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Gute Chancen auf Aurora borealis So siehst du heute Abend gegen 21 Uhr Polarlichter in Deutschland

In Aktuelles
Januar 20, 2026

20. Januar 2026 Der Himmel über Deutschland zeigt sich derzeit von einer ungewöhnlichen Seite. In den vergangenen Nächten tauchten grünliche und rötliche Schleier über Städten, Feldern und Mittelgebirgen auf – ein Anblick, der sonst nur aus Skandinavien bekannt ist. Heute Abend gegen 21 Uhr könnte sich dieses Naturschauspiel erneut zeigen, ausgelöst durch eine außergewöhnlich starke Aktivität auf der Sonne.

Polarlichter in Deutschland gelten als seltene Erscheinung. Doch aktuell sorgt ein ausgeprägter geomagnetischer Sturm dafür, dass die Aurora borealis bis in mittlere Breiten vordringt. Bereits in der Nacht zum 20. Januar wurden in zahlreichen Regionen Deutschlands Polarlichter beobachtet – teils deutlich sichtbar mit bloßem Auge, teils eindrucksvoll auf Fotografien festgehalten. Die astronomische Lage bleibt angespannt, die Aktivität hoch. Das macht auch den heutigen Abend für viele Menschen besonders interessant.

Warum Polarlichter aktuell so weit südlich sichtbar sind

Ausgangspunkt des Phänomens liegt rund 150 Millionen Kilometer entfernt: auf der Sonne. Dort kam es in den vergangenen Tagen zu intensiven Eruptionen, bei denen große Mengen geladener Teilchen ins All geschleudert wurden. Treffen diese Teilchen auf das Magnetfeld der Erde, kann es zu geomagnetischen Stürmen kommen. In deren Folge werden die sonst polnahen Polarlichter weiter nach Süden verschoben.

Die Stärke solcher Stürme wird unter anderem über den sogenannten Kp-Index beschrieben. Steigt dieser Wert deutlich an, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter auch in Ländern wie Deutschland zu sehen. Genau diese Situation ist derzeit gegeben. Fachstellen sprechen von einer überdurchschnittlich starken geomagnetischen Aktivität, die bereits in der vergangenen Nacht außergewöhnliche Sichtungen ermöglicht hat.

Physikalisch entsteht das Polarlicht, wenn geladene Teilchen aus dem Sonnenwind auf Moleküle in der oberen Erdatmosphäre treffen. Dabei wird Energie frei, die sich in Form von Licht entlädt. Sauerstoff erzeugt dabei meist grüne oder rote Farbtöne, Stickstoff eher violette oder bläuliche Nuancen. Das Ergebnis ist ein oft schwebend wirkendes Leuchten, das sich langsam verändert und bewegt.

Rückblick: Polarlichter in ganz Deutschland gesichtet

Dass Polarlichter derzeit kein rein norddeutsches Phänomen sind, zeigte sich bereits in der vergangenen Nacht eindrucksvoll. Meldungen kamen aus nahezu allen Landesteilen:

  • In Norddeutschland wurden Polarlichter von der Nordseeküste bis in den Raum Hamburg gemeldet.
  • In Mitteldeutschland reichten die Sichtungen von Niedersachsen über Sachsen-Anhalt bis nach Thüringen.
  • In Süddeutschland wurden Polarlichter unter anderem in Baden-Württemberg und im Alpenvorland beobachtet.
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Gerade die Berichte aus südlichen Regionen verdeutlichen, wie außergewöhnlich stark das aktuelle Ereignis ist. Normalerweise endet die Sichtbarkeitszone weit nördlich von Deutschland. Dass Polarlichter nun auch über Schwarzwald, Alb oder Alpenhorizonten auftauchen, ist selbst für erfahrene Beobachter ungewöhnlich.

Wie stehen die Chancen heute Abend gegen 21 Uhr?

Ob sich das Schauspiel heute Abend erneut zeigt, hängt von mehreren Faktoren ab. Die geomagnetische Aktivität ist weiterhin erhöht, schwankt jedoch im Tagesverlauf. Experten rechnen damit, dass es auch am Abend noch zu Störungen des Erdmagnetfelds kommen kann – ein notwendiger, wenn auch nicht allein ausreichender Faktor für sichtbare Polarlichter in Deutschland.

Der richtige Zeitpunkt

Die besten Chancen bestehen in den Stunden nach Einbruch der Dunkelheit. Gegen 21 Uhr ist der Himmel in weiten Teilen Deutschlands ausreichend dunkel, um schwache Leuchterscheinungen wahrzunehmen. In den vergangenen Nächten traten die Polarlichter häufig in Intervallen auf, teils nur für wenige Minuten, teils über längere Phasen hinweg.

Der richtige Ort

Entscheidend ist ein möglichst dunkler Standort. Lichtverschmutzung kann schwächere Polarlichter vollständig überstrahlen. Wer sich abseits von Städten aufhält, mit freiem Blick nach Norden und wenig störender Beleuchtung, erhöht seine Chancen deutlich. Erhöhte Lagen oder offene Landschaften bieten zusätzliche Vorteile.

Wetter und Bewölkung

Auch das Wetter spielt eine zentrale Rolle. Selbst starke Polarlichter bleiben unsichtbar, wenn der Himmel bedeckt ist. Klare Abschnitte, insbesondere mit freier Sicht Richtung Nordhorizont, sind entscheidend. Kurzzeitige Wolkenlücken können bereits ausreichen, um das Phänomen zu erkennen.

Praktische Hinweise für Beobachter

Wer heute Abend gezielt nach Polarlichtern in Deutschland Ausschau halten möchte, sollte einige Punkte beachten:

  • Blickrichtung Norden: Polarlichter erscheinen meist niedrig über dem Nordhorizont.
  • Geduld mitbringen: Das Leuchten kann wellenartig auftreten und wieder verschwinden.
  • Augen an Dunkelheit gewöhnen: Mindestens 15 Minuten ohne helles Licht verbessern die Wahrnehmung.
  • Kamera nutzen: Digitalkameras und Smartphones erfassen Polarlichter oft intensiver als das menschliche Auge.
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Gerade fotografische Aufnahmen haben in den vergangenen Nächten gezeigt, dass selbst schwach sichtbare Polarlichter auf Bildern deutlich hervortreten können. Langzeitbelichtungen verstärken die Farben und machen Strukturen sichtbar, die dem Auge verborgen bleiben.

Warum Polarlichter in Deutschland so faszinieren

Die besondere Faszination von Polarlichtern in Deutschland liegt nicht nur in ihrer Seltenheit, sondern auch im Kontrast. Dort, wo man normalerweise Flugzeuglichter, Sterne und Wolken erwartet, erscheint plötzlich ein kosmisches Schauspiel. Es verbindet die Erde sichtbar mit den Vorgängen auf der Sonne – ein direkter Eindruck von Weltraumwetter, der sonst abstrakt bleibt.

Solche Ereignisse treten gehäuft in Phasen erhöhter Sonnenaktivität auf. Der aktuelle Sonnenzyklus nähert sich seinem Maximum, was die Wahrscheinlichkeit starker geomagnetischer Stürme erhöht. Dennoch bleibt jede Polarlichtsichtung in Deutschland ein Ausnahmefall, der sich nicht planen lässt und oft überraschend kommt.

Ein Moment zwischen Wissenschaft und Staunen

Ob sich heute Abend gegen 21 Uhr erneut Polarlichter über Deutschland zeigen, lässt sich nicht garantieren. Die Voraussetzungen sind gegeben, die jüngsten Beobachtungen stimmen vorsichtig optimistisch. Sicher ist jedoch: Wer den Himmel aufmerksam beobachtet, könnte Zeuge eines seltenen Naturereignisses werden – eines leisen, schwebenden Lichts, das für wenige Augenblicke den Alltag unterbricht und den Blick nach oben lenkt.</

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Als Autor für das Magazin "Nah am digitalen Rand" verbinde ich meine Germanistik-Expertise mit einem unstillbaren Interesse für redaktionell spannende Themen. Meine Leidenschaft gilt der Erforschung und dem Verständnis der digitalen Evolution unserer Sprache, ein Bereich, der mich stets zu tiefgründigen Analysen und Artikeln inspiriert.