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Autonomes Fahren

RWTH-Forschungsauto „karl.“ zeigt autonomes Fahren in der großen Maus-Show

Generisches Forschungsfahrzeug mit Sensoren für autonomes und vernetztes Fahren auf einer neutralen Testfläche
Symbolbild: KI-generiert. Automatisiertes Fahren nutzt unter anderem Kamera-, Radar- und Lidar-Systeme, um die Umgebung eines Forschungsfahrzeugs zu erfassen.

Ein Forschungsfahrzeug der RWTH Aachen bekommt am Samstag einen ungewöhnlich prominenten Auftritt: In der „großen Maus-Show“ beschäftigen sich zwei Geschwister mit der Frage, wann selbstfahrende Autos bereits sicherer unterwegs sein können als Menschen. Im Zentrum steht „karl.“, ein Forschungsfahrzeug für automatisiertes und vernetztes Fahren – und damit ein Stück Aachener Mobilitätsforschung im bundesweiten Abendprogramm.

Aachen, 10. September 2026. Wenn am Samstag, 12. September, um 20.15 Uhr die Jubiläumsausgabe der „großen Maus-Show“ im Ersten beginnt, wird auch die RWTH Aachen Teil der Sendung sein. Das Forschungsfahrzeug „karl.“ des Instituts für Kraftfahrzeuge rückt dabei in den Mittelpunkt eines Beitrags über autonomes Fahren.

Nach Angaben des WDR beschäftigen sich die zehnjährige Marlene und ihr 16 Jahre alter Bruder Emil mit einer Frage, die längst über Versuchsgelände und Entwicklungslabore hinausweist: In welchen Situationen können selbstfahrende Autos schon heute sicherer fahren als Menschen?

Der Aachen-Bezug ist dabei mehr als nur technischer Hintergrund. Laut t-online stammen die Geschwister aus Aachen. Für den Beitrag sind sie gemeinsam mit Maus-Moderator Ralph Caspers und einem Mitarbeiter der RWTH in „karl.“ unterwegs. Später wird das Forschungsfahrzeug dem Bericht zufolge auch ins Studio gebracht.

Autonomes Fahren aus Aachen: Was „karl.“ tatsächlich kann

Bei „karl.“ handelt es sich nicht um ein serienreifes Robotaxi und auch nicht um ein gewöhnliches Auto mit erweitertem Assistenzpaket. Die RWTH Aachen beschreibt das Fahrzeug als Forschungsträger für automatisiertes und vernetztes Fahren. Es dient dazu, neue Systeme unter realitätsnahen Bedingungen zu entwickeln, zu erproben und miteinander zu verknüpfen.

Dafür ist das Fahrzeug mit umfangreicher Sensorik ausgestattet. Nach Angaben des Instituts für Kraftfahrzeuge gehören dazu mehrere Stereo-Kameras, Lidar-Sensoren und Radarsysteme. Sie erfassen die Umgebung auf unterschiedliche Weise und liefern jene Daten, die automatisierte Fahrfunktionen benötigen, um Straßenverläufe, Hindernisse und Bewegungen im Umfeld des Fahrzeugs zu erkennen.

Auch die Fahrzeugbewegung selbst lässt sich automatisiert beeinflussen. Das betrifft sowohl die Längsführung – also Beschleunigen und Bremsen – als auch die Querführung, damit das Lenken. Für die Forschung ist genau dieses Zusammenspiel entscheidend: Sensoren erfassen die Umgebung, Rechner verarbeiten die Informationen, die Fahrzeugsteuerung setzt daraus Fahrbefehle um.

Wie weit die Automatisierung während der Aufzeichnung für die „Maus-Show“ konkret ging, ist allerdings nicht öffentlich beschrieben. Aus den vorliegenden Informationen lässt sich deshalb nicht ableiten, dass „karl.“ die Kinder vollständig fahrerlos transportiert hätte. Belegt ist, dass Marlene und Emil mit dem Forschungsfahrzeug unterwegs sind und dass autonomes Fahren den inhaltlichen Schwerpunkt des Beitrags bildet.

Eine einfache Kinderfrage trifft auf komplexe Technik

Das Wichtigste in Kürze

Ein Forschungsfahrzeug der RWTH Aachen wird in der Jubiläumsausgabe der großen Maus-Show vorgestellt. Im Beitrag geht es um die Frage, in welchen Situationen selbstfahrende Autos sicherer fahren können als Menschen.

Was ist passiert?
Das Forschungsfahrzeug „karl.“ des Instituts für Kraftfahrzeuge rückt dabei in den Mittelpunkt eines Beitrags über autonomes Fahren.
Wann?
Die Sendung beginnt am Samstag, 12. September, um 20.15 Uhr im Ersten.
Was ist bestätigt?
Die RWTH Aachen beschreibt das Fahrzeug als Forschungsträger für automatisiertes und vernetztes Fahren.
Was ist noch offen?
Wie weit die Automatisierung während der Aufzeichnung für die „Maus-Show“ konkret ging, ist allerdings nicht öffentlich beschrieben.

Stand:

Gerade darin liegt die Stärke des Formats. Die „Maus-Show“ nimmt Fragen, die zunächst unkompliziert klingen, und führt sie in Themen hinein, bei denen die Antwort selten aus einem einzigen Satz besteht.

Beim autonomen Fahren gilt das besonders. Ein selbstfahrendes Fahrzeug muss seine Umgebung permanent erfassen, Verkehrssituationen bewerten und innerhalb kürzester Zeit reagieren. Kameras liefern Bildinformationen. Radar kann Entfernungen und Bewegungen erfassen. Lidar erzeugt mithilfe von Laserimpulsen räumliche Informationen über die Umgebung.

Keine dieser Technologien beantwortet für sich allein die Frage, ob ein autonomes Fahrzeug „besser“ oder „sicherer“ fährt als ein Mensch. Genau deshalb ist die Formulierung der Kinderfrage bemerkenswert präzise: Es geht nicht darum, ob Technik generell überlegen ist, sondern darum, in welchen konkreten Situationen selbstfahrende Systeme Vorteile haben können.

Welche Szenarien die Sendung dafür auswählt und zu welchem Ergebnis der Beitrag kommt, verraten die offiziellen Programminformationen vorab nicht. Das eigentliche Ergebnis bleibt damit Teil der Ausstrahlung.

RWTH-Forschungsauto kurz nach wichtiger Genehmigung im Fernsehen

Der TV-Auftritt fällt in eine Phase, in der „karl.“ auch außerhalb des Hochschulbetriebs stärker in den Blick rückt. Nach Angaben des Aldenhoven Testing Center erhielt das Institut für Kraftfahrzeuge Anfang September eine bundesweit gültige Erprobungsgenehmigung für das Forschungsfahrzeug.

Eine solche Genehmigung schafft den Rahmen, um entsprechende Systeme unter festgelegten technischen und rechtlichen Voraussetzungen zu testen. Sie ist jedoch nicht mit einer allgemeinen Freigabe für vollständig autonomes Fahren im Alltag gleichzusetzen.

Für die Fernsehsendung ergibt sich daraus ein anschaulicher Zugang zu einem sonst schwer greifbaren Forschungsfeld. Begriffe wie Sensorfusion, automatisierte Fahrzeugführung oder vernetztes Fahren bleiben abstrakt, solange sie nur in technischen Beschreibungen auftauchen. Ein reales Forschungsfahrzeug macht sichtbar, woran Hochschulen und Entwickler arbeiten – und welche Fragen dabei noch offen sind.

„Die große Maus-Show“ feiert ihr 20-jähriges Bestehen

Der Beitrag über autonomes Fahren ist Teil einer Jubiläumsausgabe. Das Format startete 2006 unter dem Titel „Frag doch mal die Maus“ und besteht inzwischen seit 20 Jahren.

Moderiert wird die Sendung von Esther Sedlaczek. Als Gäste sind nach Angaben von ARD und WDR unter anderem Annette Frier, Wincent Weiss, Klaas Heufer-Umlauf, Axel Prahl, Beatrice Egli und Till Reiners angekündigt. Zum Kreis der Maus-Experten gehören Ralph Caspers, Siham El-Maimouni und Christoph Biemann.

Die Sendung beginnt am Samstag, 12. September, um 20.15 Uhr im Ersten. Für drei Stunden verbindet sie Kinderfragen mit Experimenten, Erklärstücken und prominenten Gästen. Der Beitrag über das autonome Fahren aus Aachen fügt sich in dieses Prinzip ein: Eine technische Entwicklung wird nicht als abstraktes Zukunftsthema behandelt, sondern anhand eines konkreten Fahrzeugs und einer klar formulierten Frage.

Autonomes Fahren bleibt Forschung – trotz Fernsehauftritt

Gerade bei einem Thema wie autonomem Fahren ist die sprachliche Trennung wichtig. „karl.“ ist ein Forschungsfahrzeug der RWTH Aachen. Es zeigt, was automatisierte und vernetzte Systeme technisch leisten können und wie sie weiterentwickelt werden. Es steht aber nicht dafür, dass vollständig fahrerlose Autos bereits zum normalen Straßenbild gehören.

Auch die Rolle der Kinder sollte präzise beschrieben werden. Nach den verfügbaren Informationen fahren Marlene und Emil in dem Fahrzeug mit. Es gibt keinen belastbaren Hinweis darauf, dass sie „karl.“ selbst steuern oder dass die Fahrt ohne jede menschliche Überwachung stattfindet.

Damit ist der Fernsehbeitrag weniger eine spektakuläre Demonstration eines fertigen Zukunftsprodukts als ein Blick auf den aktuellen Stand der Forschung. Für das Publikum dürfte genau das den Reiz ausmachen: Die Sendung verbindet die Neugier zweier Kinder mit einem Forschungsfeld, das technisch weit entwickelt ist, dessen Einsatz im Alltag aber weiterhin von zahlreichen Voraussetzungen abhängt.

Aachener Forschung erreicht das Samstagabendpublikum

Für die RWTH Aachen bedeutet der Auftritt vor allem Sichtbarkeit außerhalb der Wissenschaft. Ein Forschungsfahrzeug, das sonst in Entwicklungsprojekten und auf Teststrecken zum Einsatz kommt, wird einem Millionenpublikum in einem leicht verständlichen Kontext vorgestellt.

Die entscheidende Frage bleibt dabei bewusst offen: Wo liegen die tatsächlichen Stärken selbstfahrender Systeme – und wo stoßen sie weiterhin an Grenzen? Die „Maus-Show“ wird darauf am Samstag ihre eigene Antwort geben.

Sicher ist schon vor der Ausstrahlung: Mit „karl.“ bringt die Sendung ein reales Stück Aachener Forschung ins Fernsehen. Und sie zeigt zugleich, dass autonomes Fahren weniger eine ferne Zukunftsvision ist als ein technisches Feld, an dem bereits heute konkret gearbeitet, getestet und weiterentwickelt wird.

Quellen

  1. Die große Maus-Show am Sa., 12.09.2026WDR
  2. karl. – Forschungsfahrzeug für Automatisiertes und Vernetztes FahrenInstitut für Kraftfahrzeuge (ika), RWTH Aachen
  3. 20 Jahre „Die große Maus-Show“ARD Programmpresse
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