Das iPhone 18 Pro könnte deutlich teurer werden als sein Vorgänger. Ein Analyst hält einen Aufschlag von bis zu 300 US-Dollar für möglich – doch bislang handelt es sich um eine Prognose, nicht um eine bestätigte Preisentscheidung von Apple. Entscheidend wird sein, wie stark der Konzern höhere Kosten für Chips und Speicher an seine Kunden weitergibt.
Cupertino, 3. August 2026. Noch ist das iPhone 18 Pro nicht offiziell vorgestellt, doch über seinen möglichen Preis wird bereits intensiv diskutiert. Auslöser ist eine Einschätzung des Analysten Jeff Pu von GF Securities. Er erwartet, dass Apple die Preise der kommenden Pro-Modelle in den USA um 250 bis 300 US-Dollar anheben könnte.
Wie Heise berichtet, begründet Pu seine Prognose vor allem mit steigenden Kosten für Prozessoren, Arbeitsspeicher und Flashspeicher. Seine Einschätzung hat deshalb einen nachvollziehbaren technischen Hintergrund. Eine bestätigte Preisliste ist sie trotzdem nicht. Apple hat weder das iPhone 18 Pro angekündigt noch Angaben zu Ausstattung, Speichergrößen oder Verkaufspreisen gemacht.
Warum beim iPhone 18 Pro ein hoher Preisaufschlag im Raum steht
Der mögliche Preissprung fällt vor allem deshalb auf, weil er deutlich über den üblichen Anpassungen liegt. Sollte Apple tatsächlich 300 US-Dollar auf die bisherigen US-Einstiegspreise aufschlagen, würde das iPhone 18 Pro rechnerisch bei 1.399 US-Dollar beginnen. Für das iPhone 18 Pro Max ergäbe sich ein Einstiegspreis von 1.499 US-Dollar.
Diese Zahlen sind allerdings keine Vorhersage mit festem Ausgang. Sie setzen voraus, dass Apple die bisherigen Modellabstände beibehält, die Einstiegsversionen nicht verändert und den gesamten prognostizierten Kostenanstieg an die Käufer weiterreicht. Keiner dieser Punkte ist bislang bestätigt.
Gerade bei Apple ist der Verkaufspreis nicht allein das Ergebnis der Bauteilkosten. Der Konzern steuert seine Preise über Modellabstände, Speicherstufen, Margen und regionale Marktstrategien. Selbst ein erheblicher Anstieg der Produktionskosten muss deshalb nicht eins zu eins beim Endkunden ankommen.
Analysten sind sich über die Höhe nicht einig
Jeff Pu bewegt sich mit seiner Schätzung am oberen Rand der bisher bekannten Prognosen. Das Marktforschungsunternehmen IDC hatte zuvor mit einer möglichen Erhöhung von bis zu 200 US-Dollar für die Pro-Modelle gerechnet. Schon diese Differenz zeigt, wie unsicher die Lage noch ist.
| Quelle der Schätzung | Mögliche Veränderung | Worauf sich die Zahl bezieht |
|---|---|---|
| Jeff Pu, GF Securities | 250 bis 300 US-Dollar | Möglicher Anstieg der Verkaufspreise |
| IDC | bis zu 200 US-Dollar | Frühere Marktprognose für die Pro-Modelle |
| Counterpoint Research | knapp 300 US-Dollar | Geschätzter Anstieg der Komponentenkosten bei einer hoch ausgestatteten Pro-Max-Variante |
Die Gegenüberstellung ist wichtig, weil in der öffentlichen Debatte unterschiedliche Zahlen schnell vermischt werden. Während Pu und IDC mögliche Verkaufspreise betrachten, geht es bei Counterpoint Research um die voraussichtlichen Kosten der verbauten Komponenten. Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Neue Chiptechnik könnte das iPhone 18 Pro verteuern
Als zentraler Kostentreiber gilt der erwartete Prozessor der nächsten Generation. Branchenberichte gehen davon aus, dass Apple für das iPhone 18 Pro einen Chip im 2-Nanometer-Verfahren einsetzen könnte. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
Der taiwanische Halbleiterhersteller TSMC hat seine N2-Technologie nach eigenen Angaben Ende 2025 in die Serienproduktion gebracht. Solche neuen Fertigungsverfahren gelten als technisch aufwendig und zu Beginn meist als besonders kostspielig. Sie können leistungsfähigere und effizientere Prozessoren ermöglichen, verlangen aber hohe Investitionen in Entwicklung und Produktion.
Ob Apples erwarteter A20-Pro-Chip tatsächlich im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird, bleibt offen. Klar ist nur: Sollte Apple auf diese Technologie setzen, dürfte sie die Kalkulation stärker belasten als etablierte Fertigungsprozesse.
Speicherpreise werden zum zweiten Risikofaktor
Neben dem Prozessor nennt Jeff Pu höhere Preise für DRAM und NAND-Speicher. DRAM dient als Arbeitsspeicher, NAND als dauerhafter Datenspeicher. Beide Komponenten sind für moderne Smartphones unverzichtbar – und beide werden mit steigender Kapazität teurer.
Besonders deutlich wird das bei den umfangreich ausgestatteten Varianten. Counterpoint Research schätzt, dass die Komponentenkosten eines erwarteten iPhone 18 Pro Max mit zwölf Gigabyte Arbeitsspeicher und einem Terabyte Datenspeicher gegenüber dem vergleichbaren Vorgänger um fast 300 US-Dollar steigen könnten.
Diese Zahl lässt sich jedoch nicht auf jedes iPhone 18 Pro übertragen. Sie betrifft eine mutmaßliche Spitzenkonfiguration, nicht zwingend das Einstiegsmodell. Zudem bildet sie lediglich die Stückliste ab. Vertrieb, Logistik, Softwareentwicklung, Marketing und Handelsspannen sind darin nicht vollständig erfasst.
Komponentenkosten und Ladenpreis sind nicht identisch
Ein höherer Bauteilpreis führt nicht automatisch zu einem gleich hohen Aufschlag im Apple Store. Apple hat mehrere Möglichkeiten, auf steigende Produktionskosten zu reagieren:
- Der Konzern könnte einen Teil der Mehrkosten selbst übernehmen und eine niedrigere Marge akzeptieren.
- Preiserhöhungen könnten stärker auf Modelle mit viel Speicher konzentriert werden.
- Apple könnte an anderen Komponenten oder in der Fertigung Einsparungen erzielen.
- Auch eine veränderte Staffelung der Speichergrößen wäre denkbar.
Welche dieser Optionen Apple wählt, lässt sich derzeit nicht belastbar sagen. Der Konzern verfügt über hohe Stückzahlen und langfristige Lieferbeziehungen, die günstigere Einkaufskonditionen ermöglichen können. Wie groß dieser Vorteil bei neuen Chipverfahren und angespannten Speichermärkten tatsächlich ist, bleibt allerdings unbekannt.
Was die Prognose für Käufer in Deutschland bedeutet
Aus den US-Schätzungen lässt sich kein seriöser deutscher Preis berechnen. Apple überträgt seine amerikanischen Listenpreise nicht einfach zum aktuellen Wechselkurs in Euro. In Europa wirken sich unter anderem Mehrwertsteuer, Währungsrisiken und regionale Preisstrategien aus.
Ein Aufschlag von 300 US-Dollar würde daher nicht automatisch eine Erhöhung um denselben Zahlenwert in Euro bedeuten. Auch der Ausgangspunkt ist ein anderer: Das iPhone 17 Pro kam in den USA mit 256 Gigabyte Speicher zu einem Preis ab 1.099 US-Dollar auf den Markt. Das iPhone 17 Pro Max startete bei 1.199 US-Dollar.
Ob Apple beim iPhone 18 Pro dieselben Speicherstufen anbietet, die Modellabstände verändert oder einzelne Varianten stärker verteuert, ist nicht bekannt. Konkrete Europreise wären zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation.
Ein mögliches Preissignal, aber noch kein Beschluss
Die Debatte um das iPhone 18 Pro zeigt vor allem, wie stark neue Chiptechnologien und höhere Speicherpreise auf die Kalkulation moderner Spitzenmodelle drücken können. Dass die nächste Pro-Generation teurer werden könnte, erscheint angesichts dieser Kostenentwicklung plausibel.
Der viel zitierte Aufschlag von bis zu 300 US-Dollar bleibt dennoch eine Analystenprognose. Er markiert ein mögliches Szenario, nicht den feststehenden Preis. Erst mit der offiziellen Vorstellung wird sich zeigen, ob Apple die höheren Kosten weitgehend weitergibt – oder ob der Konzern den größten Teil über seine eigene Kalkulation auffängt.





















