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Kommunalwahl in Baden-Württemberg

OB-Wahl in Offenburg: Benz verpasst Mehrheit – Stichwahl gegen Christ

Wahlurne mit gefaltetem Stimmzettel und Kugelschreiber auf einem neutralen Tisch zur Oberbürgermeisterwahl.
Symbolbild: KI-generiert. Die Oberbürgermeisterwahl in Offenburg wird am 25. Oktober 2026 in einer Stichwahl zwischen Tobias Benz und Julian Christ entschieden.

Die Oberbürgermeisterwahl in Offenburg geht in eine zweite Runde. CDU-Kandidat Tobias Benz hat den ersten Wahlgang mit 45,4 Prozent deutlich gewonnen, die erforderliche absolute Mehrheit aber verfehlt. Am 25. Oktober entscheidet sich, ob er neuer Rathauschef wird oder sein SPD-Kontrahent Julian Christ den Rückstand noch aufholen kann.

Offenburg, 12. Oktober 2026 – Es fehlten nur 4,6 Prozentpunkte. Tobias Benz war bei der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg am Sonntag der mit Abstand erfolgreichste Bewerber, für einen Sieg im ersten Anlauf reichte es dennoch nicht. Der 44-jährige CDU-Politiker erhielt 45,4 Prozent der Stimmen. Julian Christ von der SPD kam auf 27,2 Prozent und zieht als Zweitplatzierter ebenfalls in die Stichwahl ein.

Damit steht die Stadt vor weiteren zwei Wochen Wahlkampf. Nach dem ersten Wahlgang trennen die beiden Kandidaten 18,2 Prozentpunkte. Benz geht mit einem erheblichen Vorsprung in die entscheidende Abstimmung am 25. Oktober. Doch auch wenn das Ergebnis eine klare Ausgangslage schafft, ist die Nachfolge des scheidenden Oberbürgermeisters Marco Steffens noch offen.

Wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtete, hatte keiner der insgesamt sieben Kandidierenden die notwendige absolute Mehrheit erreicht. Der erste Wahlsonntag brachte damit zwar eine deutliche Rangfolge, aber noch keine Entscheidung über die künftige Führung der Stadtverwaltung.

OB-Wahl in Offenburg: Benz deutlich vor Christ

Das Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg lässt wenig Zweifel daran, wer den ersten Wahlgang geprägt hat. Tobias Benz vereinte nahezu jede zweite gültige Stimme auf sich. Julian Christ erreichte etwas mehr als ein Viertel. Die übrigen fünf Bewerberinnen und Bewerber blieben jeweils unter der Marke von zehn Prozent.

Nach den vom SWR veröffentlichten Ergebnissen verteilen sich die Stimmen wie folgt:

Kandidat oder KandidatinStimmenanteil
Tobias Benz (CDU)45,4 %
Julian Christ (SPD)27,2 %
Fritz Düker9,1 %
Ulrich Albicker7,6 %
Okan Altun5,9 %
Emanuel Rohr3,1 %
Yasemin Tondo1,6 %

Die Angaben sind gerundet. Daraus ergibt sich eine geringfügige Abweichung von insgesamt 100 Prozent.

Bemerkenswert ist der Abstand zwischen den beiden Erstplatzierten und dem übrigen Bewerberfeld. Fritz Düker erreichte als Drittplatzierter 9,1 Prozent. Dahinter folgten Ulrich Albicker mit 7,6 Prozent und Okan Altun mit 5,9 Prozent. Emanuel Rohr erhielt 3,1 Prozent, Yasemin Tondo 1,6 Prozent.

Für die Stichwahl lassen sich daraus noch keine sicheren Rückschlüsse ziehen. Entscheidend wird sein, wie sich die Menschen verhalten, die im ersten Wahlgang für andere Bewerber gestimmt haben. Auch die Beteiligung jener Wahlberechtigten, die am Sonntag nicht zur Wahl gingen, könnte das Ergebnis verändern. Belastbare Prognosen dazu liegen bislang nicht vor.

Zwei erfahrene Bürgermeister kämpfen um die Nachfolge

Mit Benz und Christ stehen sich in der Stichwahl zwei Politiker gegenüber, die bereits kommunale Führungsverantwortung tragen. Beide leiten derzeit eine Stadt beziehungsweise Gemeinde in Baden-Württemberg. Für beide würde ein Wahlsieg den Wechsel an die Spitze der Offenburger Stadtverwaltung bedeuten.

Tobias Benz verpasst die absolute Mehrheit knapp

Tobias Benz ist 44 Jahre alt und Bürgermeister von Grenzach-Wyhlen im Landkreis Lörrach. Der CDU-Politiker erreichte in Offenburg 45,4 Prozent der Stimmen und blieb damit knapp unter der Schwelle, die für eine Entscheidung im ersten Wahlgang erforderlich gewesen wäre.

Das Wichtigste in Kürze

Bei der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg erreichte Tobias Benz im ersten Wahlgang 45,4 Prozent und Julian Christ 27,2 Prozent. Die Stichwahl ist für den 25. Oktober 2026 angesetzt.

Was ist passiert?
Wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtete, hatte keiner der insgesamt sieben Kandidierenden die notwendige absolute Mehrheit erreicht.
Was ist bestätigt?
Der 44-jährige CDU-Politiker erhielt 45,4 Prozent der Stimmen.
Wann?
Der Termin steht fest: Am Sonntag, 25. Oktober 2026, fällt die Entscheidung zwischen Tobias Benz und Julian Christ.
Wer ist betroffen?
Julian Christ, 39 Jahre alt, ist Bürgermeister von Gernsbach im Landkreis Rastatt.
Was ist bestätigt?
Der Stadtanzeiger Ortenau bezifferte die Beteiligung auf 45,8 Prozent.

Stand:

Sein Vorsprung von 18,2 Prozentpunkten gegenüber Julian Christ ist beträchtlich. Benz muss in der Stichwahl jedoch erneut die Wählerinnen und Wähler überzeugen. Der Erfolg vom Sonntag verschafft ihm eine günstige Ausgangsposition, ist aber noch kein Wahlsieg.

Julian Christ geht mit deutlichem Rückstand ins Rennen

Julian Christ, 39 Jahre alt, ist Bürgermeister von Gernsbach im Landkreis Rastatt. Der SPD-Politiker sicherte sich mit 27,2 Prozent den zweiten Platz und damit die Teilnahme an der Stichwahl.

Für Christ fällt die Ausgangslage schwieriger aus. Um die Wahl noch für sich zu entscheiden, muss er gegenüber dem ersten Wahlgang deutlich aufholen. Wie sich die Stimmen der ausgeschiedenen Bewerber verteilen werden, ist allerdings nicht bekannt.

Bislang gibt es auch keine hinreichend belegten Angaben darüber, ob und für wen die übrigen Kandidierenden Wahlempfehlungen aussprechen werden. Solche Empfehlungen könnten für den weiteren Wahlkampf relevant werden. Ob sie tatsächlich erfolgen und welchen Einfluss sie hätten, bleibt offen.

Weniger als die Hälfte der Wahlberechtigten stimmt ab

Nicht nur das Ergebnis der Kandidatenwahl verdient Aufmerksamkeit. Auch die Wahlbeteiligung fällt ins Gewicht. Von rund 47.000 Wahlberechtigten in Offenburg beteiligten sich etwas mehr als 21.000 an der Abstimmung.

Der Stadtanzeiger Ortenau bezifferte die Beteiligung auf 45,8 Prozent. Der SWR gab sie gerundet mit 46 Prozent an. Damit blieb mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten dem ersten Wahlgang fern.

Bei der vorherigen Oberbürgermeisterwahl vor acht Jahren hatte die Beteiligung nach Angaben des SWR noch bei knapp 50 Prozent gelegen. Der aktuelle Wert liegt somit darunter.

Für den zweiten Wahlgang ist diese Zahl eine wichtige Unbekannte. Eine Stichwahl kann andere Wählergruppen mobilisieren als eine Abstimmung mit sieben Kandidierenden. Ebenso ist möglich, dass Menschen, deren bevorzugter Bewerber ausgeschieden ist, nicht erneut wählen. Welche Entwicklung in Offenburg eintritt, lässt sich aus den bisherigen Ergebnissen nicht bestimmen.

Die veröffentlichten Stimmenanteile geben deshalb Auskunft über die politische Ausgangslage, nicht aber über das tatsächliche Abstimmungsverhalten am 25. Oktober.

Marco Steffens tritt nicht erneut an

Die Oberbürgermeisterwahl markiert für Offenburg einen personellen Wechsel. Der bisherige Amtsinhaber Marco Steffens von der CDU hatte entschieden, nach einer Amtsperiode nicht erneut zu kandidieren. Wie der SWR berichtete, wechselt er zu einem Energieversorger in die Privatwirtschaft.

Damit stand schon vor dem ersten Wahlgang fest, dass die Stadt einen neuen Oberbürgermeister erhalten wird. Die Abstimmung ist keine Entscheidung über eine weitere Amtszeit des bisherigen Rathauschefs, sondern über dessen Nachfolge.

Die Vorbereitungen dafür liefen bereits seit dem Frühjahr. Eine Beschlussvorlage des Offenburger Gemeinderats vom 16. März 2026 befasste sich mit der Organisation der Wahl und einem möglichen weiteren Wahlgang.

Sieben Bewerber für die Wahl zugelassen

Am 15. September entschied der Gemeindewahlausschuss über die eingereichten Bewerbungen. Nach Angaben der Stadt Offenburg wurden sieben Kandidierende zugelassen.

Zwei weitere Bewerbungen führten nicht zu einer Teilnahme. Frank Tschany erfüllte die Voraussetzungen wegen fehlender Unterstützungsunterschriften nicht. Pascal Tempel hatte seine Bewerbung fristgerecht zurückgezogen.

Am 22. September fand zudem eine öffentliche Kandidatenvorstellung statt. Die Stadt stellte anschließend eine Aufzeichnung bereit. Interessierte konnten sich damit vor der Abstimmung über die Bewerberinnen und Bewerber informieren.

Mit dem Ergebnis vom 11. Oktober ist das ursprünglich siebenköpfige Bewerberfeld nun auf die beiden Erstplatzierten reduziert. Die nächste Abstimmung entscheidet über die Besetzung des Oberbürgermeisteramtes.

Stichwahl in Offenburg am 25. Oktober: Was jetzt entscheidend wird

Der Termin steht fest: Am Sonntag, 25. Oktober 2026, fällt die Entscheidung zwischen Tobias Benz und Julian Christ. Beide gehen mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen aus dem ersten Wahlgang in die abschließende Abstimmung.

Für die weitere Entwicklung sind vor allem drei Fragen maßgeblich:

  • Kann Tobias Benz seinen Vorsprung behaupten? Der CDU-Kandidat lag am 11. Oktober deutlich vorn, benötigt aber auch in der Stichwahl ausreichend Unterstützung.
  • Wie entscheiden sich die Wähler der ausgeschiedenen Kandidierenden? Die Stimmen von fünf Bewerbern stehen im zweiten Wahlgang nicht mehr für dieselbe Auswahl zur Verfügung.
  • Wie entwickelt sich die Wahlbeteiligung? Nach 45,8 Prozent im ersten Wahlgang bleibt offen, wie viele Menschen am 25. Oktober abstimmen werden.

Eine gesonderte amtliche Feststellung des endgültigen Ergebnisses des ersten Wahlgangs war im bisherigen Recherchematerial noch nicht nachgewiesen. Die veröffentlichten Zahlen beschreiben daher zunächst den am Wahlabend bekannt gewordenen Stand. Über die Notwendigkeit einer Stichwahl berichten die herangezogenen Quellen übereinstimmend.

Offenburg hat einen Favoriten, aber noch keinen neuen Rathauschef

Das Ergebnis vom Sonntag ist eindeutig, die Wahl selbst noch nicht entschieden. Tobias Benz hat sich mit 45,4 Prozent einen großen Vorsprung erarbeitet. Julian Christ geht als Zweitplatzierter in die Stichwahl und muss einen Rückstand von mehr als 18 Prozentpunkten aufholen.

Damit konzentriert sich die Oberbürgermeisterwahl in Offenburg auf zwei Bewerber, die bereits Erfahrung an der Spitze einer Kommunalverwaltung besitzen. Wer von ihnen künftig die Nachfolge von Marco Steffens antritt, bleibt vorerst offen.

Am 25. Oktober erhalten die Wahlberechtigten erneut das Wort. Erst dann steht fest, ob sich der deutliche Vorsprung von Tobias Benz aus dem ersten Wahlgang in einen Wahlsieg verwandelt oder Julian Christ die Entscheidung noch zu seinen Gunsten wenden kann.

Quellen

  1. Bei der Oberbürgermeisterwahl in Offenburg ist noch keine Entscheidung gefallenSWR
  2. Gemeindewahlausschuss – zugelassene BewerbungenStadt Offenburg
  3. Tobias Benz und Julian Christ gehen in die StichwahlStadtanzeiger Ortenau
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