen darauf hin, dass die Impfung bei Kindern einen hohen Schutz bietet und bei Erwachsenen das Risiko schwerer Komplikationen senkt. Selbst bei einer teilweisen Abweichung zwischen Impfstoff und Virus bleibt der Nutzen der Impfung klar erkennbar.

Warum trotz Mutationen impfen?

  • Auch bei Mutationen profitieren Geimpfte von einer reduzierten Krankheitslast.
  • Schwere Verläufe treten seltener auf – ein wichtiger Faktor für Risikogruppen.
  • Die Impfung trägt dazu bei, die Verbreitung innerhalb der Bevölkerung zu verlangsamen.
  • Sie schützt indirekt Menschen, die keinen ausreichenden Immunschutz entwickeln können.
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Für wen die Grippeimpfung 2025/26 besonders empfohlen wird

Die offiziellen Empfehlungen richten sich insbesondere an folgende Gruppen:

  • Personen ab 60 Jahren
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen
  • Schwangere
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich
  • Kinder, je nach zugelassenem Impfstoff teils schon ab sechs Monaten

Zudem empfehlen Expertinnen und Experten grundsätzlich allen Menschen ab sechs Monaten eine jährliche Impfung. Die frühe und dynamische Saison verstärkt diesen Rat in diesem Jahr zusätzlich.

Was spricht für eine schnelle Impfung – und was bleibt offen?

Zu den wichtigsten Argumenten für eine zeitnahe Impfung zählen:

  • Hohe Verfügbarkeit und vielfältige Impfstoffoptionen
  • Deutliche Verringerung des Risikos schwerer Krankheitsverläufe
  • Optimaler Schutz, wenn die Impfung früh in der Saison erfolgt

Noch unklar ist, wie gut der Impfschutz bei der neuen Subklade K im direkten Vergleich mit den Vorjahren ausfallen wird. Klar ist jedoch: Auch ein nicht vollständig passender Impfstoff bietet einen signifikanten gesundheitlichen Nutzen. Entscheidend bleibt der individuelle Gesundheitszustand sowie der verwendete Impfstofftyp.

Mehr denn je gilt: Impfung schützt – aber ersetzt nicht andere Vorsorge

Hygiene und Vorsichtsmaßnahmen bleiben unverzichtbar. Regelmäßiges Händewaschen, Abstand bei Symptomen, gute Belüftung und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Risikosituationen senken das Infektionsrisiko zusätzlich. In Einrichtungen mit vulnerablen Menschen sollten ergänzend antivirale Mittel verfügbar sein.

Zwischen Schutz und Unsicherheit – aber genau deshalb impfen

Die sich wandelnde Natur der Grippeviren macht Vorsorge zu einer jährlich neuen Herausforderung. Gerade in Zeiten dynamischer Mutationen bleibt die Impfung die wirksamste Maßnahme, um die Zahl schwerer Erkrankungen zu reduzieren und das Gesundheitssystem zu entlasten. Wer jetzt handelt, schützt sich selbst und andere nachhaltig.

Historische Entwicklung und globale Bedeutung der Grippeimpfung

Die Geschichte der Grippeimpfung reicht fast ein Jahrhundert zurück. Bereits in den 1930er-Jahren gelang es Wissenschaftlern, Antikörper gegen Influenza nachzuweisen. Kurz darauf wurden erste Impfstoffkandidaten entwickelt und in militärischen Einrichtungen getestet. Anfang der 1940er-Jahre erhielten die ersten Präparate eine offizielle Zulassung – ein Meilenstein in der modernen Epidemiologie.

Mit der Einführung bivalenter Impfstoffe, die sowohl Influenza-A- als auch Influenza-B-Stämme enthielten, wurde der Grundstein für die bis heute gängigen saisonalen Impfstoffe gelegt. Nach der Hong-Kong-Grippe 1968 stieg die Bedeutung systematischer Impfprogramme weiter an. Trivalente und später quadrivalente Impfstoffe wurden nach und nach Standard, um möglichst viele zirkulierende Varianten abzudecken. Parallel entstanden neue Technologien wie Split- oder Subunit-Impfstoffe sowie abgeschwächte Lebendimpfstoffe, die beispielsweise als Nasenspray verabreicht werden.

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Warum jährlich impfen nötig ist

Influenzaviren verändern sich kontinuierlich. Kleinere genetische Veränderungen, sogenannte Drift-Mutationen, sorgen dafür, dass die Immunität der Bevölkerung im Laufe der Zeit nachlässt. Auch größere Veränderungen können auftreten, wenn verschiedene Virusstämme genetisches Material austauschen. Diese Dynamik macht es notwendig, die Impfstoffe jedes Jahr anzupassen. Die WHO koordiniert weltweit ein Netz aus Überwachungszentren, die regelmäßig Empfehlungen zur optimalen Impfstoffzusammensetzung für Nord- und Südhalbkugel aussprechen.

Die jährliche Reformulierung der Impfstoffe ist eine globale Kraftanstrengung, bei der Labore, Gesundheitsbehörden und Impfstoffhersteller eng zusammenarbeiten. Ziel ist, möglichst frühzeitig jene Stämme auszuwählen, die in der kommenden Saison voraussichtlich dominieren werden.

Unterschiedliche Impfstrategien weltweit – Ein Blick über Grenzen

International haben sich sehr unterschiedliche Ansätze entwickelt. In Nordamerika etwa wurde die Grippeimpfung früh in die öffentliche Gesundheitsstrategie aufgenommen. Seit den 1940er-Jahren sind Impfstoffe dort fester Bestandteil der Prävention. Viele Länder Südamerikas folgten diesem Beispiel und führen heute strukturierte Impfkampagnen durch, die häufig Teil umfassender Programme zur lebenslangen Immunisierung sind.

Auch in Europa hat sich die Impfstrategie in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Eine wachsende Zahl an Ländern empfiehlt die Impfung nicht nur für ältere Menschen oder Risikogruppen, sondern zunehmend auch für Kinder und Jugendliche. Diese Ausweitung trägt dazu bei, die Viruszirkulation insgesamt zu reduzieren, da jüngere Altersgruppen oft eine zentrale Rolle bei der Verbreitung von Atemwegsinfektionen spielen.

Impfquote und Herausforderungen in Europa

Trotz der deutlichen Ausweitung der Empfehlungen bleibt die Impfbereitschaft vielerorts hinter den Erwartungen zurück. Selbst unter älteren und besonders gefährdeten Menschen ist die Quote häufig niedriger als empfohlen. Studien zeigen, dass insbesondere Vertrauen, Informationen und der unkomplizierte Zugang zu Impfangeboten entscheidend dafür sind, ob Menschen sich impfen lassen.

Ausblick: Neue, bessere Grippeimpfstoffe in Entwicklung

Weltweit arbeiten Forschungsteams an sogenannten Next-Generation-Impfstoffen, die langfristig eine deutlich höhere Wirksamkeit ermöglichen könnten. Im Fokus stehen mRNA-basierte Präparate und kombinierte Impfstoffe, die mehrere Virusvarianten gleichzeitig adressieren. Diese Technologien versprechen einen breiteren und länger anhaltenden Schutz.

Gerade angesichts der aktuellen Herausforderungen durch neue Varianten erscheint die Weiterentwicklung der Impfstoffe als logischer und notwendiger Schritt. Moderne Präparate könnten dazu beitragen, die jährlichen Infektionswellen deutlich abzumildern und schwere Krankheitsverläufe nachhaltig zu reduzieren.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Die historische Entwicklung und der internationale Vergleich machen deutlich: Eine breit akzeptierte Grippeimpfung ist zentral für die öffentliche Gesundheit. Für Deutschland bedeutet das, Impfangebote weiter auszubauen, Informationskampagnen zu verstärken und die Versorgung dauerhaft sicherzustellen. Jede Grippesaison bringt neue Unsicherheiten – doch ein verlässlicher Impfschutz kann die Folgen spürbar abfedern.

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.