Hintergrund zum Investment
Kapital für den Markteintritt
Mit der Series-A-Finanzierung in Höhe von 4,5 Millionen Euro hat Klar2O einen entscheidenden Meilenstein erreicht. Diese Summe ermöglicht es dem Unternehmen, seine Produktentwicklung voranzutreiben, Zertifizierungen zu beschleunigen und die Markteinführung vorzubereiten. Bereits in früheren Finanzierungsrunden konnte Klar2O Förderungen und Unterstützung gewinnen – darunter über eine Million Euro von einer Beteiligungsgesellschaft aus Bremen. Mit dem neuen Kapital will das Startup nun den Schritt vom Entwicklungsstadium hin zum internationalen Markt gehen.Lead-Investoren und Förderprogramme
Zu den Unterstützern zählen unter anderem regionale Förderinstitutionen sowie Business-Investoren. Auch das Land Baden-Württemberg steuerte über das BW-Invest-Programm weitere Mittel bei. Die staatliche Förderung von 100.000 Euro unterstreicht die Bedeutung, die der Innovationskraft von Klar2O zugemessen wird. Ergänzt wird dies durch internationale Messeauftritte wie der Aquatech in Amsterdam, die dem Startup eine Bühne für die Vernetzung mit potenziellen Partnern und Kunden bieten.Die Technologie von Klar2O
Smart Surface Technologie
Im Zentrum des Geschäftsmodells steht die sogenannte Smart Surface Technologie. Diese basiert auf biochemisch beschichteten Silika-Beads, die Mikro- und Nanoplastik aus dem Wasser adsorbieren. Der Clou: Die Beads sind regenerierbar, recycelbar und wiederverwendbar. Damit verfolgt Klar2O einen Zero-Waste-Ansatz, der sich deutlich von klassischen Einwegfiltern unterscheidet.Leistungsfähigkeit und Labortests
Unabhängige Laboruntersuchungen bestätigten bereits die hohe Wirksamkeit der Filtertechnologie. So erreichte Klar2O nach Tests mit Raman-Spektroskopie eine Rückhalterate von 99,7 Prozent. Untersuchungen an der Universität des Saarlands belegten ähnliche Werte. Diese Ergebnisse sind ein starkes Argument dafür, dass die Technologie das Potenzial hat, weltweit Standards zu setzen.Wie effizient filtert Klar2O Mikroplastik?
Nutzer stellen sich häufig die Frage, wie zuverlässig Mikroplastik tatsächlich herausgefiltert wird. Klar2O spricht von einer Effizienz von rund 99 Prozent, sowohl für Mikro- als auch Nanoplastik. Damit hebt sich das Unternehmen von klassischen Aktivkohle- oder Keramikfiltern ab, die oft nur größere Partikel erfassen.Regeneration und Nachhaltigkeit
Zero Waste durch Regeneration
Ein wesentlicher Vorteil der Klar2O-Filter ist die Möglichkeit zur Regeneration. Die Filtermedien lassen sich nach Gebrauch erneuern, sodass sie mehrfach eingesetzt werden können. Das reduziert Abfall und vermeidet das Problem, das bei vielen Konkurrenzprodukten entsteht: Einwegfilter belasten die Umwelt nach der Nutzung.Wie oft lassen sich die Filter regenerieren?
Die Filterbeads sind so konzipiert, dass sie mehrmals regeneriert und wiederverwendet werden können. Konkrete Angaben zur Anzahl der Regenerationszyklen sind bislang nicht öffentlich kommuniziert, Klar2O spricht jedoch von einer nachhaltigen und langfristig nutzbaren Lösung. Damit verfolgt das Unternehmen das Ziel, eine echte Kreislaufwirtschaft im Bereich Wasserfiltration zu etablieren.Gesundheitsaspekte und wissenschaftlicher Kontext
Die Rolle von Mikroplastik im Trinkwasser
Die Debatte über Mikroplastik im Trinkwasser ist komplex. Die WHO stellte bereits 2019 fest, dass es derzeit keine ausreichenden Hinweise gibt, Mikroplastik im Trinkwasser als akutes Gesundheitsrisiko einzustufen. Allerdings warnen Organisationen wie der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), dass diese Entwarnung vorschnell sei. Vor allem die Langzeitwirkungen von Nanoplastik auf Zellen und Gewebe sind noch nicht ausreichend erforscht.Gibt es Studien zur gesundheitlichen Wirkung?
Langzeitdaten fehlen bisher, doch es gibt erste Forschungsprojekte, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) startete 2025 das Projekt MiTri, das das Vorkommen von Mikroplastik in deutschen Wasserverteilungsnetzen untersucht. Ziel ist es, die Datenlage zu verbessern und eine fundierte Risikoabschätzung vorzunehmen.Internationale Studienlage
Eine Untersuchung der University of Minnesota und Orb Media zeigte, dass in über 80 Prozent von 159 Wasserproben weltweit Mikroplastik nachweisbar war. Zwar ist Europa im internationalen Vergleich weniger stark betroffen, dennoch sind die Befunde auch hierzulande ein Hinweis auf ein unterschätztes Risiko.Klar2O im Marktumfeld
Konkurrenz und Differenzierung
Der Markt für Wasserfilter ist vielfältig. Aktivkohleblockfilter oder keramische Lösungen gehören zu den klassischen Methoden, Mikroplastik zurückzuhalten. Diese Systeme erreichen jedoch nicht die Filtereffizienz, die Klar2O für sich beansprucht. Während herkömmliche Filter Partikel bis 0,1 bis 0,45 Mikrometer erfassen, setzt Klar2O auf biochemische Adsorption und eine regenerative Lösung.Wie unterscheidet sich Klar2O von Konkurrenzlösungen?
- Keine Einwegfilter, sondern regenerierbare Medien
- Hohe Filtereffizienz bis 99,7 Prozent
- Kombination aus Mikro- und Nanoplastikfiltration
- Erweiterung um die Filterung von PFAS („Forever Chemicals“)













