Umbau in Stuttgart
Stuttgart baut die Theodor-Heuss-Straße um: Das ist ab 2027 geplant

Umbau in Stuttgart

Die Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart steht vor einem umfassenden Umbau. Am 30. September informiert die Stadt über die bereits beschlossenen Planungen: Neue, baulich getrennte Radwege, barrierefreie Bushaltestellen und eine zusätzliche Fußgängerquerung sollen den Straßenraum verändern. Gebaut werden soll ab Frühjahr 2027 – bis zur geplanten Fertigstellung wird es allerdings mehrere Jahre dauern.
Stuttgart, 28. September 2026. Die Planungen für die Theodor-Heuss-Straße gehen in die nächste Phase. Zwei Tage vor dem Monatswechsel will die Landeshauptstadt Anliegern und interessierten Bürgern erläutern, wie einer der zentralen Straßenzüge der Stuttgarter Innenstadt in den kommenden Jahren umgebaut werden soll.
Die Informationsveranstaltung beginnt am Mittwoch, 30. September, um 17.30 Uhr beim CVJM Stuttgart in der Büchsenstraße 37. Eingeladen haben das Tiefbauamt der Landeshauptstadt und das Forum Hospitalviertel. Thema ist die geplante Umgestaltung der Theodor-Heuss-Straße und der Friedrichstraße. Das Projekt soll vorgestellt werden, anschließend können Fragen zu den Planungen gestellt werden.
Über das Ob des Umbaus wird an diesem Abend allerdings nicht mehr entschieden. Der Stuttgarter Gemeinderat hat die Umsetzung bereits Ende Juli 2026 mehrheitlich beschlossen. Der Termin dient damit vor allem der Information über ein Vorhaben, das nach jahrelanger Planung nun näher an die Bauphase rückt.
Besonders deutlich wird sich die Aufteilung des Straßenraums verändern. Nach Angaben der Stadt Stuttgart sollen auf der Theodor-Heuss-Straße in beiden Fahrtrichtungen baulich getrennte Radwege entstehen. Die aktuelle Projektbeschreibung sieht eine Breite von drei Metern vor.
Die Radwege sollen durch Bordsteine von der Fahrbahn abgegrenzt werden. Auch zum Gehbereich ist eine bauliche Trennung vorgesehen. An einmündenden Querstraßen plant die Stadt Gehwegüberfahrten. Damit wird die Führung von Auto-, Rad- und Fußverkehr entlang des betroffenen Abschnitts neu geordnet.
Der Umbau der Theodor-Heuss-Straße geht jedoch über die Radverkehrsanlagen hinaus. Auch die Fahrbahn soll erneuert werden. Hinzu kommen Arbeiten an Bushaltestellen, Fußgängerquerungen sowie Veränderungen in den Seitenbereichen der Straße.
Die Bushaltestellen entlang des betroffenen Bereichs sollen barrierefrei umgebaut werden. In den Haltestellenbereichen ist vorgesehen, den Radweg hinter den jeweiligen Warteflächen vorbeizuführen. Damit soll die neue Radverkehrsführung auch dort baulich in die Gestaltung des Straßenraums integriert werden.
Eine weitere Änderung betrifft Fußgänger. Auf Höhe der Gymnasiumstraße ist ein zusätzlicher signalisierter Fußgängerüberweg über die Theodor-Heuss-Straße geplant. Die Querungsmöglichkeiten auf diesem Abschnitt sollen damit ergänzt werden.
Stuttgart informiert am 30. September über die bereits beschlossene Umgestaltung der Theodor-Heuss-Straße und Friedrichstraße. Der Baustart ist ab Frühjahr 2027 vorgesehen, das voraussichtliche Bauende liegt Ende 2029.
Auch die Seitenräume werden Teil des Umbaus. Die vorhandenen Bäume sollen laut aktueller Projektbeschreibung grundsätzlich erhalten bleiben. Bei den Grünflächen ist dagegen eine neue Gestaltung vorgesehen: Aus bisherigen Grünbeeten sollen Einzelbeete werden. Der dadurch frei werdende Raum kann nach den Planungen der Stadt anders genutzt werden – unter anderem für Außengastronomie.
Die bevorstehende Bürgerinformation ist der vorläufig jüngste Schritt eines langen Planungsprozesses. Die Überlegungen zum Umbau der Theodor-Heuss-Straße reichen mehrere Jahre zurück. Bereits im Dezember 2020 fasste der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik einen Planungsbeschluss. Weitere Projektentscheidungen folgten 2021.
Ein Teil des Vorhabens ist sogar schon umgesetzt. Im Bereich der Calwer Passage zwischen Rotebühlplatz und Lange Straße wurde ein erster Abschnitt vorgezogen hergestellt. Eine städtische Planungsunterlage aus dem Jahr 2024 ordnet diese Arbeiten dem Jahr 2023 zu.
Für die weitere Umgestaltung nennt die Stadt eine Projektgröße von rund 700 Metern. Bei der Beschreibung der genauen Grenzen verwenden die aktuellen Unterlagen allerdings unterschiedliche Bezugspunkte. In der Ankündigung zur Informationsveranstaltung ist vom Bereich zwischen Lange Straße und Palast der Republik die Rede. Die allgemeine Projektbeschreibung nennt für den weiteren Umbau den Abschnitt zwischen Lange Straße und Bolzstraße.
Für die aktuelle Berichterstattung ist deshalb entscheidend: Gegenstand der Veranstaltung sind die Planungen für die Theodor-Heuss-Straße und Friedrichstraße. Eine darüber hinausgehende Vereinheitlichung der unterschiedlich bezeichneten Projektgrenzen lässt sich aus den vorliegenden städtischen Angaben nicht ableiten.
Politisch fiel die maßgebliche Entscheidung am 30. Juli 2026. Der Stuttgarter Gemeinderat beschloss mehrheitlich die Umgestaltung beziehungsweise den Ausbau der Radinfrastruktur an der Theodor-Heuss-Straße. Damit wechselte das Vorhaben von einer jahrelangen Planungsphase in Richtung Umsetzung.
Der Beschluss war angesichts der angespannten Haushaltslage nicht unumstritten. Oberbürgermeister Frank Nopper hatte sich nach Angaben der Stadt gegen die Maßnahmen ausgesprochen. Die Mehrheit des Gemeinderats votierte dennoch dafür.
Bei den Projektkosten tauchen in den städtischen Unterlagen unterschiedliche Zahlen auf. Auf der aktuellen Projektseite werden die Kosten gerundet mit rund 14 Millionen Euro angegeben. In der Mitteilung zum Gemeinderatsbeschluss im Juli waren für die Theodor-Heuss-Straße rund 13,17 Millionen Euro genannt worden. Die Zahlen stammen damit aus unterschiedlichen Darstellungen und Planungsständen und sollten nicht ohne diese Einordnung miteinander gleichgesetzt werden.
Unmittelbar nach der Informationsveranstaltung beginnen die eigentlichen Bauarbeiten noch nicht. Nach dem aktuellen Zeitplan strebt Stuttgart den Baustart ab Frühjahr 2027 an. Das Projekt ist langfristig angelegt: Als voraussichtliches Bauende nennt die Stadt Ende 2029.
Damit steht der Theodor-Heuss-Straße eine mehrjährige Umbauphase bevor. Wie die Arbeiten im Einzelnen aufgeteilt werden und welche Auswirkungen bestimmte Bauphasen auf den Verkehr und die angrenzenden Nutzungen haben werden, geht aus den bislang ausgewerteten Angaben nicht abschließend hervor. Konkrete Verkehrsführungen oder Sperrungen während der Bauzeit lassen sich daraus deshalb noch nicht seriös ableiten.
Fest steht dagegen, was mit dem Umbau grundsätzlich erreicht werden soll und welche baulichen Elemente vorgesehen sind. Die Fahrbahn wird erneuert, die Radwege werden neu angelegt und baulich getrennt, Bushaltestellen sollen barrierefrei werden. Hinzu kommen der signalisierte Fußgängerüberweg an der Gymnasiumstraße und Veränderungen in den Seitenbereichen.
Der Informationsabend richtet sich an Anlieger und interessierte Bürger. Beginn ist am Mittwoch um 17.30 Uhr beim CVJM Stuttgart in der Büchsenstraße 37. Die Stadt bittet Interessierte um eine Anmeldung per E-Mail.
Ein detaillierter Ablauf mit einzelnen Programmpunkten oder eine feste Endzeit sind in der Ankündigung nicht genannt. Angekündigt ist, dass die Planungen zur Umgestaltung der Theodor-Heuss-Straße und Friedrichstraße vorgestellt und Fragen zum Projekt beantwortet werden.
Der Termin ist deshalb weniger eine öffentliche Debatte über die Grundsatzentscheidung als eine Gelegenheit, sich über den Stand eines bereits beschlossenen Großprojekts zu informieren. Für Anlieger dürfte dabei vor allem relevant sein, wie sich die geplante Neuordnung des Straßenraums konkret darstellt und welche nächsten Schritte bis zum vorgesehenen Baustart folgen.
Mit dem Beschluss des Gemeinderats und dem für 2027 vorgesehenen Baustart nähert sich der Umbau der Theodor-Heuss-Straße nach mehreren Jahren der Planung seiner Umsetzung. Die Dimension des Vorhabens geht dabei über den Bau neuer Radwege hinaus: Auf rund 700 Metern sollen verschiedene Teile des öffentlichen Straßenraums neu geordnet oder erneuert werden.
Bis zum angestrebten Bauende 2029 bleibt dennoch ein langer Zeitraum. Welche Details für Anlieger und Verkehrsteilnehmer in den einzelnen Bauabschnitten entscheidend werden, dürfte sich mit der weiteren Ausführungsplanung konkretisieren. Am 30. September steht zunächst der aktuelle Stand im Mittelpunkt – und damit die Frage, wie die bereits beschlossene Umgestaltung der Theodor-Heuss-Straße in Stuttgart praktisch umgesetzt werden soll.
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