Der VfB Stuttgart will Angelo Stiller und Jamie Leweling in diesem Sommer nicht abgeben. Vorstandschef Alexander Wehrle hat sich zu den beiden deutschen Nationalspielern ungewöhnlich klar positioniert. Während damit zwei zentrale Personalfragen vorerst beantwortet sind, bleibt die Kaderplanung des Bundesligisten an anderer Stelle in Bewegung.

Stuttgart, 8. August 2026. Beim VfB Stuttgart zeichnen sich vor dem weiteren Verlauf der Saisonvorbereitung klare Prioritäten ab. Angelo Stiller und Jamie Leweling sollen den Klub in diesem Sommer nicht verlassen. Das machte Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle in einem Interview mit SPORT1 deutlich.

Auf die Frage, ob sich die Fans wegen möglicher Abgänge der beiden Nationalspieler Sorgen machen müssten, antwortete Wehrle knapp: „Da müssen sie sich keine Sorgen machen.“ SPORT1 wertete die Aussage als klare Absage an einen Sommerwechsel von Stiller und Leweling.

Damit beendet der VfB zumindest vorerst zwei der auffälligsten Transferdebatten rund um seinen Kader. Über beide Spieler war in den vergangenen Monaten wiederholt spekuliert worden. Nun setzt die Vereinsführung ein deutliches Signal: Die sportliche Planung soll mit Stiller und Leweling fortgesetzt werden.

VfB Stuttgart plant weiter mit Stiller und Leweling

Für den VfB Stuttgart ist die Aussage mehr als eine beiläufige Bemerkung in einer laufenden Transferphase. Stiller und Leweling gehören zu den Spielern, deren Entwicklung in den vergangenen Jahren eng mit dem sportlichen Aufschwung des Klubs verbunden ist. Beide sind inzwischen deutsche Nationalspieler und langfristig an Stuttgart gebunden.

Angelo Stiller besitzt beim VfB einen Vertrag bis zum 30. Juni 2028. Der Verein hatte die Zusammenarbeit mit dem Mittelfeldspieler bereits im Januar 2025 vorzeitig verlängert. Jamie Leweling ist noch länger gebunden: Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2029, die entsprechende Verlängerung gab der VfB im Dezember 2024 bekannt.

Das Wichtigste

KI-gestützte Zusammenfassung aus den im Beitrag genannten Quellen.

Der VfB Stuttgart plant im Sommer 2026 weiter mit Angelo Stiller und Jamie Leweling. Vorstandschef Alexander Wehrle schloss einen Abgang der beiden deutschen Nationalspieler nach aktuellem Stand aus.

Was ist passiert?
Angelo Stiller und Jamie Leweling sollen den Klub in diesem Sommer nicht verlassen.
Was ist bestätigt?
Das machte Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle in einem Interview mit SPORT1 deutlich.
Wer ist betroffen?
Beide gehörten zum deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2026.
Was gilt konkret?
Der derzeitige Stand ist dennoch eindeutig: Stuttgart sieht weder bei Stiller noch bei Leweling einen Verkauf vor.
Was ist noch offen?
Weitere Verkäufe und Leihgeschäfte bleiben damit Teil der Planung.

Diese Laufzeiten verschaffen Stuttgart eine komfortable Ausgangsposition. Weder bei Stiller noch bei Leweling besteht kurzfristiger Vertragsdruck. Der Klub muss also nicht verkaufen, um einen drohenden ablösefreien Abgang zu verhindern. Wehrles Aussagen unterstreichen nun, dass der VfB diese Position auch sportlich nutzen will.

Beide Spieler haben sich im DFB-Team etabliert

Die Bedeutung von Stiller und Leweling reicht inzwischen über den Vereinsfußball hinaus. Beide gehörten zum deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaft 2026. Der Deutsche Fußball-Bund führte Leweling dort mit der Rückennummer 9, Stiller mit der Nummer 16.

Auch ihre bisherigen Länderspiele zeigen, dass es sich nicht mehr nur um Perspektivspieler handelt. Das DFB-Datencenter weist für Stiller neun Einsätze in der A-Nationalmannschaft aus, für Leweling sechs.

Mit diesem Status wächst zwangsläufig auch das Interesse anderer Vereine. Gerade Spieler, die sich in der Bundesliga etablieren und gleichzeitig international auf sich aufmerksam machen, geraten regelmäßig in den Fokus größerer Klubs. Genau deshalb hatte die Frage nach der Zukunft von Stiller und Leweling zuletzt zusätzlich an Gewicht gewonnen.

Transfergerüchte um beide Nationalspieler

Besonders bei Jamie Leweling gibt es seit längerem dokumentiertes Interesse aus England. Bereits Anfang 2026 war über einen Vorstoß des AFC Bournemouth berichtet worden. Auch danach blieb der Premier-League-Klub als möglicher Interessent im Gespräch.

Leweling selbst hatte sich im April zu seiner Zukunft geäußert und deutlich gemacht, dass er sich beim VfB wohlfühlt. Einen Wechsel stellte er nicht grundsätzlich in Aussicht, knüpfte einen solchen Schritt aber an eine außergewöhnlich attraktive sportliche Möglichkeit.

Auch um Angelo Stiller entstanden in den vergangenen Monaten immer wieder Spekulationen. Medien brachten den Mittelfeldspieler mit mehreren internationalen Spitzenklubs in Verbindung. Genannte Ablösesummen oder konkrete Forderungen des VfB sind allerdings nicht offiziell bestätigt.

Für die aktuelle Lage ist deshalb weniger entscheidend, welche Vereine angeblich Interesse zeigen. Maßgeblich ist die Position der Stuttgarter Führung. Und die fällt nach Wehrles jüngstem Auftritt eindeutig aus: Der VfB Stuttgart plant mit beiden Nationalspielern weiter.

Klare Ansage, aber keine formelle Unverkäuflichkeit

So deutlich Wehrles Aussage ausfällt, sie sollte nicht überdehnt werden. Der Vorstandschef hat öffentlich erklärt, dass sich die Fans wegen Stiller und Leweling keine Sorgen machen müssten. Eine gesonderte Vereinsmitteilung, in der beide Spieler ausdrücklich als unverkäuflich bezeichnet werden, liegt bislang nicht vor.

Im Transfergeschäft ist diese Unterscheidung relevant. Eine klare sportliche Absicht ist nicht automatisch mit einer rechtlich oder faktisch unumstößlichen Garantie gleichzusetzen. Angebote, Marktbewegungen und Entscheidungen können sich bis zum Ende eines Transferfensters verändern.

Der derzeitige Stand ist dennoch eindeutig: Stuttgart sieht weder bei Stiller noch bei Leweling einen Verkauf vor. Für Trainer, Mannschaft und Umfeld schafft das zunächst Planungssicherheit.

Im VfB-Kader dürfte es trotzdem noch Bewegung geben

Dass Stiller und Leweling bleiben sollen, bedeutet nicht, dass der VfB seinen Kader bereits abgeschlossen hat. Wehrle stellte zugleich klar, dass die Mannschaft noch verkleinert werden soll. Weitere Verkäufe und Leihgeschäfte bleiben damit Teil der Planung.

Der Vorstandsvorsitzende verwies außerdem darauf, dass Stuttgart bislang keinen Leistungsträger abgegeben habe. Darin zeigt sich die Linie des Klubs: Der Kader soll verschlankt werden, ohne die sportliche Substanz unnötig zu schwächen.

Welche Spieler den VfB noch verlassen könnten, ließ Wehrle offen. Fest steht lediglich, dass es weitere Veränderungen geben soll. Die Suche nach einer ausgewogenen Kadergröße ist damit nicht beendet, sie verlagert sich nur auf andere Personalien.

Langfristige Verträge stärken die Verhandlungsposition

Bei Stiller und Leweling spricht auch die Vertragslage dafür, dass der VfB nicht unter Zugzwang steht. Beide Profis sind noch mehrere Jahre gebunden. Das stärkt die Verhandlungsposition des Vereins und reduziert den unmittelbaren Druck, auf Transferanfragen reagieren zu müssen.

Für Stuttgart ist das ein wichtiger Faktor in einer Phase, in der sportliche Kontinuität und wirtschaftliche Vernunft gegeneinander abgewogen werden müssen. Ein Verein kann seinen Kader verkleinern und gleichzeitig versuchen, zentrale Spieler zu halten. Genau diese Linie deutet sich beim VfB Stuttgart derzeit an.

Stiller und Leweling stehen dabei exemplarisch für jene Achse, auf die der Klub auch in der kommenden Saison setzen will. Andere Personalien dürften in den nächsten Wochen deutlich offener behandelt werden.

Zwei Personalfragen sind vorerst geklärt

Mit seiner Aussage hat Alexander Wehrle zwei der meistdiskutierten Namen im Stuttgarter Kader zunächst aus dem Mittelpunkt der Transferdebatte genommen. Angelo Stiller und Jamie Leweling sollen beim VfB Stuttgart bleiben und auch in der neuen Saison eine wichtige Rolle spielen.

Für den Klub ist das ein Signal der Kontinuität. Gleichzeitig bleibt die Transferperiode für den VfB alles andere als beendet. Verkäufe und Leihen sind weiter vorgesehen, nur die Richtung bei den beiden deutschen Nationalspielern ist nach aktuellem Stand klar.

Damit verschiebt sich der Blick weg von Stiller und Leweling hin zu den übrigen offenen Kaderfragen. Dort dürfte sich entscheiden, wie stark der VfB seinen Kader tatsächlich reduziert und welche Spieler den Verein noch verlassen.